Das T-Bone Haus in Waiblingen

Kippschalter aus Duroplast

Das sogenannte T-Bone Haus im schwäbischen Waiblingen ist ein zwei- bis dreigeschossiges Einfamilienhaus, das mehr wie eine bewohnbare Skulptur amutet als ein Wohnhaus im klassischen Sinne. Der Stahlbetonbau besteht aus zwei Baukörpern, die von einem mittig liegenden, massiven Treppenhaus zusammengefasst werden. Dadurch bekommt das von den Stuttgarter Coast Architekten entworfene Wohnhaus sein äußeres T-förmiges Erscheinungsbild.

Gallerie

Die Bruttogeschossfläche von 151 m² erstreckt sich über drei Etagen. Im obersten Stockwerk sind die Fensteröffnungen recht klein gehalten, da sich hier die Rückzugsräume des Hauses befinden. In den beiden unteren Geschossen öffnet sich das Gebäude dagegen nach außen. Im Untergeschoss liegen die Küche und ein Arbeits- bzw. Gästezimmer. Raumhohe Schiebeverglasungen dominieren hier das Erscheinungsbild und ermöglichen nicht nur die Synthese zwischen Innenraum und Natur, sondern verleihen dem Gebäude auch seinen extrovertierten, großzügigen Charakter. Im Erdgeschoss befindet sich das Wohnzimmer - und eine große, von drei Seiten verglaste Garage, die in direkter Verbindung zu den Wohnräumen steht und auch als solcher genutzt werden könnte.

Elektro/Gebäudetechnik
In ihren Entwurf habe die Architekten u.a. ökologische Aspekte einfließen lassen. Als technische Ausstattung werden Erdsonden und eine Erdwärmepumpe genutzt, die Kühlung des Gebäudes erfolgt mittels einer Bauteilaktivierung und zur Hauswasserversorgung wird Regenwasser genutzt.

In den Innenräumen der klaren, offenen und transparenten Architektur ordnen sich schlichte Lichtschalter dem extrovertierten Charakter unter. Die alpinweißen Kippschalter sind quadratisch (81 x 81 mm) und bestehen aus dem Kunststoff Duroplast.

Bautafel

Architekten: Coast Architekten, Stuttgart
Projektbeteiligte: Ingenieurbüro Prof. Dr. Bechert + Partner, Stuttgart (Tragwerksplanung); Krämer Bau, Wietmarschen-Nordlohne (Beton-Rohbauarbeiten); Jung, Schalksmühle (Schalter)
Bauherr: Familie Wendlik, Waiblingen
Fertigstellung: 2006
Standort: Waiblingen
Bildnachweis: Valentin Jaeck, Uerikon/CH und David Franck Photographie, Ostfildern

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