Intelligentes Regenwassermanagement für Retentionsdächer
Ventilschacht zur Einleitung von Wasser
Retentionsdächer gewinnen im Zuge klimaangepasster Stadtplanung zunehmend an Bedeutung. Sie verbinden Überflutungsschutz mit mikroklimatischer Wirksamkeit und ermöglichen eine multifunktionale Nutzung begrünter Dachflächen. Im Unterschied zu klassischen Gründachsystemen können sie große Niederschlagsmengen zwischenspeichern und zeitverzögert abgeben, während gleichzeitig hohe Verdunstungsleistungen erzielt werden. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Entlastung der Kanalisation und zur Abkühlung urbaner Räume.
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Sogenannte blaugrüne Dachsysteme unterscheiden sich konstruktiv deutlich von herkömmlichen Gebäudebegrünungen. Zentrales Element sind Wasser-Retentionsboxen, die ein flächiges Speichervolumen bilden und deutlich größere Wassermengen aufnehmen können. Über Kapillarbrücken wird das gespeicherte Regenwasser in die darüberliegende Substratschicht transportiert, ein Kapillarvlies sorgt für die gleichmäßige Verteilung. So steht der Vegetation auch in Trockenphasen länger Wasser zur Verfügung.
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Dennoch geraten selbst Retentionsdächer angesichts zunehmender Hitzeperioden und veränderter Niederschlagsmuster an ihre Grenzen. In Städten liegen die Temperaturen bereits etwa zwei bis vier Grad über denen des Umlands, an Sommertagen können es bis zu zehn Grad sein. Längere Trockenphasen führen nicht nur zu Vegetationsstress, sondern mindern auch die Kühlwirkung durch Verdunstung.
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Hier kann die Lösung Smart Flow Irrigation SFI 40 von Optigrün Anhilfe schaffen: Der Schacht leitet Wasser in die Dränebene des Retentionsdaches mit Wasser-Retentionsboxen ein. In Kombination mit einer steuerbaren Ablaufdrossel (Smart Flow Control SFC) kann der Wasserstand in den Retentionsboxen kontinuierlich überwacht und bedarfsgerecht reguliert werden. Vor angekündigten Starkregenereignissen werden die Speicher gezielt entleert, während in niederschlagsarmen Phasen Wasser für die Bewässerung zurückgehalten wird. Das Ventil sorgt zudem für eine ressourcenschonende Nachspeisung. Sinkt der definierte Mindestwasserstand in den Retentionsboxen, öffnet sich das Ventil automatisch und führt Wasser zu – gesteuert über die bestehende Mess- und Kommunikationstechnik Smart Flow Control. Die Stromversorgung und Datenübertragung sind dabei ebenso integriert wie der Anschluss an eine Wasserleitung. Das System kann sowohl mit Regenwasser aus Zisternen als auch mit Trinkwasser betrieben werden.
Fachwissen zum Thema
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