Getarnte Fenster

Camouflage, All-Over, Layering

Fensteröffnungen stehen insbesondere bei Gebäuden mit hohen Anforderungen an Sicherheits-, Klima- und Energietechnik häufig in einem Spannungsverhältnis zur Fassadengestaltung. Eine mögliche Strategie zur Auflösung dieses Konflikts besteht darin, Fenster zwar funktional zu integrieren, sie jedoch durch camouflierende Gestaltung visuell zurücktreten zu lassen. Analog zur Tarnung eines Chamäleons erzeugen geometrisch-visuelle Muster – englisch bzw. international Pattern – eine Form der Unsichtbarkeit. Solche Pattern überlagern Fenster und vergleichbare Öffnungen in Form von Verkleidungen, Schichtungen (Layering), Blenden oder Schalen. 

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Wahrnehmung und Geometrie

Die Camouflage-Wirkung von Mustern basiert auf physiologischen Mechanismen der visuellen Wahrnehmung, insbesondere auf der erschwerten Unterscheidung von Figur und Grund. Tarnmuster entstehen durch die geometrisch organisierte Wiederholung von Linien, Flächen, Konturen und Farben. Diese Wiederholungen reichen von abstrakt-reduzierten bis hin zu stilisiert-naturnahen Ranken-, Blatt- oder Blütenmotiven. Die zugrunde liegenden Ordnungsprinzipien beruhen auf linearen Reihungen, radialen Rotationen, Symmetrien – etwa Spiegelachsen –, rasterartigen oder wolkigen Streuungen sowie auf gezielten Abweichungen und Brüchen solcher Regelmäßigkeiten. Perforationen und aussparungsartige Strukturen, wie sie bei Netzen, Geflechten, Gittern oder Lochfassaden auftreten, gewährleisten die Durchlässigkeit von Licht und Luft. Abhängig von Größe und Dichte der Öffnungen ermöglichen sie zudem kontrollierte Sichtbeziehungen nach innen und außen. Je nach funktionalen Anforderungen lassen sich diese Fassadenlayer entweder fest montieren oder durch Klapp-, Schiebe- oder Faltmechanismen beweglich ausführen.

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Vorbilder  

Das Prinzip des All-Over-Patterns weist Parallelen zur bildenden Kunst wie der Op Art auf, etwa bei Victor Vasarely, Bridget Riley oder Yayoi Kusama. Manche Pattern erinnern an mathematische Skripte, Quell- und Programmcodes sowie an konstruktive Vorbilder wie Ritterrüstungen oder Exoskelette von Schalen- und Krustentieren. Diese Beispiele verdeutlichen auch die Bandbreite, die vom dekorativen Ornament über die Visualisierung mathematischer und digitaler Prozesse bis zu konstruktiv-tragwerkstechnischen Funktionen innerhalb der Fassadenkonstruktion reicht. -s

Fachwissen zum Thema

Türen, die keine Hauseingangs- und somit deutlich betonte Hauptzugänge sind, sondern Funktions- und Nebenräume erschließen, übernehmen verschiedene wichtige Funktionen als äußere Zugänge.

Türen, die keine Hauseingangs- und somit deutlich betonte Hauptzugänge sind, sondern Funktions- und Nebenräume erschließen, übernehmen verschiedene wichtige Funktionen als äußere Zugänge.

Türarten

Fassadenseitige Funktions- und Nebenraumtüren

Erschließen unverzichtbare Räume und sind häufig mit Flucht- und Rettungswegen verknüpft.

Der englische Begriff Mesh lässt sich mit Gitter, Gitternetz, Netz, Masche, Maschennetz, Gaze oder Gewebe übersetzen.

Der englische Begriff Mesh lässt sich mit Gitter, Gitternetz, Netz, Masche, Maschennetz, Gaze oder Gewebe übersetzen.

Materialien/​Werkstoffe

Mesh

Mit dem Begriff kann einerseits ein textilartiges Gewebe oder andererseits eine digitale respektive programmierte Verknüpfung von Daten bezeichnet werden.

Ihrem Namen entsprechend handelt es sich bei einer Tapetentür um eine mit Tapeten oder textiler Wandbespannung verkleidete Tür. Im Bild: Kabinett im Appartement der Kurfürstin Elisabeth Auguste im Schloss Schwetzingen

Ihrem Namen entsprechend handelt es sich bei einer Tapetentür um eine mit Tapeten oder textiler Wandbespannung verkleidete Tür. Im Bild: Kabinett im Appartement der Kurfürstin Elisabeth Auguste im Schloss Schwetzingen

Türarten

Tapetentür

Visuell unauffällige, getarnte oder versteckte Tür, die nicht für alle erkennbar sein soll und erst recht nicht allen offensteht.

Bauwerke zum Thema

Das nach Plänen vom Büro Jürgen Mayer H. umgestaltete Gebäude SW35 befindet sich in einem südlichen Stadtteil von Stuttgart.

Das nach Plänen vom Büro Jürgen Mayer H. umgestaltete Gebäude SW35 befindet sich in einem südlichen Stadtteil von Stuttgart.

Büro/​Verwaltung

Bürogebäude SW35 in Stuttgart

Wie eine Kreuzung aus Roy Liechtenstein und Marimekko mutet das neue Gewand des Siebzigerjahre-Baus an. Das Muster überzieht gleichsam Fassadenpaneelen und Fensterbänder.

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Getarnte Fensterneu

Analog zur Tarnung eines Chamäleons erzeugen geometrisch-visuelle Muster eine Form der Unsichtbarkeit.

Analog zur Tarnung eines Chamäleons erzeugen geometrisch-visuelle Muster eine Form der Unsichtbarkeit.

Überlagerungen in Form von Verkleidungen, Schichtungen, Blenden oder Schalen.

Blind-, Blend-, Scheinfenster

Blindfenster, auch Blendfenster oder Scheinfenster genannt, täuschen ein Fenster vor, indem sie exakt wie ein Fenster mit Laibung, Sturz und Sohlbank aussehen – aber ohne Öffnung und auch ohne Verglasung.

Blindfenster, auch Blendfenster oder Scheinfenster genannt, täuschen ein Fenster vor, indem sie exakt wie ein Fenster mit Laibung, Sturz und Sohlbank aussehen – aber ohne Öffnung und auch ohne Verglasung.

Sie haben Laibung, Sturz und Sohlbank - aber keine transparente Öffnung. Welche Aufgaben erfüllen Blindfenster? Ein Überblick.

Chicago Window

Beim 14-geschossigen Reliance Building (erbaut 1894-95) griff der Architekt Charles B. Atwood aus dem Büro Burnham and Root die traditionelle und bewährte Typologie der Bay Windows aus England auf, um eine maximale Belichtung der Nutzflächen zu erzielen. Das gilt als die Erfindung des Chicago Window.

Beim 14-geschossigen Reliance Building (erbaut 1894-95) griff der Architekt Charles B. Atwood aus dem Büro Burnham and Root die traditionelle und bewährte Typologie der Bay Windows aus England auf, um eine maximale Belichtung der Nutzflächen zu erzielen. Das gilt als die Erfindung des Chicago Window.

Ein Überblick von der Erfindung zum Vorlaufer von Pfosten-Riegel-Verglasungen

Cutouts

Cutouts sind Ausschnitte und Aussparungen in Fassaden und in der Mode. Im Bild: Einkaufszentrum in Brisbane, Australien

Cutouts sind Ausschnitte und Aussparungen in Fassaden und in der Mode. Im Bild: Einkaufszentrum in Brisbane, Australien

Strukturunabhängige Ausschnitte als Fensteröffnungen in nicht tragenden Gebäudehüllen.

Doppel- oder Kastenfenster

Doppelfenster Altstätter Schule, Celle

Doppelfenster Altstätter Schule, Celle

Eine der aufwändigsten Fensterkonstruktionen ist das Doppel- oder Kastenfenster. Schalltechnisch eine der günstigsten...

Einfachfenster

Einfachfenster besitzen Fensterflügel nur in einer Ebene und können mit einer einfachen Verglasung oder, wie heute häufig...

Erkerfenster

Ein Erker ist ein auskragender Vorsprung in einer Fassade, der so groß bzw. tief ist, dass sich im Inneren ein nutzbarer Raum bildep (im Bild: Eckerker mit Sprossenfenstern, denkmalgeschützte Wohnanlage Galenusstrasse in Pankow, 1924-27).

Ein Erker ist ein auskragender Vorsprung in einer Fassade, der so groß bzw. tief ist, dass sich im Inneren ein nutzbarer Raum bildep (im Bild: Eckerker mit Sprossenfenstern, denkmalgeschützte Wohnanlage Galenusstrasse in Pankow, 1924-27).

Kasten-, Polygonal- und Runderker: Sie vergrößern den Raum und lassen mehr Licht einfallen. Sonderformen sind Standerker und Bay Windows.

Expressionistische Sonderformate

Anders als Türen sind Fensterformate zwar nicht in Standard-Größen definiert, doch sind rechteckige Konturen üblich. Sonderformate wie wirken deshalb umso ungewöhnlicher. Im Bild: Sternförmiges Fenster Kirche St. Maria Magdalena in Berlin-Pankow

Anders als Türen sind Fensterformate zwar nicht in Standard-Größen definiert, doch sind rechteckige Konturen üblich. Sonderformate wie wirken deshalb umso ungewöhnlicher. Im Bild: Sternförmiges Fenster Kirche St. Maria Magdalena in Berlin-Pankow

Für Fensterformate sind zwar keine Standardgrößen definiert, doch sind rechteckige Konturen üblich. Umso ungewöhnlicher wirken Formen wie Dreiecke, Rhomben, Parallelogramme und Polygone.

Fenestella

Fenestella im Mausoleum der Kaiserin Galla Placidia in Ravenna, Ausschnitt aus einer historischen Fotografie, ca. 1893 bis 1898, unbekannter Fotograf

Fenestella im Mausoleum der Kaiserin Galla Placidia in Ravenna, Ausschnitt aus einer historischen Fotografie, ca. 1893 bis 1898, unbekannter Fotograf

Ursprünglich aus dem sakralen Kontext stammend, ist der Begriff für das Fensterchen als Sichtluke und Gucklock inzwischen weit gefasst.

Fenster

Alurahmen-Fenster im Düsseldorfer Neuen Zollhof, Architektur: Frank O. Gehry

Alurahmen-Fenster im Düsseldorfer Neuen Zollhof, Architektur: Frank O. Gehry

Fenster als Öffnungen in einer Wand verbinden Außen- und Innenraum, Öffentlichkeit und Privatsphäre, erlauben Ein- und Ausblicke....

Fensterband

Beim Begriff Fensterband handelt es sich um eine meist waagerechte Aneinanderreihung von Fenstern, die nur durch Rahmen, Pfosten oder schmale Blindfenster unterbrochen sind (im Bild: zeitgenössische Fensterbänder, Berlin, Gewers Pudewill, 2020).

Beim Begriff Fensterband handelt es sich um eine meist waagerechte Aneinanderreihung von Fenstern, die nur durch Rahmen, Pfosten oder schmale Blindfenster unterbrochen sind (im Bild: zeitgenössische Fensterbänder, Berlin, Gewers Pudewill, 2020).

Die meist waagerecht aneinandergereihten Fenster sind nur durch Rahmen, Pfosten oder schmale Blindfenster unterbrochen. Fensterbänder ermöglichen anpassungsfähige Raumteilungen.

Festverglaste Fenster

Festverglaste Fenster haben die gleichen bauphysikalischen Eigenschaften wie Fenster mit Öffnungsflügeln. Im Bild: festverglaste bodentiefe Fenster mit grau verputzten Belüftungsklappen, die als anleiterbare Rettungsöffnungen dienen (Block + Void House, Bundschuh Architekten, 2016).

Festverglaste Fenster haben die gleichen bauphysikalischen Eigenschaften wie Fenster mit Öffnungsflügeln. Im Bild: festverglaste bodentiefe Fenster mit grau verputzten Belüftungsklappen, die als anleiterbare Rettungsöffnungen dienen (Block + Void House, Bundschuh Architekten, 2016).

Rahmen, Verglasung, aber keine Öffnungsflügel – so können festverglaste Fenster wesentlich größere Formate haben.

Fischblase

Das Ornement Fischblase oder Schneuß ist eine geschwungene Kontur, die sich geometrisch konstruiert aus einem Kreis und aus mindestens zwei spitz zusammenlaufenden Segmentbögen zusammensetzt.

Das Ornement Fischblase oder Schneuß ist eine geschwungene Kontur, die sich geometrisch konstruiert aus einem Kreis und aus mindestens zwei spitz zusammenlaufenden Segmentbögen zusammensetzt.

Dieses Ornament findet sich in Europa besonders oft in gotischen Maßwerksfenstern.

Fledermausfenster

Neues Fenster in historischer Fledermausgaube, nur die beiden mittleren Fensterflügel lassen sich öffnen.

Neues Fenster in historischer Fledermausgaube, nur die beiden mittleren Fensterflügel lassen sich öffnen.

Die Fertigung eines Fledermausfensters verlangt technisches Können und dreidimensionale Vorstellungskraft

Französisches Fenster

Mit der Bezeichnung Französisches Fenster wird präzise ausgedrückt ein Fenêtre Haussmannienne bezeichnet, also ein Fenstertyp, den Baron Georges-Eugène Haussmann Mitte des 19. Jahrhunderts in Paris einführte und geradezu massenhaft einbauen ließ (im Bild: Französische Fenster als Drillinge mit schmaler Balkon-Variante).

Mit der Bezeichnung Französisches Fenster wird präzise ausgedrückt ein Fenêtre Haussmannienne bezeichnet, also ein Fenstertyp, den Baron Georges-Eugène Haussmann Mitte des 19. Jahrhunderts in Paris einführte und geradezu massenhaft einbauen ließ (im Bild: Französische Fenster als Drillinge mit schmaler Balkon-Variante).

Mit der Bezeichnung Französisches Fenster wird präzise ausgedrückt ein Fenêtre Haussmannienne bezeichnet, also ein Fenstertyp, den...

Glas-Faltwände

Fensterwände bestehen aus mehreren Fenster- und/oder Türelementen, im Bild das Glasfaltwand-System Highline von Solarlux.

Fensterwände bestehen aus mehreren Fenster- und/oder Türelementen, im Bild das Glasfaltwand-System Highline von Solarlux.

Eine Fensterwand ist ein aus mehreren Fenster- und/oder Türelementen bestehendes großflächiges Fassadenelement. Dieses wird in...

Himmelsauge

Grabkapelle auf dem Württemberg, mit dem Opaion des Pantheons in Rom als Vorbild

Grabkapelle auf dem Württemberg, mit dem Opaion des Pantheons in Rom als Vorbild

Die kreisrunden Fenster in der Mitte einer Decke, die meist als Kuppel, Wölbung, Kegel oder Konus konstruiert sind, lassen Licht von oben einfallen.

Kellerfenster/Lichtschächte

Modularer Beton-Lichtschacht von ACO

Modularer Beton-Lichtschacht von ACO

Die verschiedenen Typen von Kellerfenstern lassen sich unterscheiden in Betonrahmen-, Kunststoffrahmen und „normale“ Außenfenster....

Lamellenfenster

Fassade mit flächenbündigen Horizontal-Lamellen

Fassade mit flächenbündigen Horizontal-Lamellen

Prinzip und ästhetische Bandbreite

Laterne

In der Architektur bezeichnet eine Laterne einen kronenartigen Aufbau oder Aufsatz auf den Spitzen von Kuppeln, Erkern und Türmen.

In der Architektur bezeichnet eine Laterne einen kronenartigen Aufbau oder Aufsatz auf den Spitzen von Kuppeln, Erkern und Türmen.

Weithin sichtbarer Aufsatz auf Kuppeln, Erkern und Türmen zur Belichtung, Beleuchtung und Lüftung. Im Mittelalter und der frühen Neuzeit dienten sie auch der Kommunikation, später der Repräsentation.

Obergadenfenster

Obergadenfenster sind eine Sonderform von Oberlichtern. Sie sind kein einzelnes Fenster sondern immer eine zusammenhängende Gruppe. Als eine Reihung von Fensteröffnungen bilden sie ein horizontales Band in linearer, kreisförmiger oder elliptischer Anordnung im oberen Wand- und Deckenbereich von Schiffen, also länglichen Räumen, von Kuppeln, entlang von Emporen oder hoch gelegenen Galerien.

Obergadenfenster sind eine Sonderform von Oberlichtern. Sie sind kein einzelnes Fenster sondern immer eine zusammenhängende Gruppe. Als eine Reihung von Fensteröffnungen bilden sie ein horizontales Band in linearer, kreisförmiger oder elliptischer Anordnung im oberen Wand- und Deckenbereich von Schiffen, also länglichen Räumen, von Kuppeln, entlang von Emporen oder hoch gelegenen Galerien.

Als eine Reihung von Fensteröffnungen bilden sie ein horizontales Band in linearer, kreisförmiger oder elliptischer Anordnung im oberen Wand- und Deckenbereich.

Ochsenauge

In der Architektur bezeichnet der Begriff Ochsenauge ein kleineres kreisrundes oder horizontal ovales Fenster.

In der Architektur bezeichnet der Begriff Ochsenauge ein kleineres kreisrundes oder horizontal ovales Fenster.

In der Architektur bezeichnet der Begriff Ochsenauge ein kleineres kreisrundes oder horizontal ovales Fenster.

Prismatische Oberlichtgitter

Zur natürlichen Belichtung unterirdischer Räume wurden in den Bürgersteigen guss- oder schmiedeeiserne Gitter verlegt, in deren Zellen massive gläserne Pfropfen gesteckt wurden.

Zur natürlichen Belichtung unterirdischer Räume wurden in den Bürgersteigen guss- oder schmiedeeiserne Gitter verlegt, in deren Zellen massive gläserne Pfropfen gesteckt wurden.

Frühe Form begehbarer Oberlichter aus guss- oder schmiedeeisernen Gittern mit eingesetzten Glaspfropfen zur natürlichen Belichtung unterirdischer Räume.

Radfenster

Radfenster in einer Mauerwerkswand

Radfenster in einer Mauerwerkswand

Radfenster sind die konstruktiven Vorläufer von Fensterrosen und Rosettenfenstern.

Schallfenster

Schallfenster sollen Geräusche nicht verhindern, sondern im Gegenteil ermöglichen, dass sie sich möglichst weit verbreiten. Im Bild: St. Matthias am Winterfeldtplatz, Berlin

Schallfenster sollen Geräusche nicht verhindern, sondern im Gegenteil ermöglichen, dass sie sich möglichst weit verbreiten. Im Bild: St. Matthias am Winterfeldtplatz, Berlin

Im Gegensatz zu Schallschutzfenstern sollen die auch Schallluken, Klangarkaden oder Schallarkaden genannten Öffnungen Geräusche so weit wie möglich verteilen.

Schaufenster

Schaufenster dienen dem Anschauen von Waren, die hinter ihnen präsentiert und inszeniert werden. Hier eine künstlerische Intervention bei einem Schaufenster des KaDeWe, Berlin

Schaufenster dienen dem Anschauen von Waren, die hinter ihnen präsentiert und inszeniert werden. Hier eine künstlerische Intervention bei einem Schaufenster des KaDeWe, Berlin

Fenster für die Präsentation und Inszenierung: ein Überblick über die Entwicklung, Typologie und Anforderungen.

Schiebefenster

Schiebefenster bestehen aus einem Blendrahmen und Flügeln, die in einem Schienen- bzw. Nutsystem seitlich verschoben werden (im Bild: großformatige Schiebefenster cero-III von Solarlux mit schmalen Rahmen)

Schiebefenster bestehen aus einem Blendrahmen und Flügeln, die in einem Schienen- bzw. Nutsystem seitlich verschoben werden (im Bild: großformatige Schiebefenster cero-III von Solarlux mit schmalen Rahmen)

Sei es horizontal, vertikal oder in Dachschrägen: Während der Bewegung bleibt der Flügel parallel zur Wandebene; im geöffneten Zustand ragt er nicht in den Raum hinein.

Schießscharten

Als Schießscharten werden häufig Fenster bezeichnet, die als irgendwie falsch empfunden werden. Im Bild: Mehrere Schlüssel-Schießscharten neben nachträglich eingefügten Fenstern, Osthofentor in Soest, erbaut 1523-1526 als Teil eines Stadtwalls

Als Schießscharten werden häufig Fenster bezeichnet, die als irgendwie falsch empfunden werden. Im Bild: Mehrere Schlüssel-Schießscharten neben nachträglich eingefügten Fenstern, Osthofentor in Soest, erbaut 1523-1526 als Teil eines Stadtwalls

Häufige Bezeichnung für Fenster, die als zu winzig, zu schmal, zu tief in einer Laibung sitzend oder grundsätzlich irgendwie als hässlich und falsch empfunden werden.

Seelenfenster

Seelenfenster ist ein symbolischer oder vielmehr metaphorischer Name für ein kleines meist kreisrundes Fenster im Giebel oder im oberen Bereich von Außenwänden.

Seelenfenster ist ein symbolischer oder vielmehr metaphorischer Name für ein kleines meist kreisrundes Fenster im Giebel oder im oberen Bereich von Außenwänden.

Symbolische, religiöse, esoterische und bauphysikalische Bedeutung der im Giebel oder im oberen Bereich von Außenwänden angeordneten Öffnung.

Stehende und liegende Fenster

Bei einem stehenden Fenster ist die Fensterhöhe ein Vielfaches der Fensterbreite, während bei einem liegenden Fenster die Fensterbreite um ein Vielfaches größer ist als die Fensterhöhe (im Bild: stehendes Fenster in einer Metallhaut).

Bei einem stehenden Fenster ist die Fensterhöhe ein Vielfaches der Fensterbreite, während bei einem liegenden Fenster die Fensterbreite um ein Vielfaches größer ist als die Fensterhöhe (im Bild: stehendes Fenster in einer Metallhaut).

Proportion Fensterbreite zu Fensterhöhe

Vertikalschiebefenster

Hölzernes Vertikalschiebefenster mit einer 8x8-Sprossenteilung in einer Adobe-Wand (=Lehmziegel) in New Mexico

Hölzernes Vertikalschiebefenster mit einer 8x8-Sprossenteilung in einer Adobe-Wand (=Lehmziegel) in New Mexico

In seitlichen Schienen innerhalb des Rahmens lassen sich die verglasten Elemente nach oben und unten schieben. Diese Fensterart ist besonders platzsparend.

Zwillingsfenster

Typen von Zwliingsfenstern in einem repräsentativen Bau aus der Zeit des Historismus

Typen von Zwliingsfenstern in einem repräsentativen Bau aus der Zeit des Historismus

Zwillingsfenster sind die Bezeichnung für zwei eng nebeneinander spiegelsymmetrisch angeordnete Fenster. Etymologisch entstand das...

Vorgehängte Balkonfassaden

Für die Fassadensanierung: Modulare Komplett-Systeme von Solarlux schließen die Gebäudehülle energieeffizient und schallschützend!

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