Zusammenwirken von Wasserlöschanlagen und RWA
VdS-Merkblatt 2815 zum Brandschutz (Ausgabe 2026-05)
Während Sprinkleranlagen Brände frühzeitig kontrollieren oder begrenzen sollen, dienen Rauch- und Wärmeabzugsanlagen der Ableitung von Rauch und Sicherstellung raucharmer Bereiche für die Rettung und Brandbekämpfung. Zielkonflikte können entstehen, wenn Rauchabzüge die Wirksamkeit von Sprinkleranlagen beeinflussen oder Luftströmungen das Brandverhalten verändern.
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An Errichterfirmen und Architekten, Fachplaner und Sachverständige richtet sich das VdS-Merkblatt zum Brandschutz: Zusammenwirken von Wasserlöschanlagen (WLA) und Rauch- und Wärmeabzugsanlagen (RWA). Es soll dabei unterstützen, bereits in frühen Planungsphasen eine Abstimmung hinsichtlich des anlagentechnischen Brandschutzes zu erzielen.
Zentral ist die Erkenntnis, dass Sprinkleranlagen und Rauchabzüge nicht isoliert betrachtet werden dürfen. Die Systeme haben unterschiedliche Schutzziele, beeinflussen sich jedoch gegenseitig. Für ein belastbares Brandschutzkonzept ist ihr Zusammenwirken abzustimmen. In Lager- und Industriegebäuden mit automatischen Löschanlagen beispielsweise können ungeeignete Rauchabzugskonzepte die Aktivierung oder Wirksamkeit von Sprinklern beeinträchtigen. Das VdS-Merkblatt 2815 greift auch internationale Entwicklungen auf und verweist auf die Abstimmung mit Anforderungen für ESFR (Early Suppression Fast Response) -Sprinkler und moderne Lagerkonzepte.
Zu beachten ist, dass Luftströmungen, Nachströmöffnungen und thermische Effekte das Brandgeschehen maßgeblich beeinflussen – insbesondere in großflächigen Industrie- und Lagerbereichen. Eine integrale Betrachtung aller brandschutztechnischen Maßnahmen und enge Abstimmung der Fachplaner ist notwendig.
Das Merkblatt, erschienen im Mai 2026, steht als PDF zum Download kostenfrei auf der Webseite des VdS zur Verfügung (siehe Surftipps).
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