Überspanntes Amphitheater
Baustelle für eine Dachkonstruktion aus Massivholz in Vancouver
Spätestens wenn die Fußball-Weltmeisterschaft der Herren im Jahr 2026 in Kanada, den USA und Mexiko stattfinden wird, dürfte das neue PNE Amphitheater an der kanadischen Pazifikküste in den Blick der weltweiten Öffentlichkeit geraten. Eine spektakuläre Dachkonstruktion aus Massivholz wird dann die Veranstaltungsstätte des FIFA Fan Festival überspannen. PNE Amphitheater / Freedom Mobile Arch nennt sich das Projekt, das vom lokalansässigen Büro Revery Architecture entworfen wurde und künftig für Kultur-Großveranstaltungen – selbstverständlich auch weit über die WM hinaus – zur Verfügung steht.
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Schallschutz durch Holzkonstruktion
Die Konstruktion aus gebogenen Brettschichtholz- und Sperrholzelementen wird eine 105 Meter weite Fläche stützenfrei überspannen. Sternförmig münden die Träger an drei Ankerpunkten im Boden und bilden so drei Bögen mit jeweils 25 Metern Höhe aus. Die seitlich offene Struktur bringt neben Verschattung und Wetterschutz nicht zuletzt aufgrund des verwendeten Materials einen großen Vorteil mit: Der Zuschauerraum darunter, der Platz für 10.000 Menschen und große Kulturveranstaltungen aller Art bereithält, wird durch die Holzdachkonstruktion akustisch gedämmt.
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Neukonzeption der Parkanlage
Das gesamte Amphitheater ersetzt eine jahrzehntealte Freiluftspielstätte aus Beton an gleicher Stelle. Der Neubau ist im Hastings Park, einem 62 Hektar großen Stadtpark im Nordosten von Vancouver verortet. Die namensgebende Bauherrin ist die bereits 1910 gegründete Non-Profit-Organisation Pacific National Exhibition PNE, die als Betreiberin für mehrtägige Sommer- und Winterfestivals für Kultur und Sport sowie einen Vergnügungspark seit Jahrzehnten etabliert ist. Die Erneuerung der Spielstätte an gleicher Stelle zielt neben einer Modernisierung auch auf höhere Klimaschutzmaßnahmen der Stadt und des Betreibers ab, die gerade auch durch das aus der Region stammende Holz für das Dach generiert werden sollen. Grünflächen statt blanker Beton und ein neues Wassermanagement sowie Energiekonzept für den Stadtpark ergänzen die Bestrebungen.
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Die seit 2024 laufenden Bauarbeiten, die bis 2026 abgeschlossen werden, zeugen bereits von der Dimension des Projekts. Zwölf schlanke Traggerüste unterstützen die Errichtung der aufsehenerregenden Konstruktion. Die drei Auflager münden in Unterbauten, die als Massivbau aus Stahlbeton ausgeführt ist. Je nach Funktion sind die Bereiche unterschiedlich groß und treten etwa als ganzes Gebäude für die Bühne oder als kleinere Einheiten für Infrastruktur, Gastronomie und Nebenräume hervor. Für die Errichtung des Ortbetons kamen Rahmenschalungen aus Holz zum Einsatz.
