Markisen im Betonskelett
Senkrechtmarkise für Großeinsätze im Wohnquartier Neumatt 2.0 in Stein
Das Örtchen Stein liegt unmittelbar an einer Rheinbiegung, die hier die deutsch-schweizerische Grenze bildet. Im Norden, in Nachbarschaft eines Schulzentrums, wurde 2025 der zweite Teil eines neuen Wohnquartiers fertiggestellt. Für Neumatt 2.0 planten Birri Architekten vier Mehrfamilienhäuser mit umlaufenden Balkonen und großformatigen Fenstern – geschützt von Senkrechtmarkisen.
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Insgesamt 76 Wohnungen bietet das Ensemble. Die viergeschossigen Punkthäuser umgibt jeweils ein Gitter aus Betonstützen und -trägern, hinter dem sich tiefe, umlaufende Balkone befinden. Der helle Beton, zarte Geländer und perlgraue Markisentücher lassen die tiefe Balkonschicht extra luftig erscheinen. Sie kaschiert zugleich, dass es sich eigentlich um Massivbauten handelt. Die Fassaden bestehen aus hinterlüfteten Holzpaneelen, im Wechsel mit großformatigen Holz-Metall-Fenstern und -Fenstertüren. Dank der Hebeschiebesysteme sind die Zugänge zu den Balkonen schwellenarm.
Die raumhohen Glasflächen lassen viel Tageslicht in die Wohnungen, das dort auf helle Wände, Eichenparkett und sorgfältig geschalte Sichtbetondecken trifft. Die Erschließung liegt im Zentrum der Punkthäuser. Hier verbinden Treppen und Aufzüge die Wohngeschosse mit der Tiefgarage, in der auch Ladestationen für E-Fahrzeuge vorhanden sind. Gemeinschaftsräume und Grünflächen ergänzen das Ensemble. Das Quartier wurde im Minergie-P-Standard realisiert, einem Schweizer Baustandard für Niedrigstenergie-Gebäude. Entsprechend wurde auf langlebige Baukonstruktionen, einen reduzierten Energieverbrauch sowie ressourcenschonende Gebäudetechnik geachtet, bei zugleich ausgewogenem Raumklima.
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Senkrechtmarkise für Großeinsätze
Um direkte Sonnenstrahlung und eine Aufheizung der Wohnungen zu vermeiden, kamen Senkrechtmarkisen zum Einsatz. Der Hersteller MHZ lieferte 464 Anlagen des Typs zip 6. Mit bis zu 3,95 Metern Breite und 3,30 Metern Höhe können sie nicht nur die großformatigen Fenster verschatten, sondern auch die Felder des Betonrasters entlang der Balkone ausfüllen. Auf diese Weise entstehen vor Sonne und fremden Blicken geschützte Außenbereiche direkt vor den Wohnräumen, die auch als klimatische Pufferzonen fungieren.
Die zip 6 ermöglicht sogar Anlagen von bis zu 6,00 m Breite und 3,50 m Höhe. Um selbst bei großen Ausführungen ein gleichmäßiges Auf- und Abwickeln des Tuchs zu gewährleisten, ist eine patentierte Wellenausgleichsvorrichtung integriert. Die Senkrechtmarkise wurde aber nicht nur wegen ihrer enormen Größe gewählt, sondern auch wegen ihres reduzierten Designs und der mit gerade einmal 110 mm Höhe besonders schlanken Kassette. Somit ließ sich trotz der unterschiedlichen Fensterformate ein einheitliches Fassadenbild gestalten.
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