Zahnarztpraxis in Ingolstadt

Wärmedämmverbundsystem mit flächenbündigen Fenstern

Zwischen einem Gewerbegebiet mit Einkaufszentrum und einer weitläufigen Wohnsiedlung entstand im Norden Ingolstadts eine Praxisklinik für zwei Zahnärzte. Der zweigeschossige Neubau basiert auf den Plänen der Architekten Neuburger, Bohnert und Müller und ist als prägnanter Solitär auf einem großzügig dimensionierten Grundstück angeordnet.

Gallerie

Patienten betreten die Praxis über einen westlich gelegenen Eingang mit Anmeldung, von wo sie in die beiden Warteräume und die Behandlungszimmer gelangen. Die Büros der Mitarbeiter befinden sich hinter der Empfangstheke und erstrecken sich entlang der verglasten Südostfassade. Alle Räume gruppieren sich um einen zentralen Kern, in dem eine Treppe nach oben führt.

Das Obergeschoss beherbergt Laborräume, einen Röntgen- und Nebenraum sowie eine Lounge für Privatpatienten, an die sich die dazugehörigen Behandlungszimmer angliedern. Entlang der Fassaden sind vier Dachterrassen mit verglasten Umfassungswänden zwischen den einzelnen Raumgruppen angeordnet. Das Obergeschoss wirkt auf diese Weise offen, das ganze Gebäude erhält viel Tageslicht. Die Treppe ist durch ein Oberlicht zusätzlich natürlich belichtet.

Der rechteckige Baukörper ist von grau verputzten Fassaden umhüllt, in denen große Fenster und Verglasungen flächenbündig eingelassen sind. Die kompakte Gebäudeform wird durch den zurückgesetzten Eingang und die eingeschnittenen Dachterrassen durchbrochen.

Wärmedämmung/Konstruktion
Das Gebäude ist teilunterkellert und in Massivbauweise mit Wänden und Decken aus Stahlbeton errichtet. Auf die Wandaußenseite wurde ein Wärmedämmverbundsystem aufgebracht. Die 17 cm dicke Wärmedämmung besteht aus Polystyrol-Hartschaumplatten (PS) und entspricht der Wärmeleitfähigkeitsgruppe (WLG) 035.

Über dem zurückgesetzten Eingang ist die Deckenuntersicht mit 10 cm dicken PS-Hartschaumdämmplatten der WLS 022 verkleidet. Die Fenster und Fenstertüren mit Zweifachverglasung bestehen aus Aluminium und wurden flächenbündig in das Wärmedämmverbundsystem eingebaut. Im Bereich des Kellers kam eine 12 cm dicke, druckfeste Perimeterdämmung aus Polystyrol-Extrudierschaum (XPS) der Wärmeleitfähigkeitsgruppe 040 zum Einsatz.

Das bekieste Flachdach hat eine 16 bis 36 cm starke Gefälledämmung aus Polyurethan-Hartschaum (PUR) der  WLG 040, die begehbaren Dachterrassen erhielten einem Betonsteinbelag und eine PUR-Gefälledämmung in 16 bis 21 cm Dicke. Unter der Bodenplatte kam eine 14 cm dicke druckfeste Perimeterdämmung aus Polystyrol-Extruderschaum mit einer WLG von 040 zum Einsatz.

Bautafel

Architekten: Neuburger, Bohnert und Müller Architekten, nbundm, München/Ingolstadt
Projektbeteiligte: Ingenieurbüro Michael Heubl, Ingolstadt (Tragwerksplanung), Innenarchitektur Meier, Ingolstadt (Innenarchitektur)
Bauherr:
privat
Fertigstellung: 2012
Standort: Godramsteiner Str. 8, 85049 Ingolstadt
Bildnachweis: Henning Koepke, München

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