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Reinraumfassade

Üblicherweise ist der Reinraum ein Raum im Raum, bei dem der innere umlaufend mit vorgelagerten Luftgängen als Schutzbarrieren gegen eine direkte Kontamination ausgeführt ist. Bei ihrer Konstruktion besteht das vorrangige Ziel darin, die Anzahl luftgetragener Teilchen, die in den Raum eingebracht werden oder dort entstehen und hinausdringen könnten, so gering wie möglich zu halten. Benötigt werden Reinräume vor allem in der Halbleiterfertigung, in der Optik- und Lasertechnologie, der Luft- und Raumfahrttechnik, den Biowissenschaften, der Medizin und der Lebensmittel-, Arzneimittel- und Nanotechnologie. Seit einigen Jahren werden vereinzelt auch Reinraumfassaden als direkte Umfassungswände von Reinräumen ausgeführt.

Liegt der Reinraum direkt und ohne zweite Raumschicht an der Außenfassade eines Gebäudes, muss diese als Reinraumfassade hochdicht konstruiert sein, damit durch sie jede Kontamination des Innenraums verhindert wird. Reinraumfassaden lassen sich als großflächig verglaste Elementfassaden realisieren, was den Vorteil hat, dass die Innenräume, die ja in der Regel Arbeitsräume sind, natürlich belichtet sind. Anders als beim Raum im Raum, wo die Anforderungen auf zwei Wandelemente verteilt werden können, bestehen an die Reinraumfassade naturgemäß gleichzeitig mehrfache Anforderungen: Sie muss den Innenraum vor Infiltration und Kontamination schützen, vor mechanischen Einwirkungen, Wind und Regen. Allein die Anforderungen an ihre Luft- und Schlagregendichtigkeit entsprechen denen für Hochhausfassaden.

Um einen Reinraum betreiben zu können, müssen nach dem Bau und während des Betriebs Partikelmessungen durchgeführt werden. Aufgrund dieser Messungen kann eine Klassifizierung der Reinheit des Raumes nach DIN EN ISO 14644 Reinräume und zugehörige Reinraumbereiche –Teil 1: Klassifizierung der Luftreinheit anhand der Partikelkonzentrationerfolgen oder nach dem EU-GMP-Leitfaden für gute Herstellungspraxis Annex 1 in die Reinraumklassen A, B, C oder D (mit D als höchster Klasse).

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