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Abgasschalldämpfer

In der Regel werden Geräusche innerhalb der Heizzentrale als Körper- und als Luftschall weitergeleitet. Von hier werden sie über die Abgasanlage direkt in die Wohn-/ und Schlafbereiche oder über die Schornsteinmündung in die Umgebung und damit zur Nachbarschaft übertragen. In der Praxis beträgt der Summenpegel an der Schornsteinmündung häufig zwischen 80 und 95 dB(A) oder höher. Die zulässigen Grenzwerte der Schallemissionen sind entsprechend den Vorgaben der TA-Luft bei Tag und Nacht bzw. nach der VDI 2058, VDI 2565 und VDI 2715 einzuhalten. Aus diesem Grund müssen in den Abgasleitungen Schalldämpfer eingesetzt werden. Die von haustechnischen Gemeinschaftsanlagen ausgehenden Geräusche dürfen nach VDI 2065 "Beurteilung von Lärm in Wohnungen" und nach DIN 4109 "Schallschutz im Hochbau" in Wohn-, Schlaf- und Arbeitsräumen den Wert von 30 dB(A) nicht überschreiten.

In der Praxis werden zur Abgasgeräuschdämpfung entweder Kammerschalldämpfer oder Absorptionsschalldämpfer integriert. Die Absorptionsschalldämpfer erreichen eine nahezu restlose Dämpfung bei minimalem Durchströmungswiderstand und werden in den Fällen verwendet, in denen eine Lärmbelästigung umstehender Gebäude in jedem Fall auszuschließen ist. Bei den Abgasschalldämpfern, die mit Mineralfasern oder Stahlwolle gefüllt sind, handelt es sich um Passiv- oder Absorberschalldämpfer. Diese Bauweise dämpft jedoch den Schall bei tiefen Frequenzen nur wenig. Die Dämpfungsleistung nimmt mit steigender Frequenz zu und erreicht das Maximum bei 1 kHz bis 2 kHz. Eine Dämpfung bei niedrigen Frequenzen im Bereich von 125 Hz bis 250 Hz kann mit diesen Schalldämpfern nur unter Verwendung geprüfter Absorbermaterialien und durch größere Bautiefen bzw. Baulängen erreicht werden.

Bei beengten Platzverhältnissen sollten statt der Rohrschalldämpfer Passivschalldämpfer in Winkelform verwendet werden. Für Heizzentralen sind auf jeden Fall Resonanzschalldämpfer zu bevorzugen, da mit ihnen auch die tiefen Frequenzen wirksam eleminiert werden. Im Bedarfsfall, d.h. wenn örtlich eine breitbandige Schallpegelminderung erforderlich wird, kann dieser Schalldämpfer auch problemlos mit einem Absorptions-Schalldämpfer kombiniert werden.

Die sicherste Methode, um ein Geräuschproblem im Umfeld von Wärmeerzeugeranlagen zu lösen und den richtigen Abgasschalldämpfer auszuwählen, stellt die Durchführung einer Schallmessung dar.
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