Startup Village in Jülich

Nachhaltige Ideen - Nachhaltig fördern

Im nordrhein-westfälischen Jülich entsteht der Brainergy-Park, geplant vom Amsterdamer Planungsbüro Julius Taminiau Architects. Die drei Kommunen Jülich, Niederzier und Titz sowie der Kreis Düren haben sich zusammengeschlossen, um ein interkommunales Gewerbegebiet mit 52 Hektar Fläche zu errichten. Auftraggeber ist die Namensträgerin Brainenergy Park Jülich GmbH. Die Leistungsphasen 4 bis 8 übernahm das Büro Z Plus Architektur aus Titz-Rödlingen.

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Unter dem Motto nachhaltige Ideen – nachhaltig fördern siedeln sich auf dem neuen Campus junge und mittelständische Unternehmen, Gründerteams und Forschungseinrichtungen an, die sich mit neuen Energien, Energiewende, Digitalisierung und Bioökonomie beschäftigen. Die Förderung der jungen Unternehmen schafft neue Arbeitsplätze in der Region. Standort für das ambitionierte Projekt ist das ehemalige Gelände des internationalen Nachrichtensenders Deutsche Welle. Bis 2009 wurden die insgesamt 34 Sendetürme seines Radiosenders von einer Vielzahl von Anbieter*innen genutzt; 2010 folgte der Abriss der Antennenmasten. Ganze vierzehn Jahre später, nachdem auch die dazugehörige Bebauung entfernt worden war, begann die Errichtung des Brainergy-Parks. 

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Ein Dorf im Industriegebiet

Im Zentrum des Geländes steht nun das Startup-Dorf. Es bietet auf 1.000 Quadratmetern Bruttogrundfläche Raum für Büros, Veranstaltungen, Workshops und Gemeinschaft. Das Projekt setzt auf einen Common-Space, der als Treffpunkt und Netzwerkzentrum für alle Nutzer dient. Bei der Gestaltung ließen sich die Architekt*innen deshalb von der städtebaulichen Fügung der umliegenden Kommunen inspirieren: Der Campus besteht aus einem zentral gelegenen Hauptgebäude für Veranstaltungen und Gemeinschaft, an das sich kubische Büroeinheiten, Arbeits- und Workshopräume angliedern. Sie unterscheiden sich in ihrer Größe, Höhe, Ausrichtung und Farbe und ordnen sich rings um das Hauptgebäude herum an. 

Die Anordnung folgt einem Plan: Ein hexagonales Raster legt Abstände und Ausrichtungen der 9 bis 95 Quadratmeter großen Module fest. Nur die begrünten Inseln schaffen Symmetrie. Sie dienen als Orte für Kommunikation und Rückzug. Um die sechseckigen Grünzonen reihen sich die variierenden Einheiten Seite an Seite.

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Südöstlich prägt eine großzügige Dachterrasse das Dorf; zwei Freitreppen führen hinauf. Im Norden erschließt eine weitere Hochebene mit Sitzgelegenheiten zusätzliche Arbeitsmodule. Die Dachflächen dienen nicht nur als Terrasse und Erschließungsfläche, sondern bieten durch intensive Begrünung Lebensraum für Insekten und fördern so die regionale Biodiversität. Eine Brüstung aus schmalen, eng stehenden Holzstäben fasst die erhöhten Freiräume ein und bildet ein durchlässiges Band, das das verstreute Dorf symbolisch umschließt und zusammenhält.

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Natürliche Ressourcen und Rückbaubarkeit

Schon in der Planung berücksichtigten die Architekten den Lebenszyklus der Bauteile, den Energiebedarf des Campus und mögliche Erweiterungen. Nur das Hauptgebäude ruht auf einer Sohlplatte aus Beton; die kleineren Module stehen auf verschraubten Stahlstützen, die eine einfache Demontage erlauben. Bretter und Balken der monolithischen Modulbauten bestehen überwiegend aus regionalem Schadholz, das von Bäumen mit Borkenkäferbefall stammt. Die Verbindung von Brettern und Balken erfolgt – im Sinne der Kreislaufwirtschaft – leimfrei und nahezu ohne Fremdmaterial. Holzdübel ersetzen Klebstoffe und erleichtern so den Rückbau am Ende der Nutzungsdauer.

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Die Module wurden in einer nahegelegenen Produktionsstätte vorgefertigt, zur Baustelle transportiert und direkt an der vorgesehenen Position platziert. Der Zusammenschluss der größeren Raumeinheiten erfolgte ebenfalls auf der Baustelle, wobei mehrere Einheiten miteinander verbunden wurden. Ihre Wiederverwendung ist in mehreren Größenordnungen denkbar. Auch die Trennung der einzelnen Bauteile und ein erneuter Einsatz von Wand- oder Deckenelementen in zukünftigen Bauprojekten sind möglich. -ds

Bautafel

Architektur: Julius Taminiau Architects, Amsterdam

Projektbeteiligte: Z Plus Architektur, Titz-Rödlingen (LP 4-8); C. Hagedorn Ingenieure, Göppingen (Statik); Staufer Holz, Rheinau (Holzmodulhersteller)

Bauherr*in: Brainenergy Park Jülich GmbH, Jülich

Fertigstellung: 2026

Standort: Am Brainenergy Park, Jülich

Bildnachweis: Norbert Wunderling, Julius Taminiau (Bilder und Pläne); Gina Bolle (Baustellenbilder)

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Nördliche Eingangsseite: Ähnlich dem Prinzip eines Schwarms sind die Module der Akademie für Internationale Zusammenarbeit in Bonn-Röttgen zusammengefügt.

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Südseite des lang gestreckten Schulhauses in der Gemeinde Santa Maria Siché

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Das Forum Thomanum wurde um eine private Grundschule mit Hort nach Plänen von W&V Architekten erweitert.

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Grundschule Forum Thomanum in Leipzig

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Die Eingangsseite der Volksschule Hallwang richtet sich nach Süden zum Pausenhof

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Volksschule Hallwang bei Salzburg

Holzhybridbau mit regionalem Holz und Photovoltaik

Umgeben von dichtem Baumbestand und weitläufigen Feldern befindet sich zwischen mehrgeschossigen Wohnbauten die fünfzügige Grundschule Rahewinkel nach dem Entwurf des Planungsbüros Rohling Architekten Ingenieure

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Das markante, mehrfach gefaltete Dach schafft einen Bezug zu den Wohnhäusern in der Nachbarschaft

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Holzhybridbau mit viel Tageslicht und Photovoltaik auf dem Dach

Ein wesentliches Ziel der Planung durch Architekt Pietro Carlo Pellegrini aus Lucca war die Schaffung möglichst guter raumklimatischer Bedingungen bei einem geringen Einsatz von Energie (Südansicht)

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Tonziegel und Kalkputz für ein gutes Raumklima

Ein imposantes, skulpturales Reetdach zeichnet das Wattenmeerzentrum nach Plänen von Dorte Mandrup aus

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Wattenmeerzentrum in Ribe

Schilfrohr und Robinienholz für Dachflächen und Fassaden

Ein verglastes Foyer verbindet den Konferenzsaal mit dem dunkel bekleideten Lagergebäude (Nordansicht)

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Konferenzzentrum IHD in Dresden

Tonnendach mit rautenförmig vernageltem Fichtenholz

Der verglaste Haupteingang an der Westseite liegt zurückversetzt und witterungsgeschützt, angegliedert ist ein Abstellraum für Tretroller und andere Gefährte

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Kinderhaus am Entenbach in Lauterach

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Der Gebäuderiegel folgt dem Geländeverlauf von Norden nach Süden (Südwestansicht)

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JJW Architects entwarfen ein einladendes Schulhaus mit verspringenden Ebenen und abwechslungsreichen Außenräumen

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Städtischer Anziehungspunkt im Niedrigenergiestandard

Das Kinderhaus Finkenburg besteht aus zwei verschieden großen Seitenhäusern und einem verbindenden Riegel (Nordostansicht)

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Kinderhaus Finkenburg in Waiblingen

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Der zweigeschossige Holzbau orientiert sich klar nach Südwesten und zu den übrigen Wohnhäusern

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Ansicht Nordwest mit altem Baumbestand

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Das Hortgebäude ist eingebettet in Park- und Sportanlagen

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Ansicht Nordost: Die Fassade ist mit unbehandeltem Lärchenholz bekleidet

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Die Leselounge als Teil eines Luftraums über drei Etagen

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Ansicht Nord: In die vertikale Holzschalung des Neubaus sind raumhohe Glasflächen und horizontale Fensterbänder eingeschnitten

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Agrarbildungszentrum Salzkammergut in Altmünster

Regionale Weißtanne für Tragwerk, Gebäudehülle und Innenausbau

Fließende Außenräume zwischen den Blocks, die aus  jeweils zwei Gebäudeflügeln bestehen

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Die Obergeschosse sind umhüllt von hellen Paneelen, die Fassade des Sockelgeschosses besteht aus Holz

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Grundschule Klein Flottbeker Weg in Hamburg

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Ansicht von Westen

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Universitätscampus in Masdar/UAE

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Süd-Ost-Ansicht mit Eingangsbereich

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Schulungszentrum in Brescello/I

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Der Eingang befindet sich im Südwesten des kompakten Baukörpers

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Volksschule Mauth in Wels

Lernen hinter goldenen Fenstern

Der Komplex zeigt keine Fensteröffnungen zur Umgebung

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Ausbildungszentrum in Nyanza

Traditionelle Bautechniken von lokalen Handwerkern ausgeführt

Die gebogene Haupthalle der Newport Highschool oder auch Ysgol Uwchradd Casnewydd auf walisisch

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Schule in Damaskus

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Das rötliche Holz prägt die Außenfassade der Schule

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Science College Overbach in Jülich

Passivhausschule mit optimierter Tageslichtnutzung

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Schülerhaus Friedrich-Eugens-Gymnasium in Stuttgart

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St. Emmeram Realschule in Aschheim

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Campus

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Kompakter Bau aus regionalen Materialien

Centre for Sustainable Energy Technology in Ningbo

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Nachhaltigkeit erforschen

Jetzt energetisch sanieren!

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