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Evakuierungsaufzug

Ein Evakuierungsaufzug ist eine speziell ausgestattete Aufzugsanlage, die im Brandfall oder einem anderen Notfall zur Rettung von Personen – insbesondere von Menschen mit eingeschränkter Mobilität – betrieben wird. Anders als herkömmliche Aufzugssysteme mit einfacher Brandfallsteuerung (gemäß VDI 6017: Aufzüge – Steuerungen für den Brandfall) geht er nicht an einer Evakuierungshaltestelle dauerhaft außer Betrieb.

Die anlagentechnischen Kriterien sind europäisch einheitlich durch die DIN EN 81-76: Sicherheitsregeln für Konstruktion und Einbau von Aufzügen – Besondere Anwendungen für Personen- und Lastenaufzüge – Teil 76: Evakuierung von Menschen mit Behinderungen mithilfe von Aufzügen geregelt. Eine Schlüsselrolle übernimmt die informationstechnische Kopplung mit der Brandmeldeanlage (BMA): Wird ein entstehender Brand detektiert, steuert die BMA den Aufzug über eine definierte Brandfallsteuermatrix an und versetzt ihn in den Evakuierungsmodus.

Je nach Programmierung und Gefahrenlage initiiert die Anlage entweder eine automatische Evakuierungsfahrt in sichere Geschosse oder übergibt die Kontrolle an eine Fernleitstelle oder geschultes Personal vor Ort (fahrerunterstützter Betrieb). Überwacht die BMA kritische Bereiche wie den Triebwerksraum, den Schacht oder die rauchdichten Vorräume, führt ein dortiges Brandereignis zur sofortigen, kontrollierten Stilllegung des Aufzugs, um Fahrgäste nicht zu gefährden.

Konstruktiv setzt die Norm feuerbeständige Schachtwände, ein Zwei-Wege-Kommunikationssystem sowie eine Sicherheitsstromversorgung voraus. Der Evakuierungsaufzug dient der Gebäuderäumung, ein Feuerwehraufzug hingegen dem Löschangriff der Einsatzkräfte.

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Fachwissen zum Thema

Eine Aufzugsanlage kann einen oder mehrere Aufzüge umfassen (rechts im Bild ein Feuerwehraufzug).

Eine Aufzugsanlage kann einen oder mehrere Aufzüge umfassen (rechts im Bild ein Feuerwehraufzug).

Haustechnische Anlagen

Aufzüge

Führen Aufzüge durch vertikale Brandabschnitte, sind entsprechende Anforderungen zu erfüllen. Insbesondere bei Fahrschächten besteht die Gefahr einer Brandübertragung in andere Geschosse.

Schutzziel der Bestimmungen ist es, die barrierefreie Zugänglichkeit baulicher Anlagen für Menschen mit Behinderungen ohne fremde Hilfe zu gewährleisten.

Schutzziel der Bestimmungen ist es, die barrierefreie Zugänglichkeit baulicher Anlagen für Menschen mit Behinderungen ohne fremde Hilfe zu gewährleisten.

Grundlagen

Baulicher Brandschutz und Barrierefreiheit

Es ist so zu planen, dass Menschen mit und ohne Behinderung der Flucht- und Rettungswegbeschilderung folgen, das Gebäude verlassen und sich in einem gesicherten Bereich einfinden können.

Auszug aus der Brandfallmatrix eines Bürohochhauses (hier 38. OG)

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Brandmeldeanlagen

Brandfallsteuerungen

Welche Schaltbefehle können moderne Brandmeldeanlagen ausgeben? Was ist bei der Programmierung zu bedenken und was wirtschaftlich vertretbar?

Notausgang-Kennzeichnung auf der Messe Frankfurt

Notausgang-Kennzeichnung auf der Messe Frankfurt

Flucht-/​Rettungswege

Kennzeichnung von Rettungswegen

Im Brandfall bieten sie Orientierung zum kürzesten Fluchtweg: Sicherheitszeichen müssen deutlich erkennbar, dauerhaft angebracht und häufig zusätzlich beleuchtet sein.

Eine Nutzungseinheit kann aus mehreren Brandabschnitten bestehen.

Eine Nutzungseinheit kann aus mehreren Brandabschnitten bestehen.

Grundlagen

Nutzungseinheit

Worauf bezieht sich der Begriff aus der Musterbauordnung (MBO) und was ist im Kontext zu beachten?

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