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Durchsturzsicherheit

Gemäß der Prüfgrundsätze der Bau-Berufsgenossenschaft (GS-BAU-18*) ist die Durchsturzsicherheit eine nachzuweisende Eigenschaft von Verglasungen im Überkopfbereich, die nur kurzfristig zu Wartungsarbeiten oder Reinigungszwecken betreten werden. In den Grundsätzen sind sie wie folgt definiert: „Verglasungen, die nicht bestimmungsgemäß betreten werden, aber in einem horizontalen Abstand von < 2,00 m und vertikal in gleicher Höhe oder nicht höher als 0,50 m oberhalb von Arbeitsplätzen und Verkehrswegen liegen und zu diesen nicht abgesperrt sind. Größe und Neigung der Bauteile zur Fallrichtung stürzender Personen schließen aus, dass die Aufprallkräfte in vollem Umfange auf die Verglasung einwirken können. Dieses sind z.B. Bauteile, die nicht ohne zusätzliche Hilfsmittel betreten werden können.“

Zukünftig werden durchsturzsichere Verglasungen wie auch betretbare Verglasungen in DIN 18008-6 Glas im Bauwesen - Bemessungs- und Konstruktionsregeln - Teil 6: Zusatzanforderungen an zu Instandhaltungsmaßnahmen betretbare Verglasungen und an durchsturzsichere Verglasungen geregelt. Die Definition erfolgt hierbei weitestgehend analog zu GS-Bau 18. Allerdings wurde die Höhendifferenz zwischen Verkehrsweg und Verglasung von 0,5 m auf 0,9 m angehoben. Im Gegensatz zu betretbaren Verglasungen ist für durchsturzsichere Verglasungen statisch keine vertikale Nutzlast für die Bemessung der Verglasung zu berücksichtigen. Der experimentelle Nachweis der Stoß- und Resttragfähigkeit erfolgt am intakten Scheibenaufbau.

* GS-BAU-18 = Grundsätze für die Prüfung und Zertifizierung der bedingten Betretbarkeit oder Durchsturzsicherheit von Bauteilen bei Bau- oder Instandhaltungsarbeiten

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