Große Bereitschaft zu klimafreundlichen Investitionen
Umfrage unter deutschen Hauseigentümer*innen
Trotz des Endes der Ampelkoalition und ihrer Klimaschutzpolitik sowie zahlreicher Reformen und energie- und verkehrspolitischer Ankündigungen sind die Menschen in Deutschland weiterhin bereit, privat in klimafreundliche Technologien zu investieren. Dies ist eines der Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage unter mehr als 2.000 selbstnutzenden Hauseigentümerinnen und -eigentümern, die das Institut für Demoskopie Allensbach im Auftrag der Initiative Klimaneutrales Deutschland (IKND) im August 2025 durchgeführt hat. Wärmepumpen werden dabei insgesamt positiver wahrgenommen als im Jahr zuvor.
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Die Umfrage zeigt, dass die Investitionsbereitschaft nach wie vor hoch ist, aber auch stark vom Einkommen abhängt. Dazu wurde zunächst ermittelt, wer überhaupt ein eigenes Haus besitzt: Demnach kommen Eigenheimbesitzerinnen und -besitzer aus der Mitte der Gesellschaft, mehr als zwei Drittel verfügen über ein kleines bis mittleres Einkommen. Entsprechend deutlich sind die Unterschiede bei der Höhe der möglichen Eigeninvestitionen und dem gewünschten Bedarf an staatlicher Unterstützung.
Förderung beim Wärmepumpenkauf wichtig
Für den Kauf einer Wärmepumpe sind Befragte mit einem Haushaltsnettoeinkommen unter 2.500 € im Schnitt bereit, rund 11.000 € auszugeben. Personen mit Einkommen ab 5.000 € monatlich würden hingegen fast 21.000 € investieren. Während 81 Prozent der Haushalte mit niedrigem Einkommen staatliche Unterstützung benötigen, sind es in der Einkommensgruppe zwischen 2.500 € und 5.000 € noch 60 Prozent. Bei E-Autos fällt die Investitionsbereitschaft sogar noch höher aus.
Photovoltaik ist zentraler Hebel
Ein weiteres Fazit aus der Umfrage: Photovoltaik bleibt die Schlüsseltechnologie für die private Energiewende. Wer also bereits eine Photovoltaikanlage besitzt, investiert wahrscheinlicher auch weiter in klimafreundliche Technologien. „Photovoltaik ist entscheidend für weitere Anschaffungen wie E-Auto, Speicher oder Wärmepumpe. Ohne private Photovoltaik-Anlagen wird Deutschland also seine Klimaziele nicht erreichen können“, erläutert Carolin Friedemann, Gründerin und Geschäftsführerin der Initiative Klimaneutrales Deutschland. Sie fordert: „Die Eigenheim¬besitzerinnen und -besitzer brauchen Klarheit von der Bundesregierung. Sie müssen wissen, welche Investitionsentscheidungen sich für sie lohnen. Sie erwarten Planungssicherheit und verlässliche staatliche Unterstützung.“
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Der gesamte Ergebnisbericht zur Umfrage kann auf der Website des IKND eingesehen und als PDF heruntergeladen werden (siehe Surftipps).
Methode der Umfrage
Die Daten wurde im August 2025 vom Institut für Demoskopie Allensbach erhoben. Befragt wurden 2.159 Hausbesitzerinnen und -besitzer ab 18 Jahren, die im eigenen Haus wohnen. Die Befragung wurde online durchgeführt. Sie ist repräsentativ für die Gesamtheit aller Haus¬besitzerinnen und -besitzer in Deutschland, die im eigenen Haus leben. Im Herbst 2024 wurde die erste Befragung durchgeführt.
Über die IKND
Die Initiative Klimaneutrales Deutschland (IKND) will Debatten für eine moderne und klimaneutrale Zukunft in Deutschland stärken, indem sie den konstruktiven Dialog für eine ambitionierte Klimaschutzpolitik fördert, relevante Akteur*innen zusammenbringt und ihren Botschaften Aufmerksamkeit verschafft. Sie ist gemeinnützig und erbringt keine Leistungen gegen Bezahlung, agiert dabei unabhängig von parteipolitischen und wirtschaftlichen Interessen. Ihre Finanzierung erfolgt aus Stiftungszuwendungen und Spenden, unter anderem der European Climate Foundation, der GLS Treuhand, der Quadrature Climate Foundation sowie der Deutschen Postcode Lotterie.
Fachwissen zum Thema
Surftipps
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