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Feuerwehraufzug

Als Feuerwehraufzüge werden besonders gesicherte Aufzüge bezeichnet, die auch im Brandfall genutzt werden können – vorrangig von der Feuerwehr, um möglichst schnell die Brandetage zu erreichen, Menschenleben zu retten und um den notwendigen Materialtransport zur Bekämpfung eines Brandherdes erleichtern.

Die Notwendigkeit eines Feuerwehraufzuges ist unter anderem in der Muster-Hochhaus-Richtlinie (MHHR) vorgeschrieben, die dessen Einsatz ab einer Gebäudehöhe von 22 Metern über der Geländeoberfläche fordert. Laut Richtlinie müssen die ausreichend gekennzeichneten Feuerwehraufzüge in jedem Geschoss halten und von jeder Stelle eines Geschosses aus maximal 50 Metern Lauflinie erreichbar sein. Ein jeder dieser Aufzüge muss einen eigenen Fahrschacht haben, die Fahrschachttür muss an einem mindestens 6,00 m² großen Vorraum angeordnet sein, der sich in unmittelbarer Nähe zu einem notwendigen Treppenhaus befindet. Sowohl Fahrschacht als auch Vorraum sind mit einer eigenen Überdrucklüftungsanlage zur Rauchfreihaltung (RDA) auszustatten, sodass bei geöffneten Türen des Vorraums eine Luftgeschwindigkeit von 0,75 m/s entgegen der Fluchtrichtung sichergestellt werden kann.

Fahrschacht- und Fahrkorbtüren sind mit einer verglasten Sichtöffnung von mindestens 600 cm² auszustatten. Für den Notfall befinden sich im Aufzug eine Bedieneinrichtung für den Notbetrieb sowie eine Deckenluke mit entsprechender Aufstiegsleiter, die das Überwinden zwischen Fahrkorbdecke und dem nächstmöglichen Geschoss erleichtern soll. Die Größe der Fahrkabine ist so zu wählen, dass eine Krankentrage (2,25 x 0,60 m) ohne Probleme aufgenommen werden kann.

Die genauen Anforderungen sind in der DIN EN 81-72: Sicherheitsregeln für die Konstruktion und den Einbau von Aufzügen – Besondere Anwendungen für Personen- und Lastenaufzüge – Teil 72: Feuerwehraufzüge und in den jeweiligen Sonderbauverordnungen der Länder geregelt.

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