Wohnhaus in Born

Monolithische Holzfassade

Gallerie

Auf der Ostseehalbinsel Darß entstand nach Plänen des Berliner Architekten Norbert Möhring ein Doppelholzhaus in der vorpommerschen Boddenlandschaft. Aus der Geometrie des Grundstücks resultiert die Gebäudeanordnung von zwei zueinander verschobenen Baukörpern: dem 5,00 m x 18,00 m großen Wohnhaus und dem 3,00 m x 9,00 m großen Nebengebäude, welches als Kellerersatz dient. Die beiden Gebäude in Holzrahmenbauweise reihen sich mit ihrer städtebaulichen Maßstäblichkeit und Proportion in die ortstypische Bauweise von Scheunengebäuden ein; dabei wird die Dachneigung der meist rohrgedeckten Häuser der Region übernommen.

Im Zwischenraum der beiden Gebäudekörper entsteht der Zugang zum Wohnhaus. Der Raum dient als Windfang und Verbindungsflur. Er ist mit einem Glasdach gedeckt und über Schiebetüren zugänglich. Durch das Öffnen der Schiebetüren wird die Nutzung als Loggia sowie die visuelle Verbindung zwischen dem intimen Hof auf der Gartenseite und dem Vorgarten auf der Straßenseite möglich. Das Konzept des Wohnhauses besteht aus einem offenen Grundriss, mit einem lichtdurchfluteten zweigeschossigen Wohnraum, der das gesamte Raumvolumen des Baukörpers erfahrbar macht, aber dennoch introvertierte, geborgene Rückzugsräume bietet.

Fassade
Durch die reduzierte Detaillierung der Außenfassaden strebt der Architekt die Verwandtschaft zu den schmucklosen regionalen Scheunentypen an. Die Materialkombination von unbehandeltem Lärchenholz, Sichtbeton und Aluminium wird sich durch den Vergrauungsprozess des Holzes farblich angleichen, um nach Aussage des Architekten „die Gebäude nach außen noch homogener und schlichter erscheinen zu lassen“. Die Materialien sind unbehandelt verwendet und werden ihre Gestalt nur durch die natürliche Verwitterung verändern.

Außenwand und Dach sind mehrschalige, hinterlüftete Konstruktionen: Die Außenwände besitzen eine 220 mm dicke Mineralwolledämmung, das Dach ist mit 300 mm gedämmt, womit die zur Zeit des Baus gültige Energieeinsparverordnung (EnEV) deutlich unterschritten werden konnte. Die Holzfassaden bestehen aus sägerauhen Lärchenbrettern mit zwei 24 mm dicken Schalungsebenen, die hinterlüftet sind. Die Schalung verläuft senkrecht ohne Stoßfugen und legt sich monolithisch über den Baukörper. Die 50 mm breite Belüftungsebene besteht aus zwei Unterkonstruktionslagen. Die Fassade ist sichtbar mit Edelstahlschrauben befestigt. Brettraster und Fensterraster sind aus der Rohbaukonstruktion abgeleitet und mit großer Sorgfalt im Detail auf einander abgestimmt.

Fenster, Holzschalung und Betonsockel liegen bündig in einer Ebene, um die Form der Baukörper nicht durch Versprünge zu unterbrechen. Der 300 mm hohe Betonsockel sorgt für den notwendigen konstruktiven Holzschutz. Die Holz-, Aluminiumfenster sind nach außen öffnende Blockfenster, die sich mit ihren verdecktliegenden Scherenbeschlägen bündig in die Fassadenfläche einfügen. Im Innern wurden die weiß lackierten Holzrahmen vollständig in die Wand integriert, sodass die Fenster wie ausgeschnittene Öffnungen erscheinen und einen ungehinderten Blick ins Freie erlauben.

Bautafel

Architekten: Norbert Möhring, Berlin
Projektbeteiligte: HEG - Beratende Ingenieure, Berlin (Tragwerksplanung)
Bauherr: privat
Fertigstellung: 2005
Standort: Bäckergang, Born
Bildnachweis: Stefan Melchior, Berlin

Kontakt Redaktion Baunetz Wissen: wissen@baunetz.de
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