Ein Gerüst aus Glas
Kunstvolle Installation aus Glasprismen
Bereits im Jahr 2023 beeindruckte eine Installation aus verwobenen Glasprismen die Pariser Öffentlichkeit: Im Garten des Palais-Royal befand sich eine 15 Meter hohe Konstruktion aus 1.400 Glasstäben, die das Atelier Emmanuel Barrois gemeinsam mit dem Ingenieurbüro Bollinger+Grohmann entwickelt hatte. Das Kunstwerk „Réflexions“ sollte Licht und die namensgebenden Reflexionen thematisieren, wobei durch die Prismen und die Lichtbrechung wechselnde Farbeffekte entstanden. Gleichzeitig stand der hohe Turm aber auch für eine ingenieurtechnische Meisterleistung. Über sternförmige Stahlknoten waren die filigranen Elemente aus dem ansonsten fragilen Material Glas zu einem dreidimensionalen, komplexen Fachwerk verbunden.
Galerie
Seither ist die Installation zu einem rekonfigurierbaren Ausstellungsobjekt geworden. Nicht zuletzt gastiert eine Skulptur in abgewandelter Form auf der Messe glasstec, die Ende Oktober 2026 in Düsseldorf stattfand. Mit der Sonderschau „glass technology live“ in Messehalle 11 wurde für verschiedene Institutionen und Unternehmen eine Plattform für experimentelle und innovative Produkte oder Objekte aus Glas geboten. Dabei soll eine Schnittstelle zwischen Forschung und Industrie geschaffen werden, die neue Möglichkeiten der Anwendung von Glas in Architektur und Bauwesen aufzeigt.
Galerie
Die Version der Installation „Réflexions“ wird in der temporären Messeausstellung aus 4 × 4 Prismenkuben zusammengesetzt sein und 5 Kuben in die Höhe ragen. Jeder Würfel ist dabei einen Meter breit und hoch. Die begehbare Skulptur erlaubt gleichzeitig besondere Einblicke und Perspektiven. Diese werden durch einen auf dem Boden montierten Spiegel verstärkt, sodass die Gerüstkonstruktion abermals reflektiert und optisch vervielfacht wird.
Das seit 30 Jahren an der Schnittstelle von Handwerk, Architektur, Kunst und Design agierende Atelier Barrois verbindet traditionelle Glasmacherkunst mit moderner industrieller Fertigung. Dabei geraten zunehmend auch Aspekte der Nachhaltigkeit und Wiederverwendung in den Fokus: Rund zehn Prozent der Glaselemente in „Réflexions“ sind aus industriellen Glasverschnitten gefertigt.
