Nachträgliche Fußbodenheizung ohne Estrichabriss
Fräsverfahren ermöglicht schnellen und kostengünstigen Einbau
Fußbodenheizungen sind als Flächenheizungen besonders effizient beim Beheizen von Räumen und benötigen nur eine niedrige Vorlauftemperatur. Der nachträgliche Einbau galt bislang jedoch als aufwendig, da in der Regel der bestehende Estrich vollständig entfernt und neu aufgebaut werden musste. Ein alternatives Verfahren bietet das Hamburger Start-up Nordwærme an: Statt eines kompletten Estrichrückbaus werden mittels spezieller Frästechnik Kanäle direkt in den vorhandenen Estrich eingebracht, in die anschließend die Heizrohre eingelegt werden. Auf diese Weise lassen sich Bestandsgebäude mit vergleichsweise geringem Eingriff energetisch nachrüsten.
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Der nachträgliche Einbau einer Fußbodenheizung ist in der Regel teuer und aufwendig. Kosten von 50.000 bis 150.000 Euro für ein Einfamilienhaus und Renovierungszeiten von mehreren Monaten sind keine Seltenheit. Das Fräsverfahren reduziert beides deutlich: Der Einbau kann innerhalb weniger Tage erfolgen, die Kosten liegen laut Anbieter oft im Bereich von 5.000 bis 10.000 Euro. Fördermöglichkeiten bestehen über Programme der BAFA und der KfW, insbesondere in Kombination mit dem Austausch fossiler Heizsysteme durch eine Wärmepumpe. Einige Bundesländer bieten darüber hinaus zusätzliche Programme an.
Technische Voraussetzung für das Fräsen ist in der Regel eine Estrichdicke von mindestens vier Zentimetern, um Heizrohre mit einem Durchmesser von etwa 16 Millimetern aufnehmen zu können. Bei geringeren Aufbauhöhen kommen angepasste Systeme mit kleineren Rohrdimensionen zum Einsatz. Geeignet sind insbesondere feste Estricharten wie Zementestrich, Gussasphalt oder Gipsfaserplatten; auch Betonuntergründe können häufig bearbeitet werden. Der Boden sollte eben und tragfähig sein, vorhandene Bodenbeläge und Kleberreste müssen vor dem Fräsen entfernt werden. Böden mit Fliesen und Terrazzo können direkt durchfräst werden. Risse im Estrich lassen sich durch Klammerung und Harzung reparieren.
Für die Planung stellt das Unternehmen auf seiner Website ein digitales Tool zur Verfügung, mit dem sich auf Basis eines Grundrisses ein individuelles Angebot für die Nachrüstung erstellen lässt.
Fachwissen zum Thema
Buderus | Bosch Thermotechnik GmbH | Kontakt 06441 418 0 | www.buderus.de
