Zwischen Passau und Linz liegt die kleine,
oberösterreichische Gemeinde Haibach ob der Donau mit rund
1.300 Einwohner*innen. Deren Ortsmitte hält alles bereit, was es
für das gesellschaftliche Leben auf dem Lande braucht: eine noch
aktive katholische Kirche, eine Gemeindeverwaltung samt Standesamt
und eine Konditorei mit Freisitz. Seit 2025 gibt es hier außerdem
einen weiteren Ort der Zusammenkunft, gestaltet von der ARGE
Wimberger Schremmer und Gösta Nowak aus Linz. Vis-à-vis zur Kirche
entwarfen sie ein Probelokal für den ortsansässigen Musikverein,
dessen Geschichte bis ins frühe 20. Jahrhundert zurückreicht.
Galerie
Die neugestaltete Dorfmitte von Wimberger Schremmer und Gösta Nowak schafft in Haibach ob der Donau einen weiteren Ort der Zusammenkunft.
Bild: Kurt Hörbst
01|19
Der Proberaum für den Musikverein bildet gemeinsam mit dem Dorfplatz ein neues Zentrum des öffentlichen Lebens.
Bild: Kurt Hörbst
02|19
Mit dem Abbruch des ehemaligen Kirchwirts ergab sich die Gelegenheit, die Ortsmitte grundlegend neu zu ordnen.
Bild: Kurt Hörbst
03|19
Zwischen Kirche, Gemeindeverwaltung und Konditorei ergänzt der Neubau die bestehende dörfliche Infrastruktur.
Bild: Kurt Hörbst
04|19
Neben dem Musikheim entstanden eine Bushaltestelle und Ladestationen für E-Bikes.
Bild: Kurt Hörbst
05|19
Eine große Wiese neben dem Proberaum bleibt für Feste und andere Veranstaltungen frei.
Bild: Kurt Hörbst
06|19
Die Freiflächen versahen die Architekt*innen mit Aufenthaltsmöglichkeiten wie Sitzstufen und Bänken.
Bild: Kurt Hörbst
07|19
Große Schiebetüren öffnen den Proberaum unmittelbar zum Dorfplatz.
Bild: Kurt Hörbst
08|19
Dadurch kann der Saal auch für öffentliche Proben und Veranstaltungen genutzt werden.
Bild: Kurt Hörbst
09|19
Ein lichtdurchlässiger Akustikvorhang ermöglicht es, die große Glasfront bei Bedarf schallabsorbierend zu verkleiden.
Bild: Kurt Hörbst
10|19
Der polygonale Proberaum umfasst rund 130 Quadratmeter und erreicht eine Höhe von bis zu fünf Metern.
Bild: Kurt Hörbst
11|19
Der ansteigende First vergrößert das Raumvolumen und trägt zu angenehmen Schallpegeln beim gemeinsamen Musizieren bei.
Bild: Kurt Hörbst
12|19
Gezackte Wandelemente streuen den Schall. Mikroperforierte Oberflächen tragen dazu bei, tiefe Frequenzen gezielt zu absorbieren.
Bild: Kurt Hörbst
13|19
Die Raumakustik wurde speziell auf ein rund vierzigköpfiges Blasmusikensemble abgestimmt.
Bild: Kurt Hörbst
14|19
Der eingeschossige Bau beherbergt neben dem Proberaum, Lagerflächen, eine Gastküche, WCs und ein kleines Archiv.
Bild: Kurt Hörbst
15|19
Lageplan
Bild: Wimberger Schremmer, Gösta Nowak
16|19
Grundriss
Bild: Wimberger Schremmer, Gösta Nowak
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Schnitt
Bild: Wimberger Schremmer, Gösta Nowak
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Ansicht
Bild: Wimberger Schremmer, Gösta Nowak
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Eine einmalige Gelegenheit
Anstelle des heutigen Musikprobelokals befand sich auf dem
Grundstück zuvor der sogenannte Kirchwirt, ein traditionelles
Gasthaus. Laut Gemeinde konnte der Altbau allerdings nicht mehr
wirtschaftlich betrieben werden und so entschied sie sich für den
Abbruch. Dadurch ergab sich die Gelegenheit, die Dorfmitte neu zu
gestalten. Die Gemeinde nahm die Bauaufgabe selbst in die Hand und
lobte einen Wettbewerb für den Neubau des Proberaums aus.
Neben dem Haus für den Musikverein entstand eine Bushaltestelle
mit Ladestationen für Elektrofahrräder. Die Freiflächen versahen
die Architekt*innen mit Aufenthaltsmöglichkeiten wie Sitzstufen und
Bänken. Außerdem wurde eine große Wiese neben dem Proberaum
freigehalten, die künftig für allerlei Festivitäten genutzt werden
soll. Der historische Brunnen des vormaligen Gasthauses wurde
erhalten und erinnert an die frühere Nutzung des Grundstücks.
Galerie
Die neugestaltete Dorfmitte von Wimberger Schremmer und Gösta Nowak schafft in Haibach ob der Donau einen weiteren Ort der Zusammenkunft.
Bild: Kurt Hörbst
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Der Proberaum für den Musikverein bildet gemeinsam mit dem Dorfplatz ein neues Zentrum des öffentlichen Lebens.
Bild: Kurt Hörbst
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Mit dem Abbruch des ehemaligen Kirchwirts ergab sich die Gelegenheit, die Ortsmitte grundlegend neu zu ordnen.
Bild: Kurt Hörbst
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Zwischen Kirche, Gemeindeverwaltung und Konditorei ergänzt der Neubau die bestehende dörfliche Infrastruktur.
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Neben dem Musikheim entstanden eine Bushaltestelle und Ladestationen für E-Bikes.
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Eine große Wiese neben dem Proberaum bleibt für Feste und andere Veranstaltungen frei.
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Die Freiflächen versahen die Architekt*innen mit Aufenthaltsmöglichkeiten wie Sitzstufen und Bänken.
Bild: Kurt Hörbst
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Große Schiebetüren öffnen den Proberaum unmittelbar zum Dorfplatz.
Bild: Kurt Hörbst
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Dadurch kann der Saal auch für öffentliche Proben und Veranstaltungen genutzt werden.
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Ein lichtdurchlässiger Akustikvorhang ermöglicht es, die große Glasfront bei Bedarf schallabsorbierend zu verkleiden.
Bild: Kurt Hörbst
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Der polygonale Proberaum umfasst rund 130 Quadratmeter und erreicht eine Höhe von bis zu fünf Metern.
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Der ansteigende First vergrößert das Raumvolumen und trägt zu angenehmen Schallpegeln beim gemeinsamen Musizieren bei.
Bild: Kurt Hörbst
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Gezackte Wandelemente streuen den Schall. Mikroperforierte Oberflächen tragen dazu bei, tiefe Frequenzen gezielt zu absorbieren.
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Die Raumakustik wurde speziell auf ein rund vierzigköpfiges Blasmusikensemble abgestimmt.
Bild: Kurt Hörbst
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Der eingeschossige Bau beherbergt neben dem Proberaum, Lagerflächen, eine Gastküche, WCs und ein kleines Archiv.
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Lageplan
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Grundriss
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Schnitt
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Ansicht
Bild: Wimberger Schremmer, Gösta Nowak
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Das Dorf als Zuschauer
Aufgrund seiner prominenten Lage sollte der Neubau nicht
ausschließlich dem Musikverein dienen, sondern auch für andere
Nutzungen offenstehen. Neben dem Probelokal umfasst der
eingeschossige Bau Lagerräume, eine Gastroküche, WCs und ein
kleines Archiv. Der Proberaum ist sowohl vom Foyer als auch vom
Aufenthaltsbereich aus zugänglich und lässt sich mittels raumhoher
Schiebetüren über seine gesamte Breite in Richtung Dorfplatz
öffnen. Man kann sich gut vorstellen, dass hier auch die ein oder
andere Generalprobe vor Publikum stattfindet. Gleichzeitig stiegen
mit der Nutzungsflexibilität und dem großen Glasanteil die
Anforderungen an die Raumakustik.
Basslastige Blasinstrumente
Die akustische Fachplanung übernahm Rohde Acoustics aus Wien.
Auf Grundlage der ÖNORM B 8115-3: Schallschutz und Raumakustik
im Hochbau - Teil 3: Raumakustik bzw. der ISO 23591:
Akustische Qualitätskriterien für Musikproberäume und -säle
wurde in der Planungsphase für den voll besetzten Zustand eine
Nachhallzeit von 0,6 Sekunden angesetzt. Im rund
vierzigköpfigen Ensemble kommen zahlreiche tief klingende
Blasinstrumente zum Einsatz. Ziel war es daher, das Raumvolumen
möglichst groß zu halten, um einen angenehmen Schallpegel beim gemeinsamen Musizieren zu
erreichen. Mit einer Fläche von 130 Quadratmetern und dem
ansteigenden First in Richtung Kirche erreicht der im Grundriss
trapezförmige Proberaum seinen höchsten Punkt bei etwa fünf
Metern.
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Die neugestaltete Dorfmitte von Wimberger Schremmer und Gösta Nowak schafft in Haibach ob der Donau einen weiteren Ort der Zusammenkunft.
Bild: Kurt Hörbst
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Der Proberaum für den Musikverein bildet gemeinsam mit dem Dorfplatz ein neues Zentrum des öffentlichen Lebens.
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Mit dem Abbruch des ehemaligen Kirchwirts ergab sich die Gelegenheit, die Ortsmitte grundlegend neu zu ordnen.
Bild: Kurt Hörbst
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Zwischen Kirche, Gemeindeverwaltung und Konditorei ergänzt der Neubau die bestehende dörfliche Infrastruktur.
Bild: Kurt Hörbst
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Neben dem Musikheim entstanden eine Bushaltestelle und Ladestationen für E-Bikes.
Bild: Kurt Hörbst
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Eine große Wiese neben dem Proberaum bleibt für Feste und andere Veranstaltungen frei.
Bild: Kurt Hörbst
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Die Freiflächen versahen die Architekt*innen mit Aufenthaltsmöglichkeiten wie Sitzstufen und Bänken.
Bild: Kurt Hörbst
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Große Schiebetüren öffnen den Proberaum unmittelbar zum Dorfplatz.
Bild: Kurt Hörbst
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Dadurch kann der Saal auch für öffentliche Proben und Veranstaltungen genutzt werden.
Bild: Kurt Hörbst
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Ein lichtdurchlässiger Akustikvorhang ermöglicht es, die große Glasfront bei Bedarf schallabsorbierend zu verkleiden.
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Der polygonale Proberaum umfasst rund 130 Quadratmeter und erreicht eine Höhe von bis zu fünf Metern.
Bild: Kurt Hörbst
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Der ansteigende First vergrößert das Raumvolumen und trägt zu angenehmen Schallpegeln beim gemeinsamen Musizieren bei.
Bild: Kurt Hörbst
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Gezackte Wandelemente streuen den Schall. Mikroperforierte Oberflächen tragen dazu bei, tiefe Frequenzen gezielt zu absorbieren.
Bild: Kurt Hörbst
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Die Raumakustik wurde speziell auf ein rund vierzigköpfiges Blasmusikensemble abgestimmt.
Bild: Kurt Hörbst
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Der eingeschossige Bau beherbergt neben dem Proberaum, Lagerflächen, eine Gastküche, WCs und ein kleines Archiv.
Bild: Kurt Hörbst
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Lageplan
Bild: Wimberger Schremmer, Gösta Nowak
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Grundriss
Bild: Wimberger Schremmer, Gösta Nowak
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Schnitt
Bild: Wimberger Schremmer, Gösta Nowak
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Ansicht
Bild: Wimberger Schremmer, Gösta Nowak
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Akustisches Konzept
Neben dem erhöhten Raumvolumen sahen die Planer*innen vor allem
schallstreuende und schallabsorbierende Oberflächen vor. So kam im
unteren Wandbereich umlaufend eine geschlitzte Holzkonstruktion mit
dahinterliegender Mineralwolledämmung zum Einsatz. In der
Giebeldecke ergänzen rund 50 m² gelochte Gipskartonflächen die
Absorption.
Ursprünglich waren außerdem streuende Deckensegel vorgesehen.
Sie hätten den Schall im Raum gezielt verteilt und damit für
eine gleichmäßigere akustische Wahrnehmung gesorgt, konnten aus
Kostengründen jedoch nicht umgesetzt werden. Stattdessen wurden
andere Flächen genutzt, um den Schall zu streuen: Die hölzerne
Wandbekleidung links und rechts des Dirigenten ist zickzackförmig
ausgebildet. Die unregelmäßige Geometrie verhindert, dass der
Schall gerichtet zurückgeworfen wird, und unterstützt so eine
gleichmäßige Schallverteilung im Raum.
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Die neugestaltete Dorfmitte von Wimberger Schremmer und Gösta Nowak schafft in Haibach ob der Donau einen weiteren Ort der Zusammenkunft.
Bild: Kurt Hörbst
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Der Proberaum für den Musikverein bildet gemeinsam mit dem Dorfplatz ein neues Zentrum des öffentlichen Lebens.
Bild: Kurt Hörbst
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Mit dem Abbruch des ehemaligen Kirchwirts ergab sich die Gelegenheit, die Ortsmitte grundlegend neu zu ordnen.
Bild: Kurt Hörbst
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Zwischen Kirche, Gemeindeverwaltung und Konditorei ergänzt der Neubau die bestehende dörfliche Infrastruktur.
Bild: Kurt Hörbst
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Neben dem Musikheim entstanden eine Bushaltestelle und Ladestationen für E-Bikes.
Bild: Kurt Hörbst
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Eine große Wiese neben dem Proberaum bleibt für Feste und andere Veranstaltungen frei.
Bild: Kurt Hörbst
06|19
Die Freiflächen versahen die Architekt*innen mit Aufenthaltsmöglichkeiten wie Sitzstufen und Bänken.
Bild: Kurt Hörbst
07|19
Große Schiebetüren öffnen den Proberaum unmittelbar zum Dorfplatz.
Bild: Kurt Hörbst
08|19
Dadurch kann der Saal auch für öffentliche Proben und Veranstaltungen genutzt werden.
Bild: Kurt Hörbst
09|19
Ein lichtdurchlässiger Akustikvorhang ermöglicht es, die große Glasfront bei Bedarf schallabsorbierend zu verkleiden.
Bild: Kurt Hörbst
10|19
Der polygonale Proberaum umfasst rund 130 Quadratmeter und erreicht eine Höhe von bis zu fünf Metern.
Bild: Kurt Hörbst
11|19
Der ansteigende First vergrößert das Raumvolumen und trägt zu angenehmen Schallpegeln beim gemeinsamen Musizieren bei.
Bild: Kurt Hörbst
12|19
Gezackte Wandelemente streuen den Schall. Mikroperforierte Oberflächen tragen dazu bei, tiefe Frequenzen gezielt zu absorbieren.
Bild: Kurt Hörbst
13|19
Die Raumakustik wurde speziell auf ein rund vierzigköpfiges Blasmusikensemble abgestimmt.
Bild: Kurt Hörbst
14|19
Der eingeschossige Bau beherbergt neben dem Proberaum, Lagerflächen, eine Gastküche, WCs und ein kleines Archiv.
Bild: Kurt Hörbst
15|19
Lageplan
Bild: Wimberger Schremmer, Gösta Nowak
16|19
Grundriss
Bild: Wimberger Schremmer, Gösta Nowak
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Schnitt
Bild: Wimberger Schremmer, Gösta Nowak
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Ansicht
Bild: Wimberger Schremmer, Gösta Nowak
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Zickzack und Mikroperforation
Eine Herausforderung bei tiefen Frequenzen ist die Ausbildung
von Raummoden, also stehenden Wellen, die einzelne Frequenzen
übermäßig verstärken und zu einem unangenehmen Dröhnen führen
können. Deshalb wurden im hinteren Saalbereich zudem Kantenabsorber
montiert, deren Oberflächen mit einer Mikroperforation versehen
sind. Auch die dem Dirigenten zugewandten Flächen der
Zickzack-Elemente sind mikroperforiert. Auf diese Weise lässt sich
insbesondere die tieffrequente Nachhallkomponente beeinflussen.
Die große Glasfront mit Blick zum Dorfplatz kann bei Bedarf mit
einem absorbierenden, lichtdurchlässigen Vorhang verkleidet werden.
Hinter dem Dirigenten gibt es zudem die Möglichkeit, einen
weiteren, besonders dichten Akustikvorhang aufzuziehen. Die
Vorhänge schaffen damit eine gewisse Variabilität: Je nach Nutzung
und gewünschter akustischer Wirkung kann die Absorption im Raum
angepasst werden.
Ziel erreicht
Bei der Abnahmemessung wurde im unbesetzten, bestuhlten Raum mit
geschlossenen Vorhängen eine Nachhallzeit von rund 0,75 Sekunden im
mittleren Frequenzbereich gemessen. Simulationen zufolge reduziert
die Besetzung mit etwa vierzig Musikerinnen und Musikern die
Nachhallzeit im mittleren und hohen Frequenzbereich um etwa 0,15
bis 0,20 Sekunden. Damit liegt sie im besetzten Zustand
voraussichtlich nahe dem angestrebten Wert von 0,6 Sekunden.
Bautafel
Planung: ARGE Wimberger Schremmer & Gösta Nowak, Linz Projektbeteiligte: Rohde Acoustics, Wien (Akustikplanung) Bauherr: Gemeinde Haibach Fertigstellung: 2025 Standort: Kirchenplatz, Haibach ob der Donau, Österreich Bildnachweis: Kurt Hörbst, Wien
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Die neugestaltete Dorfmitte von Wimberger Schremmer und Gösta Nowak schafft in Haibach ob der Donau einen weiteren Ort der Zusammenkunft.
Bild: Kurt Hörbst
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