Raphaels Refugium in Graz
Fließende Übergänge und maximale Transparenz
In einem Grazer Altbau hat sich ein junger Kunsthändler den Traum vom offenen Wohnen erfüllt. Raphaels Refugium heißt das luftige Loft, in dem der Kreativität buchstäblich keine Grenzen gesetzt werden. Die großzügige Wohnung mit Galerieebene entfaltet sich frei und offen in alle Richtungen – von klassischen Wänden keine Spur. Gestaltet wurde das moderne Zuhause vom Grazer Büro LOVE Architecture and Urbanism.
Galerie
Behutsame Umnutzung im Bestand
Die 224 Quadratmeter große Wohnung befindet sich im obersten Geschoss eines erweiterten Altbaus im Grazer Stadtzentrum. Das historische Gebäude wurde 2018 im Zuge einer Sanierung in Holzbauweise aufgestockt. Vor der Umnutzung diente die Fläche als Büro. Die Transformation zum Wohnraum erfolgte mit minimalen baulichen Eingriffen: Der Boden wurde erneuert, die Wandflächen gestrichen. Die eingezogene Galerieebene, die mittig im Raum geführte einläufige Treppe sowie der großzügige Balkon vor der 6,30 Meter breiten und sechs Meter hohen, nach Norden ausgerichteten Glasfront waren bereits Teil der bestehenden Struktur.
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Wandelbarer Innenraum mit objekthafter Möblierung
Die Gliederung des offenen Grundrisses erfolgt überwiegend über freistehende, skulptural gestaltete Designobjekte, die die unterschiedlichen Nutzungsbereiche definieren. Ein zentrales Element bildet der massive Küchenblock aus Edelstahl, der als Koch-, Arbeits- und Abstellfläche dient. Darüber angeordnete, handgefertigte Glasleuchten schaffen ein stimmungsvolles Ambiente.
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Im hinteren Bereich der Wohnung ermöglicht ein von allen Seiten zugängliches, modulares Sofa die flexible Anpassung an verschiedene Nutzungsszenarien. Das Konzept des wandelbaren Raums wird durch einen schweren Vorhang aus abwechselnd weißen und roten Stoffbahnen unterstrichen, der sich seinen Weg durch das Loft bahnt und bei Bedarf private Zonen schafft. So lassen sich beispielsweise Badewanne und Doppelwaschbecken im rückwärtigen Bereich der Wohnung vom übrigen Raum abgrenzen. Gleichzeitig trägt das dichte Gewebe zur Verbesserung der Raumakustik bei.
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Fließender Übergang zwischen Innen und Außen
Das offene Raumkonzept setzt sich konsequent bis in den Außenbereich fort. Hierzu wurde die bestehende Pfosten-Riegel-Fassade unter Berücksichtigung der statischen Rahmenbedingungen umgebaut und durch zwei großflächige Glas-Faltwände des Herstellers Solarlux geöffnet. Um trotz großer Abmessungen eine filigrane Anmutung zu erzielen, fiel die Wahl auf das System Megaline. Dieses ermöglicht Elementhöhen von bis zu 4,5 Metern sowie Breiten von bis zu 1,5 Metern ohne Abstriche bei Leichtgängigkeit und Bedienkomfort.
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Trotz der großzügigen Dimensionen beträgt die Ansichtsbreite im Flügelstoß lediglich 132,5 Millimeter. Als Bodenschiene kam eine barrierefreie Ausführung mit 14 Millimetern Anschlag und zusätzlichem Trittschutz aus Aluminium zum Einsatz. Die einzelnen Glaselemente lassen sich vollständig zu einem schmalen Glaspaket seitlich falten und parken, wodurch ein nahtloser Übergang zwischen Innen- und Außenraum entsteht. Der fließende Übergang wird durch einen durchgängigen Mikrozementboden zusätzlich verstärkt, der sowohl im Innenraum als auch auf dem Balkon verlegt wurde.
Bautafel
Architektur: LOVE architecture and urbanism, Graz
Projektbeteiligte: Beatrice Nanni (Projektleitung); Solarlux, Melle (Hersteller: Glas-Faltwand Megaline)
Bauherr*in: privat
Fertigstellung: 2025
Standort: Graz, Österreich
Bildnachweis: Stefan Leitner
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Solarlux GmbH | Kontakt +49 5422 9271-0 | www.solarlux.com
