Brandschutz in Hotellerie- und Gastronomiebetrieben
Publikation der IHK München und Oberbayern
Weil in Hotels, Gasthäusern oder anderen Beherbergungsbetrieben viele ortsunkundige Menschen zusammenkommen und zudem technische Brandrisiken wie in Küchen bestehen, spielt der vorbeugende Brandschutz eine wichtige Rolle. Brandereignisse in solchen Betrieben enden selten glimpflich: Sie können Menschenleben gefährden, hohe Sachschäden verursachen, zu langwierigen Betriebsausfällen sowie Imageschäden führen. Verantwortlich für die Sicherheit ist der Betreiber – er muss für die Umsetzung baulicher, anlagentechnischer und organisatorischer Maßnahmen Sorge tragen. Damit im Brandfall ein sicheres Verlassen des Gebäudes möglich ist und Rettungs- und Einsatzkräfte wirkungsvoll agieren können.
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Die Publikation Brandschutz in Hotellerie und Gastronomiebetrieben – Antworten auf die 10 wichtigsten Fragen der IHK für München und Oberbayern ist im Januar 2026 in aktualisierter Form erschienen. Erläutert werden die rechtlichen Rahmenbedingungen, die sich aus den Bauordnungen der Länder ergeben sowie spezielle Vorschriften wie die Beherbergungs- oder Versammlungsstättenverordnung. Wie ein Betrieb einzuordnen ist, hängt auch von der Anzahl der Betten und Gäste ab.
Der Bestandsschutz ist ein wiederkehrendes, oft vernachlässigtes Thema im Bereich der Hotellerie und Gastronomie. Rechtmäßig errichtete und genutzte Gebäude genießen grundsätzlich Schutz vor rückwirkenden behördlichen Eingriffen. Im Falle erheblicher Änderungen oder bei Gefahr für Leben und Gesundheit endet der Schutz jedoch: Dann kann eine Nachrüstpflicht auf den Betreiber zukommen, auch wenn der ursprüngliche Zustand genehmigt war.
In dem Leitfaden sind die Unterschiede der verschiedenen Arten des Brandschutzes dargelegt. Es wird erläutert, woran sich ein Handlungsbedarf erkennen lässt und wie dieser zu bewerten ist, welche konkreten Anforderungen sich im Falle eines Umbaus oder einer veränderten Nutzung ergeben.
Zur Frage der Haftung im Schadensfall wird klargestellt, dass Betreiber eine weitreichende Verantwortung tragen. Versäumnisse bei der Umsetzung öffentlich-rechtlicher Vorgaben können zivil- und strafrechtliche Folgen haben. Auf der anderen Seite erhöhen zusätzliche technische Einrichtungen oder erweiterte Schulungs- und Übungsprogramme nicht nur die Sicherheit; sie können auch betriebliche und wirtschaftliche Vorteile mit sich bringen.
Der Leitfaden bietet Orientierungshilfe für alle, die Hotels und gastronomische Betriebe errichten, betreiben oder verändern. Er informiert über die Voraussetzungen des vorbeugenden Brandschutzes und stärkt die Handlungssicherheit der Verantwortlichen.
Das 16-seitige Dokument steht auf den Webseiten der IHK München (siehe Surftipps) als PDF zum Download kostenfrei zur Verfügung.
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