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Brandschutzbekleidung

Wenn Bauteile die an sie gerichteten bauaufsichtlichen Brandschutzanforderungen nicht selbst erfüllen, dienen Brandschutzbekleidungen dazu, deren Feuerwiderstandsdauer zu verbessern. Dies kann zum Beispiel bei Stützen, Trägern, Wänden, Decken oder Leitungen nötig sein. Die Bauteile werden dazu meist mit Gipskartonplatten oder anderen mineralischen Baustoffen verkleidet. Dies schützt die Bauteile im Brandfall für eine bestimmte Zeit vor einer zu großen Temperaturerhöhung und erhöht damit deren Tragfähigkeit.

Das Zusammenspiel von Bauteil, Bekleidung sowie Belastung während der Brandbeanspruchung entscheidet über die erzielte Feuerwiderstandsdauer. Daher muss die gesamte Konstruktion entweder entsprechend DIN EN 13501-2: Klassifizierung von Bauprodukten und Bauarten zu ihrem Brandverhalten - Teil 2: Klassifizierung mit den Ergebnissen aus den Feuerwiderstandsprüfungen, mit Ausnahme von Lüftungsanlagen oder nach der gleichberechtigt gültigen DIN 4102: Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen geprüft und klassifiziert werden. DIN 4102 – Teil 4 enthält Darstellungen bereits geprüfter Konstruktionen mit Brandschutzbekleidungen. Die dort aufgeführten Beispiele gelten als geregelte Bauteile im Sinne der Bauregellisten.

Vorgaben für die Tragwerksbemessung für den Brandfall, einschließlich des Einflusses von Brandschutzbekleidungen, sind in der europäische Normenreihe DIN EN 1991 bis DIN EN 1996 sowie DIN EN 1999, den Eurocodes, jeweils in Teil 1-2 enthalten. Die Muster-Richtlinie über brandschutztechnische Anforderungen an hoch feuerhemmende Bauteile in Holzbauweise (M-HFHHolzR) regelt die besonderen Anforderungen an Brandschutzbekleidungen in Holzbauten (siehe auch Kapselkriterium).

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Fachwissen zum Thema

Bauliche Anlagen sind so anzuordnen, zu errichten, zu ändern und instand zu halten, dass der Entstehung eines Brands und der Ausbreitung von Feuer und Rauch vorgebeugt wird.

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Baustoffe/​Bauteile

Anforderungen an Bauteile

Die Bauordnungen unterscheiden zwischen feuerbeständigen (fb), hochfeuerhemmenden (hfh) und feuerhemmenden (fh) Bauteilen.

Brandschutztechnisch können Bauteile in tragende, aussteifende (nicht raumabschließende) und raumabschließende Bauteile unterschieden werden.

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Baustoffe/​Bauteile

Bauteile: Gliederung

Brandschutztechnisch können Bauteile in tragende, aussteifende (nicht raumabschließende) und raumabschließende Bauteile unterschieden werden.

Verglasung im Brandlastversuch unter Laborbedingungen

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Grundlagen

Feuerwiderstandsklassen

Bauteile werden entsprechend ihrer Feuerwiderstandsdauer in verschiedene Feuerwiderstandsklassen eingeteilt. Die Klassifizierung...

Gebäude, deren Höhe eine „feuerbeständige“ Tragkonstruktion erfordert (GK 5; i.d.R. > 4 Geschosse), können daher nur abweichend vom Baurecht genehmigt werden. Für die Zulassung dieser „Abweichungen“ sind ein durchdachtes Brandschutzkonzept und sinnvolle Kompensationen erforderlich (Abb.: Studierendenwohnheim Woodie im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg, Sauerbruch Hutton Architekten).

Gebäude, deren Höhe eine „feuerbeständige“ Tragkonstruktion erfordert (GK 5; i.d.R. > 4 Geschosse), können daher nur abweichend vom Baurecht genehmigt werden. Für die Zulassung dieser „Abweichungen“ sind ein durchdachtes Brandschutzkonzept und sinnvolle Kompensationen erforderlich (Abb.: Studierendenwohnheim Woodie im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg, Sauerbruch Hutton Architekten).

Sonderbauten

Holzbauten

Welche Regelungen gelten für überwiegend aus Holz errichtete Gebäude der GK 4 und 5? Was ist bei den eingesetzten Bauteilen, Anschlüssen und Öffnungen zu beachten?

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