Deutscher Nachhaltigkeitspreis Architektur: die Nominierten
Neun Projekte ausgewählt – Preisverleihung im Oktober 2026
Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis Architektur zeichnet 2026 zum 14. Mal Projekte aus, die architektonische Qualität mit Ressourcenschonung, sozialer Qualität und langfristiger Wirtschaftlichkeit verbinden. Neun Bauwerke haben es in die Endauswahl des von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) und der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis ausgelobten Wettbewerbs geschafft. Auffällig ist der hohe Anteil an Bestandssanierungen, Lowtech-Konzepten, Holz- und Hybridbauweisen sowie Re-Use-Lösungen. So unterschiedlich die Bauaufgaben sind, eine Gemeinsamkeit hebt der Präsident des DGNB und Jury-Vorsitzende Amandus Samsøe Sattler hervor: „Es sind allesamt lebendige Orte für Menschen, an denen man sich gerne aufhält. Räume, wie es sie viel häufiger geben sollte.“
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Die Nominierten im Einzelnen:
- Der Moabiter Kinderhof in Berlin, geplant von Kersten Kopp Architekten, ist ein Vorzeigeprojekt sozialer Teilhabe. Der Kinder- und Jugendtreff aus unterschiedlich hohen, zueinander versetzten Holzkuben kommt mit einer geringen Flächenversiegelung aus und fügt sich zurückhaltend in den vorhandenen Baumbestand ein.
- Die Josef-Schwarz-Schule in Heilbronn, geplant von Behnisch Architekten, liefere „eine zukunftsweisende Antwort auf die Herausforderungen dichter, innerstädtischer Standorte“, so die Jury. Der Hybridbau aus Holz und Stahl zeigt beispielhaft, wie sich hochwertige Bildungsräume, klimaangepasste Freiräume und ein sparsamer Umgang mit wertvollem Stadtraum verbinden lassen.
- Die Feuerwache Kaiserswerth in Düsseldorf, geplant von Buddenberg Tauchmann Architekten, ist in Holz-Hybridbauweise mit einer Fassade aus regional wiederverwendeten Klinkern errichtet. Das Projekt zeige eindrucksvoll, dass anspruchsvolle Sicherheitsarchitektur, höchste Funktionalität und ganzheitliche Nachhaltigkeit sich gegenseitig ergänzen können.
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- Beim Bürogebäude Zero in Stuttgart verfolgte das Architekturbüro Riehle Koeth einen Lowtech-Ansatz. Fast 300 vorgefertigte Holzraummodule ermöglichen eine ressourcenschonende, flexibel anpassbare Bauweise. Die Jury bescheinigt dem Gebäudekonzept eine hohe gestalterische Qualität.
- Beim Verwalterinnenhaus der Komturei Werben, gemeinsam geplant von den Architekturbüros AADA, AFEA, ammi, Patrick Holzer sowie undjurekbrüggen, stand die behutsame Revitalisierung des denkmalgeschützten Bestands im Mittelpunkt.
- Der Umbau des Natur- und Kommunikationszentrums naTo in Leipzig nach Plänen von Summacumfemmer Architekt*innen zeigt, wie sich ein bestehendes Kulturgebäude durch Weiterverwendung vorhandener Ressourcen zukunftsfähig transformieren lässt.
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- Das Wohnprojekt K10 – Cluster Living Reuse in Leipzig, geplant von Asuna – atelier für strategische und nachhaltige architektur, ist ein kompaktes, energieeffizientes Lowtech-Gebäude, langlebig und anpassungsfähig in Holz auf den Überresten eines Vorgängerbaus errichtet.
- Das Haus (fast) ohne Heizung in Ingolstadt nach Plänen des Architekturbüros nbundm entstand im Auftrag einer gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft. Der Hybridbau aus Holz und Dämmziegeln bietet 15 Wohneinheiten und gilt als Prototyp für klimagerechten, attraktiven und bezahlbaren Wohnraum.
- Beim Gelben Block in München, einem Wohnbau von 1927, der nach Plänen von zillerplus Architekten und Stadtplaner saniert und um zwei Vollgeschosse aufgestockt wurde, entstanden 45 neue und barrierefreie Wohnungen. Zugleich ließen sich 169 Bestandswohnungen bei vergleichsweise niedrigen Mieten aufwerten.
Die Bekanntgabe der Finalisten und des Gewinners erfolgt am 21. Oktober 2026 beim Forum Nachhaltige Architektur in Mannheim. Weitere Informationen finden Sie bei den Surftipps (siehe unten) auf der Webseite der DGNB.
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