Erweiterung Museum Liaunig in Neuhaus

Stahlbetonträger überspannen stützenfreien Ausstellungssaal

Fernab urbaner Zentren soll das Museum Liaunig Menschen anziehen und einen kontemplativen Kunstgenuss ermöglichen. Es gehört zur kleinen österreichischen Gemeinde Neuhaus in Kärnten und beherbergt die umfangreiche private Kunstsammlung des Industriellen Herbert Liaunig. Im Jahr 2008 wurde der Museumskomplex nach Plänen von querkraft Architekten aus Wien eröffnet, in den Jahren 2012 und 2015 um weitere Schau- und Depoträume ergänzt.    

Gallerie

Etwas abgerückt von der Gemeinde, auf einem Hügel oberhalb des Flusses Drau im Norden und einer Bundesstraße im Süden, markiert ein 160 Meter langer Betonriegel das im übrigen unterirdisch angelegte Ausstellungshaus. Beidseitig geschlossen, schiebt er sich weit aus dem begrünten Hügel hinaus; seine verglaste Front mit vorgelagerter Terrasse weisen in südöstliche Richtung. Dieser durchgängig von oben belichtete Riegel ist der Hauptausstellungsraum. Zugleich bildet er die Querachse des kreuzförmig angelegten Museums, das sich auf zwei Ebenen erstreckt. Ein sanft ansteigender Weg leitet die Besucher von der Straße zum breiten Eingangsportal im Südwesten, das in den Hügel hineinführt und die Hauptachse eröffnet. Über eine Rampe gelangen sie vorbei am Schaudepot zum Hauptausstellungsraum – oder links vom Eingang zur jüngsten Erweiterung: Einem nordwestlich angegliederten Raum für Sonderausstellungen, dessen Grundriss dreieckig konzipiert ist. Seine Spitze mündet in einem gleichfalls dreieckigen, sanft ansteigenden Atrium mit Ausblick zur Drau. Solche dramaturgischen Höhepunkte, die durch Fokussierung auf die Landschaft einen Gegenpol zur Kunstbetrachtung bilden, finden sich auch an anderer Stelle – so den Endpunkten des Betonriegels oder dem nordöstlichen Gebäudeabschluss. Aufgrund der Belichtung von oben entsteht niemals der Eindruck, sich unter der Erde zu befinden.

Auf den lang gestreckten, quer liegenden Hauptausstellungsraum folgen weitere unterirdische Schauräume auf der Eingangs- und Erschließungsachse: Die Gold-, Glas- und Miniaturensammlung sind in drei gleich großen, rechteckigen Räumen untergebracht, die über eine lange Rampe erschlossen werden. Im Zuge der letzten Erweiterung wurde auch das Skulpturendepot, ein kreisförmiger, mit einer Betonkuppel überdachter Saal, durch einen langen unterirdischen Gang mit dem Hauptgebäude verbunden. Dieses durch ein kreisförmiges Zenitlicht inszenierte Depot wird an der Talseite durch einen trichterförmigen Annex als Aussichtsplattform ergänzt. Das Museum wurde bereits vier Jahre nach seiner Eröffnung, im Dezember 2012, als jüngstes Bauwerk Österreichs unter Denkmalschutz gestellt.

Flachdach
Der dreiecksförmige, unterirdische Raum für Sonderausstellungen bildet ein wesentliches Element des Ausstellungskomplexes. Um die 700 m² große Ausstellungsfläche stützenfrei zu ermöglichen, spannt das Flachdach als Stahlbetonträgerdecke über dem Raum mit eingezogener Galerieebene. Dabei überkreuzen sich die ein Meter hohen Stahlbetonträger vielfach, so dass rautenförmige und dreieckige Deckenöffnungen entstehen. Die Decke erzeugt räumliche Spannung und wird selbst zum Kunstwerk. Punktuell in den Kreuzungsfeldern angeordnete Oberlichter führen Tageslicht in den Saal. Sie sind Teil einer 15 cm dicken Stahlbetondecke oberhalb der Träger, die einen klassischen Gründachaufbau mit 25 cm trittfester Wärmedämmung und 16 cm Pflanzsubstrat trägt. Das Flachdach ist damit in die umgebende Grünfläche eingebunden.

Bautafel

Architekt: querkraft architekten, Wien
Projektbeteiligte: Werkstatt Wien (Projektmanagement); Klingbacher Architekt, Völkermarkt (Kosten/örtliche Bauaufsicht); Werkraum, Wien (Tragwerksplanung); Dr. Pfeiler, Graz (Bauphysik); Strabag Technik, Wien (Haustechnik HLS); Klaus Pokorny, Wien (Lichtplanung); Weidlfein, Wien (Freiraumplanung); Peter Liaunig, Wien (Möblierung, Shopdesign)
Bauherr:
HL Museumsverwaltung, Neuhaus
Fertigstellung:
2015
Standort:
Neuhaus, Österreich
Bildnachweis: Lisa Rastl und querkraft architekten, Wien

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Architektonischer Höhepunkt des Weltkulturerbe-Zentrums nach Plänen von Shigeru Ban Architekten ist ein als umgekehrte Abbildung des Fuji konstruierter, mit Kanthölzern verkleideter Trichter

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In den Hügeln nördlich von Ramallah soll das Palestinian Museum der palästinensischen Geschichte, Gesellschaft und Kultur eine Plattform bieten

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Das Museumsgelände im Osten einer Gartenschau ist an drei Seiten von Wasser umschlossen

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Prägend für die Mediathek mit organisch gewundenem Grundriss ist ein umlaufend weißes Fassadenband, das über der Glasfassade wellenartig hinauf- und hinabschwingt (Südansicht)

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Südostansicht des Stavros Niarchos Foundation Cultural Centre: Oper und Bibliothek sind verbunden durch eine Agora

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Weit auskragende, erdbebensichere Dachkonstruktion

Die signifikante Dachfläche des Manetti Shrem Museums umfasst 5.000 Quadratmeter und überspannt den neuen Kunstcampus vollständig – in weiten Teilen allerdings als lichte, luftige Pergola (Westansicht)

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Filigranes, weißes Großdach als Fassung für einen Kunstcampus

Ein nach Osten trichterförmig ausgebildeter Platz mit Glockenturm bildet die Eingangszone

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Chengdu Beichuan Earthquake Memorial

Gründächer formen künstliche Landschaft

Das Freizeitbad fügt sich harmonisch in die Berglandschaft (Ansicht Südost)

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Das berühmte „Dutch Light“ dringt durch Verglasungen im Nordosten und Südwesten, vor allem aber durch die allseits auskragende, ungewöhnliche Metalldachkonstruktion in das Innere des Museum Voorlinden (Südansicht)

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Südansicht des Weinbergs mit krönendem Ausstellungshaus Grimmwelt: Parkanlage und Bauwerk erscheinen wie verwachsen

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Das Stadion ist Teil des Stadtquartiers Bordeaux-Lac

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Hell und kantig erhebt sich das Gebäude vor der bewaldeten Gebirgslandschaft (Ansicht Nordwest)

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Ansicht Südwest: Auf einem Hügel etwas abgerückt von der Gemeinde kragt ein Betonriegel weit aus

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Stahlbetonträger überspannen stützenfreien Ausstellungssaal

Der zeichenhafte Bau des neuen Jugendleistungszentrum ist im Obergeschoss von leuchtend roten Lamellen umhüllt (Ansicht Nordost)

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Photovoltaikanlage, Lichthöfe und Dachbegrünung

Als eine von Gras, Moos und Blumen bewachsene Dachschräge erhebt sich das Museum aus der hügeligen Landschaft von Skåde

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Blick aus nordöstlicher Richtung auf die prismenförmigen, unterschiedlich hohen Baukörper mit der Villa Florida im Hintergrund; der Eingang zur Bibliothek befindet sich links neben der Treppe

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Bibliothek „Sant Gervasi – Joan Maragall“ in Barcelona

Alter Baumbestand auf neuen Gründächern

Das Gebäude ist in zwei Teile gegliedert: einen zweigeschossigen, geschlossenen Bereich mit Mehrzweckraum, Bühne und Serviceräumen sowie einen weiträumigen, verglasten Bereich mit Foyer und Veranstaltungshalle (Südansicht)

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Festhalle in Neckartailfingen

Äste, Zweige und Blätter als Motiv für die Dachkonstruktion

Halb innen, halb außen, bietet das Haus einen geschützten Rahmen für die verschiedensten Nutzungen

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Mehrzweckgebäude in Barbing

Kleiner Flachdachbau mit großer Wirkung

Tribüne mit darunterliegenden Umkleiden

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An die erste Erweiterung schließt der neue, unterirdische Gebäudekomplex an

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Das Haus befindet sich in direkter Nachbarschaft zum Max-Planck-Institut für Astronomie und der Landessternwarte auf dem Heidelberger Königstuhl

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Eine 50 cm dicke Wand trennt das Gebäude von der südlich gelegenen Straße

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Das langgestreckte Gebäude fügt sich in die Umgebung ein

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Blick vom Sportplatz auf Südseite des Gebäudes

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Kirche, Pfarrhaus und Pfarrsaal bilden mit dem Vorplatz eine Einheit

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Theaterpodium im Zentrum von Rotterdam

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Das Obergeschoss kragt weit über das verglaste Erdgeschoss auf dem Sockel aus

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Die langen Flachbauten scheinen über dem Boden zu schweben

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Der Außenbereich der Jugendherberge wird enorm durch die genutzte Dachterrasse aufgewertet

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Jugendherberge in Bremen

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Mit einer Fuge von 60 cm zum Gelände nimmt die Gedenkstätte auch räumlich Abstand zur Vergangenheit.

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Opernhaus, vom Wasser aus gesehen

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Der Baukörper ist um 5% geneigt, die Fassade mit nach oben zunehmend dunkleren Brauntönen geschichtet

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