Schwarz-Weiß-Trennung im Feuerwehrhaus
Informationsschrift der HFUK Nord
Die Hanseatische Feuerwehr-Unfallkasse Nord (HFUK Nord – Feuerwehr-Unfallkasse für Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein) hat mit dem Infoblatt Schwarz-Weiß-Trennung im Feuerwehrhaus eine fundierte Orientierungshilfe zur Vermeidung von Kontaminationen bei der Feuerwehr erarbeitet.
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Bereits bei der Einsatzplanung wird deutlich, dass Hygieneschutz nicht erst am Einsatzort beginnt, sondern integraler Bestandteil jeder Strategie sein muss. Die Feuerwehrangehörigen sollen frühzeitig für Risiken sensibilisiert und in effektive Schutzmaßnahmen eingewiesen werden. Kontaminationen sind unbedingt zu vermeiden – sowohl von Gefahrstoffen als auch von biologischen Gefahrenquellen.
Idealerweise beginnt die Vermeidung von Kontaminationen mit der Beschaffung geeigneter persönlicher Schutzausrüstung (PSA). Atem- und Hautschutz sind nur zweckmäßig, wenn die Einsatzkleidung, der Helm und das Schuhwerk bereits auf Infektions- und Gefahrenabwehr ausgelegt sind. Sofern bei der Planung nicht berücksichtigt, können bereits gebrauchte Schutzmittel zur Gefahr für die Einsatzkräfte werden. Deshalb ist es wichtig, bereits in der Ausschreibung auf leicht zu reinigende Materialien und abschließbare Behältnisse für kontaminierte Ausrüstung zu achten.
Ein weiterer Aspekt ist die systematische Schulung der Mitarbeiter – sie gilt als Grundvoraussetzung für sichere Hygieneprozesse. Das Infoblatt beschreibt, wie das bereitgestellte Medienpaket der HFUK Nord – bestehend aus Filmsequenzen, Powerpoint-Präsentationen und Begleitheft – als effektives Schulungsinstrument gedacht ist. Die didaktische Verbindung von Theorie, visueller Darstellung und praktischen Übungen ermöglicht intuitiven Zugang zum Thema. Bei kontrollierter Kontaminationsverschleppung kommt es darauf an, nicht allein über Vorschriften zu informieren, sondern ein Verständnis der Abläufe zu vermitteln.
Besondere Aufmerksamkeit richtet sich auf die Handhabung kontaminierter Einsatzkleidung. Sofort nach dem Einsatz sind kontaminierte Teile getrennt zu lagern, idealerweise bereits am Einsatzort verpackt – um Risiken für Einsatzkräfte und andere Feuerwehrmitglieder zu minimieren. Die Verfahrensanweisung ist verknüpft mit der Aufforderung, die Verantwortung für Hygiene auf alle Ebenen zu verteilen: Die Gemeinde als Unternehmerin muss Baulichkeiten bereitstellen, die deutschen Unfallverhütungsvorschriften entsprechen, etwa mit separaten Räumen zum Umkleiden und Duschen.
Die HFUK Nord benennt Standards, die alle Feuerwehren erfüllen sollten – unabhängig von der Größe. Selbst kleine Ortswehren müssen über Duschmöglichkeiten verfügen, um Einsatzkräfte rasch dekontaminieren zu können. In vorbildlichen Wehrstrukturen zeigen sich bereits umgesetzte Maßnahmen: Beispielsweise spezielle Laderäume für Einsatzkleidung, die an geregelter Stelle des Feuerwehrhauses positioniert sind. Damit ausgestattet, wird eine systematische Unterweisung ebenso unterstützt wie die sichere Logistik in der Waschversorgung und Lagerung kontaminierter Ausrüstung.
Im Ergebnis demonstriert das Infoblatt: Hygienemanagement ist weit mehr als persönliche Schutzmaßnahmen. Es beginnt bei der Ausstattung, zieht sich durch Schulung und Prozessgestaltung und endet bei klar zugewiesener Verantwortlichkeit und Infrastruktur. Gemeinden als Verantwortliche müssen gewährleisten, dass bauliche Voraussetzungen wie getrennte Umkleideräume und sichere Waschkonzepte vorhanden sind. Folglich sind alle Einsatzkräfte dazu angehalten, an Hygieneprozessen mitzuwirken – beginnend bei der Einsatzplanung bis hin zur Dekontamination nach dem Einsatz.
Die Informationsschrift der HFUK Nord kann kostenfrei als PDF-Download über deren Webseite bezogen werden (siehe Surftipps).
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