Laubhütte/Sukka in London

Gewebte Eichenlatten und transluzenter Zellstoff

Jedes Jahr im Herbst wird das traditionelle jüdische Sukkot oder Laubhüttenfest gefeiert. Es erinnert an den im Alten Testament beschriebenen Auszug der Israeliten aus Ägypten. Zu diesem Fest, das sieben Tage dauert, werden temporäre und oftmals fragile „Laubhütten" gebaut, die auf hebräisch Sukkoth heißen. Mindestens zweieinhalb Wände und ein Laubdach durch das die Sterne sichtbar bleiben – das sind die Vorgaben für eine Sukka. Die Hütten werden aus Ästen, Stroh und Zweigen meist in einer Gemeinde geknüpft, geflochten oder gewoben – so wie wohl ursprünglich die Israeliten bei ihrem Irrweg durch die Wüste kleine Hütten als Schattenspender errichtet haben. Heute dienen die Sukkots als rituelle, aber auch als öffentliche Treffpunkte für z.B. gemeinsame Mahlzeiten. Manchmal werden hier auch für Vorträge und Diskussionen zu religiösen Themen gehalten.

Gallerie

Auf dem Montgomery Square an der Canary Wharf, inmitten von London, wurde 2010 vom New Yorker Architekturbüro Kohn Pederson Fox eine Sukka erbaut. Mit einer Fläche von 160 m² ist die Hütte größer als die meisten ihrer Art. Hier finden bis zu 150 Menschen Platz. Zwar ist auch dieser Bau eine temporäre Installation, jedoch soll sie in den nächsten Jahren immer im Herbst, zum Zeitpunkt des Festes, wieder errichtet werden.

Sonnenschutz
Aus Gründen der Montage und Lagerung setzt sich die Sukka aus Modulen mit Abmessungen von 3,00 auf 4,20 m zusammen. Jedes Wandfeld besteht aus vier vertikalen Pfosten, die mit horizontalen Eichenlatten verwoben sind. Dadurch ähneln die Wände einem Spalier. Die gitterartige Konstruktion ist lichtdurchlässig, schützt aber gleichzeitig vor direkter Sonneneinstrahlung und Überhitzung. Auf der Innenseite sind die Wände mit einem transluzenten Zellstoffgewebe verkleidet. Abhängig von den äußeren Lichtverhältnissen schimmert das Licht mal mehr, mal weniger durch das dünne helle Holz und den Stoff. Zudem erfüllt die Konstruktion den Wunsch der Nutzer nach visueller Diskretion. Das Dach ist mit einfachen Rattan-Matten bedeckt, die einen Blick in den Himmel erlauben.

Mit der Kombination aus klarer geometrischer Form und traditionellen Materialien ist es den Architekten gelungen, das Thema Laubhütte zeitgemäß zu interpretieren.

Bautafel

Architekten: Kohn Pedersen Fox, New York
Bauherr: Canary Wharf Group, London
Fertigstellung: 2010
Standort: Montgomery Square, Canary Wharf, London
Bildnachweis: Kohn Pedersen Fox, New York

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Die marokkanischen Groupe 3 Architekten planten eine An- und Abflughalle, die sich wie „Land Art“ ins Terrain fügen soll.

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Die französischen Designer Ronan und Erwan Bouroullec entwarfen das modulare Sonnenschutz- und Sitzsystem aus Stahl, farbigem Glas und Beton für den Miami Design District.

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Der Pavillon auf dem Gelände der Christian Bourquin Middle School entstand im Rahmen des „1%-artistique“-Programms

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Der Festpavillon auf dem Gurten oberhalb von Bern

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Die Piazza Garibaldi mit dem dreieckigen Vordach des Hauptbahnhofs von 1960 (unten links) und der teilweise fertig gestellten neuen Dachkonstruktion von Dominique Perrault Architecture, die verbleibenden Flächen des Platzes befinden sich derzeit noch in der Umgestaltung

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Unter dem Dach des temporären Pavillons finden Veranstaltungen für die Anwohner statt

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Die Installation besteht aus 414 mehrfach gekrümmten Flächen und etwa 14.000 Bimetallplatten

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Aufsicht auf das Flughafengelände: Mittig ist das zylinderförmige, alte Parkhaus zu sehen, unter den drei Bogendächern befinden sich das Terminal 2, die Airport Plaza und das Terminal 1 (von links nach rechts)

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Ansicht Nord-West-Fassade

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Die temporäre Sukka an der Canary Wharf in London

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Metropol Parasol in Sevilla

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Baldachin aus aufgespannten Tulpenschirmen

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Roter Riesenschirm auf dem Marktplatz in Berlin-Köpenick

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Die denkmalgeschützte Kirche wurde 1911/12 von den Architekten La Roche & Staehelin erbaut

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