Glasfaser
Glasfaserleitungen übertragen Daten nicht elektrisch, sondern als Lichtsignale durch hauchdünne Fasern aus Glas. Sie werden vor allem für Internet- und Telekommunikationsnetze, Rechenzentren sowie die schnelle Vernetzung von Gebäuden und Quartieren eingesetzt. Technisch entwickelt wurde die Glasfaserübertragung bereits im 20. Jahrhundert, in der Praxis verbreitete sie sich vor allem seit den 1970er-Jahren. Ihre wichtigsten Vorteile sind sehr hohe Bandbreiten, große Reichweiten und eine hohe Unempfindlichkeit gegenüber elektromagnetischen Störungen. Zudem gelten Glasfaserleitungen als besonders zukunftssicher, weil sich über dieselbe Infrastruktur später deutlich höhere Datenraten realisieren lassen. Allerdings sind die Leitungen vergleichsweise empfindlich gegenüber zu engen Biegeradien und mechanischer Belastung; zudem erfordern Montage, Spleißen und Reparatur spezielles Werkzeug sowie viel Know-how. Hinzu kommt, dass Glasfaser keine elektrische Energie übertragen kann und daher für die Stromversorgung von Endgeräten stets eine separate Lösung benötigt.
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