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Drehflügeltor

Drehflügeltore werden ein-, zwei- oder mehrflügelig hergestellt und eingebaut. Die großen, und entsprechend schweren Flügel drehen um die seitliche Drehachse wie übliche Drehflügeltüren, jedoch in größeren Dimensionen. Aufgrund dieser Konstruktion neigen sie bei zunehmender Flügelbreite zum „Durchhängen“, was durch konstruktive Maßnahmen am Flügel vermieden werden kann. Die Torflügel müssen als stabile, diagonal versteifte Konstruktionen ausgeführt werden, um ein Absacken und Schleifen durch die tägliche Belastung zu vermeiden. Die Stabilität und Tragfähigkeit der Bänder spielt hierbei eine besonders große Rolle.

Angeschlagen werden Drehflügeltore am Torpfosten mithilfe von:

  • Zapfenbändern
  • Anschweißbändern
  • Zwei- bzw. dreiteilig- Spezialbändern, höhen- und seitenverstellbar

Bietet sich der Anschlag direkt am eventuell angrenzenden Mauerwerk an, so eignen sich dafür auch gerollte Bänder. Die Öffnungsweise und die Art des Tores bestimmen im Wesentlichen den Beschlag.

Die wichtigsten Bauteile am Drehflügeltor sind Rahmen, Füllung, Torlagerung, Verschluss und Versperreinrichtungen sowie der Torpfosten. An Drehflügeltoren übernehmen ausschließlich Torpfosten bzw. deren Ersatz  die Lagerung, d.h. der Flügel „hängt“ meist mit Bändern am Pfosten. Diese Konstruktion begrenzt die Flügelbreite, da sonst zu große Drehmomente auftreten würden, die unwirtschaftlich dimensionierte Beschlagbauteile erforderlich machen.

Außerdem sind Tore in aller Regel im Außenbereich und deshalb der Witterung ausgesetzt bzw. dann auch gegen die Witterungseinflüsse zu schützen. Wenn sie z.B. aus Stahl bestehen, müssen sie gegen Korrosion gesichert werden. Anspruchsvolle Konstruktionen mit Bronze oder Glasfüllungen sind darüber hinaus durch Kontaktkorrosion zwischen Füllung und (Stahl-) Beschlag gefährdet.

Eine besondere Herausforderung an die Konstruktion stellen die Beschläge von Drehtoren bei steigender Einfahrt. Hier muss die Drehachse beim Öffnen bzw. Schließen mitschwenken, damit das Torblatt in jeder Lage senkrecht steht und nach oben ansteigt.

Gallerie

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Tore im Gleichrichterwerk 106 in Berlin, Architekten: Bolwin Wulf, Berlin

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