Lichtkuppeln

Material, Ausführung und Regelwerk

Eine Lichtkuppel als fertiges Bauelement besteht aus Kuppel und Aufsatzkranz. Bei den Aufsatzkränzen sind Produkte aus Stahl, Aluminium, glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) oder PVC erhältlich. Die Kuppeln selbst sind zumeist mit einem Einfassrahmen aus PVC-hart in Kombination mit einem aussteifenden Metallrahmen oder vereinzelt auch mit einem reinen Aluminium-Einfassrahmen lieferbar.

Gallerie

Kuppelschalen ohne jeglichen Einfassrahmen (nur punktuell gehalten) existieren als Billigvariante am Markt, sind jedoch – bedingt durch ihre freien ungeschützten Ränder – bei der Montage in besonderem Maße gefährdet. Für Lichtkuppeln werden heute meist Kunststoffe verwendet, seltener auch Gläser.

Zur Ausführung kommen zwei verschiedene Kunststoffe:

  • Thermoplaste – Polymethylmethacrylat/Acrylglas (PMMA), Plexiglas, Polycarbonat (PC) und Polyethylenterephthalat (PETG)
  • Duromere/Duroplaste – Polyesterharz (GF-UP oder kurz GfK)

Lichtkuppel-Elemente gibt es sowohl in lüftbarer als auch in starrer Ausführung. Varianten mit Zusatzausstattung ermöglichen neben dem Tageslichtgewinn und der Lüftungsmöglichkeit die Funktion eines Rauchabzugs.

Die untereinander einzuhaltenden Abstände zwischen Lichtkuppeln, Lichtbändern, Rauchabzugsgeräten und anderen Bauteilen sind in den Landesbauordnungen, in Normen und Richtlinien geregelt. Beim Einbau empfiehlt sich ein Mindestabstand von 50 cm (besser: 100 cm), um Anschluss- und Detailarbeiten sachgemäß ausführen zu können und den Wasserablauf zu gewährleisten.

In der DIN EN 1873: Vorgefertigte Zubehörteile für Dachdeckungen – Lichtkuppeln aus Kunststoff – Produktspezifikation und Prüfverfahren wird die Bestimmung des U-Wertes von Lichtkuppeln und Lichtkuppeln mit Aufsetzkranz geregelt. Neben dem U-Wert muss die zugehörige Abwicklungsfläche angegeben werden. Zudem ist eine Referenzgröße festgelegt, um die Produkte verschiedener Hersteller vergleichen zu können.

Bei der Wahl von Lichtkuppeln sollte auf folgende Eigenschaften geachtet werden:

  • Form der Kuppeln
  • Material der lichtdurchlässigen Teile
  • Anzahl der Schalen
  • U-Wert der Lichtkuppel in W/m²K (ohne Aufsatzkranz)
  • Uw-Wert
  • Arten der Öffnung für die Lüftungsfunktion
  • AW-Wert beim Einsatz als RWA
  • Eignung der Kuppel als Dachausstieg

Die DIN EN 1873 legt weiterhin fest, was die regelmäßige Wartung von Oberlichtern beinhalten soll: Dazu gehört die Reinigung der Bauelemente, das Prüfen und – falls notwendig – Ersetzen der Dichtungen, das Prüfen, Warten und eventuelle Austauschen von Zubehör sowie das Warten der Öffnungsvorrichtungen.

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