Kreishaus in Hameln

Gebäudeausrichtung als Teil des Energiekonzeptes

Das Kreishaus in Hameln besteht aus einem straßenseitigen Kopfbau und fünf länglichen Gebäudeteilen, die sich zu einem dahinter liegenden Park öffnen. Ein dort angelegter Teich bildet das zentrale landschaftliche Gestaltungselement und dient zudem als Reservoir für das Regenwasser. Die fünf viergeschossigen Riegelbauten werden von einer zentralen Eingangshalle erschlossen, die sowohl von der Straße als auch vom Park zugänglich ist. Der Kopfbau folgt mit seiner dynamisch geschwungenen Fassade im Eckbereich dem Straßenverlauf. Im Inneren dieses Gebäudeteils sind die Besprechungsräume angeordnet. Die hohe Transparenz der Fassaden schafft helle, lichtdurchflutete Räume.

Gallerie

Gebäudetechnik
Das Kreishaus ist als Niedrigenergie-Bürogebäude konzipiert. Ein wichtiges Element des Energiekonzepts ist die Gebäudeausrichtung. Sie ermöglicht eine optimale Solarenergienutzung und einen hohen Anteil an Tageslicht während des gesamten Jahres. Zudem wirkt sich ein hoher Tageslichtanteil positiv auf das Wohlbefinden der Mitarbeiter aus. Um die im Jahreszyklus unterschiedlichen Umgebungsfaktoren zu erfassen, haben die Architekten bereits im Entwurf die Besonnungs- und Verschattungssituationen unter Berücksichtigung der Himmelsrichtungen, Tageslichtverhältnisse, Nachbarschaft und die Wärmespeicherkapazität berücksichtigt. Als Ergebnis wurden die von außen verschatteten Bürobereiche mit einer Wärmeschutzverglasung versehen, während in den Bereichen ohne äußeren Sonnenschutz eine Sonnenschutzverglasung eingesetzt wurde.

Sämtliche Büroflächen werden ausschließlich über die Fenster belüftet und sind so von den Nutzer individuell steuerbar. Nachts können die Öffnungsflügel der Fenster für die Lüftung genutzt werden. Vorgehängte Glaselemente schützen die Räume vor Regen. Nur wenige Sonderbereiche sind mit einer Lüftungsanlage ausgestattet.

Im Sommer werden die Büroräume durch eine Bauteilaktivierung gekühlt. Für die wasserdurchströmten Rohrregister in den Geschossdecken wird das Grundwasser eines bestehenden Brunnens genutzt. In speziellen Bereichen, die aufgrund der höheren inneren Lasten auch eine erhöhte Kühlleistung erfordern wie z.B. die Datenverarbeitungsräume und der Sitzungssaal, sorgt eine konventionelle Kältemaschine für angenehme Raumtemperaturen. Gleichzeitig stellt sie im Fall einer eventuellen Störung im Bereich der Brunnenanlage die Betriebssicherheit der EDV-Anlagen sicher. In den Wintermonaten übernehmen die Rohrregister innerhalb der Betondecken die Grundlast der Heizung, so dass die Heizkörper in den Büroräumen kleiner dimensioniert werden konnten. Die Wärmebereitstellung erfolgt über zwei in Kaskade geschaltete Gas-Brennwert-Heizkessel.

Im Rahmen der Qualitätssicherung wurde kurz vor Fertigstellung des Gebäudes eine Blower-Door-Dichtigkeitsprüfung der Gebäudehülle durchgeführt. Mit einer Luftwechselrate (n-Wert) von 1,2 pro Stunde blieb der Wert unter dem in der Energieeinsparverordnung vorgeschriebenen Grenzwert von 1,5.

Bautafel

Architekten: Hascher Jehle, Berlin mit dsw Architekten und Ingenieure, Berlin
Projektbeteiligte: Assmann Beraten + Planen, Braunschweig (Projektsteuerung), EGS-Plan, Stuttgart-Braunschweig, (Bauphysik, Energiekonzept, HLK-Planung); EPS Planungsgruppe, Bad Pyrmont (Planung Sanitär); Neukirchen + Schulz, Goslar (Thermische Bauteilaktivierung); Zacharias Haustechnik, Hameln (Klima-/Lüftungsinstallation)
Bauherr: Landkreis Hameln-Pyrmont
Fertigstellung: November 2005
Standort: Süntelstr. 9, 31785 Hameln
Bildnachweis: Svenja Bockhop, Berlin

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