Wärmeleitfähigkeitsgruppe
Die Wärmeleitfähigkeitsgruppe (WLG), kurz Wärmeleitgruppe genannt, war eine in Deutschland gebräuchliche Klassifizierung von Dämmstoffen nach ihrer Wärmeleitfähigkeit λ (Lambda). Die Kennzahl entsprach dem Bemessungswert der Wärmeleitfähigkeit multipliziert mit 1.000, zum Beispiel: WLG 035 entspricht λ = 0,035 W/(mK). Entsprechend gibt die Wärmeleitgruppe Auskunft über die Durchlassfähigkeit eines Materials für einen Wärmestrom. Je kleiner die WLG ist, desto besser also die Wärmedämmung.
Grundlage der Klassifizierung war die bis 2013 gültige Fassung der DIN 4108-4: Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden – Teil 4: Wärme- und feuchteschutztechnische Bemessungswerte. Grundsätzlich wurden nur Dämmmaterialien einer WLG zugeordnet. Die Einteilung erfolgte in 5er-Schritten. Mit der 2017 vollzogenen Novellierung der DIN 4108-4 wurde die Wärmeleitgruppe durch ein neues Klassifizierungssystem abgelöst, die Wärmeleitstufe (WLS). Durch die nun feinere Abstufung in 1er-Schritten (z. B. WLS 032) lassen sich Dämmstoffe präziser einstufen, was insbesondere bei modernen Hochleistungsdämmstoffen relevant ist. In der Praxis begegnet man den alten WLG-Bezeichnungen allerdings immer noch, da sie im Sprachgebrauch und auf älteren Produktverpackungen erhalten blieben.
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