Panoramafenster

Typologie, Beispiele, Ursprünge

Ein Panoramafenster ist ein für einen weiten Ausblick geschaffenes Fenster. Üblicherweise ist es ein liegendes Format, weil es den Horizont geometrisch nachzeichnet, oder aber ein aus mehreren stehenden Formaten zusammengesetztes horizontales Band. Im Sinne eines möglichst ungestörten Aus- und Überblicks sind Panoramafenster häufig bodentief mit in den Ansichtsflächen sehr schmalen Fensterprofilen, die dann als Schwerter die konstruktive Aussteifung und Lastabtragung übernehmen.  

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Beispiele  

Je nach topographischer Situation, exponierter Lage und daraus resultierenden Witterungsbedingungen, aber auch hinsichtlich des Gewichts großer bis übergroßer Glasscheiben und tragwerkstechnischen Anforderungen sind Panoramafenster überwiegend festverglast. In Kombination mit Balkonen, Dachterrassen und Brüstungen bieten sich Öffnungstechniken mit Schiebe-, Dreh- und Kippflügeln oder Fenstertüren an. Ein Beispiel für ein derartiges Zusammenspiel von Panoramafenstern, Glaswänden, Fenstertüren und Dachterrassen ist die Hamburger Elbphilharmonie, von der Besucher*innen nicht nur während der Konzertpausen einen weiten Blick über Hamburg und den Hamburger Hafen haben (Architektur: Herzog & de Meuron 2001-2016).  

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Eine erhöhte Perspektive, insbesondere aus Dachgeschossen, Türmen und Aussichtspunkten, erweitert den Sichtradius zusätzlich in der vertikalen Ausrichtung zu einem meist als grandios wahrgenommenen Bild. Ein Panoramafenster kann jedoch ebenso ebenerdig angeordnet sein, wenn es einen Blick aus einem Innenraum als größtmögliche Verknüpfung von innen und außen gewährleisten soll. Ein Beispiel für diese spezielle Art von Panoramafenstern sind die großformatigen Glaswände beim Farnsworth House von Ludwig Mies van der Rohe (Plano, Illinois/USA, 1945-1951), die in vielen anderen Architekturen zitiert und adaptiert werden.     

Ursprünge

Der Begriff Panorama wird heute in zahlreichen Kontexten verwendet, beispielsweise im TV-Journalismus für eine Zusammenstellung von kurzen Beiträgen zu aktuellen Themen. Tatsächlich stammt der Begriff aus der bildenden Kunst des späten 18. Jahrhunderts. Der irische Maler Robert Barker (1739-1806) arbeitete an perspektivischen Stadtansichten von Edinburgh und London, die er in Rotunden zu zylindrischen 360°-Bildern zusammensetzte. Für die Beschreibung dieser Bildpräsentation suchte er um 1789 einen prägnanten und bildungsbürgerlich seriösen Begriff. Er setzte die griechischen Vokabeln pan (παν‑), all, gesamt, und hórama (ὅραμα) Anblick, Erscheinung, von horãn (ὁρᾶν), sehen, schauen, zusammen. Wörtlich übersetzt heißt ein Panorama „Gesamtanblick“. Der Begriff Panorama – ähnlich wie Diorama, Georama, Kosmorama – setzte sich durch, da er trotz seiner Herkunft als künstliches Fremdwort einfach auszusprechen ist und sich unverändert in andere Sprachen übertragen lässt. 

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Panoramen wurden im 19. Jahrhundert äußerst populär. Allerdings sind derartige horizontal angelegte Abbildungen von Landschaften und Städten schon wesentlich älter. Horizontal zusammengesetzte Bilder finden sich in den Triptychen von mittelalterlichen Altarbildern, in aus bemalten Paneelen zusammengesetzten Tafeln von Paravents in ostasiatischen Kulturen und in den Veduten von Malern wie Canaletto (Bernardo Bellotto, 1722-1780). Die Panoramen des 19. Jahrhunderts zeigen jedoch nicht nur Bilder, sondern ergänzen diese mit fensterartigen Rahmen, Treppen und Brüstungen, um die Illusion eines echten Ausblicks zu schaffen. Das Spektrum zur Simulation von dreidimensionaler Wirklichkeit reicht von Papier- und Pappkarton-Rahmen, die wie bei den fünf Daguerreotypien der Niagara-Fälle wie eine Kolonnadenterrasse mit Brüstungen vor dem Tal mit den Wasserfällen wirken, bis zu mehrgeschossigen Pavillons als begehbare Attraktionen.  

Typologisch verwandt sind Panoramen ebenso wie Panoramafenster daher mit Schaukästen, Schaufenstern, Fensterwänden bis zu heutigen digital-immersiven Installationen. -sj

Fachwissen zum Thema

Beim Begriff Fensterband handelt es sich um eine meist waagerechte Aneinanderreihung von Fenstern, die nur durch Rahmen, Pfosten oder schmale Blindfenster unterbrochen sind (im Bild: zeitgenössische Fensterbänder, Berlin, Gewers Pudewill, 2020).

Beim Begriff Fensterband handelt es sich um eine meist waagerechte Aneinanderreihung von Fenstern, die nur durch Rahmen, Pfosten oder schmale Blindfenster unterbrochen sind (im Bild: zeitgenössische Fensterbänder, Berlin, Gewers Pudewill, 2020).

Fensterarten

Fensterband

Die meist waagerecht aneinandergereihten Fenster sind nur durch Rahmen, Pfosten oder schmale Blindfenster unterbrochen. Fensterbänder ermöglichen anpassungsfähige Raumteilungen.

Glasfaltwände ermöglichen einen unmittelbaren Zugang nach außen (im Bild: Modell der Serie Combiline aus Holz und Aluminium von Solarlux).

Glasfaltwände ermöglichen einen unmittelbaren Zugang nach außen (im Bild: Modell der Serie Combiline aus Holz und Aluminium von Solarlux).

Glaswände/​Balkone

Glas-Faltwände

Platzsparende Fenster- und Türelemente aus bodentiefen Verglasungen erlauben die nahtlose Verbindung zwischen Innen- und Außenraum.

Schaufenster dienen dem Anschauen von Waren, die hinter ihnen präsentiert und inszeniert werden. Hier eine künstlerische Intervention bei einem Schaufenster des KaDeWe, Berlin

Schaufenster dienen dem Anschauen von Waren, die hinter ihnen präsentiert und inszeniert werden. Hier eine künstlerische Intervention bei einem Schaufenster des KaDeWe, Berlin

Fensterarten

Schaufenster

Fenster für die Präsentation und Inszenierung: ein Überblick über die Entwicklung, Typologie und Anforderungen.

Bauwerke zum Thema

Das Haus der Musik nach Plänen von Erich Strolz und Dietrich Untertrifaller vereint mehrere Kulturinstitutionen; u.a. die Kammerspiele, zwei Konzertsäle, das Landeskonservatorium, das Institut für Musikwissenschaft und das Mozarteum

Das Haus der Musik nach Plänen von Erich Strolz und Dietrich Untertrifaller vereint mehrere Kulturinstitutionen; u.a. die Kammerspiele, zwei Konzertsäle, das Landeskonservatorium, das Institut für Musikwissenschaft und das Mozarteum

Kultur/​Bildung

Haus der Musik in Innsbruck

Während die Gebäudehülle zwischen Transparenz und Verschlossenheit changiert, kontrastieren im Inneren Hell und Dunkel miteinander.

Das ehemalige Warenhaus befindet sich zwischen Rokin und Kalverstraat in der Amsterdamer Innenstadt. Es wurde 1912 eröffnet und mehrfach erweitert.

Das ehemalige Warenhaus befindet sich zwischen Rokin und Kalverstraat in der Amsterdamer Innenstadt. Es wurde 1912 eröffnet und mehrfach erweitert.

Industrie/​Gewerbe

Zeekr Concept Store in Amsterdam

Immersive LED-Fensterwände und denkmalgerecht restaurierte Schaufenster mit hochtransparenten, großflächigen und teils gebogenen Verglasungen.

Kontakt Redaktion Baunetz Wissen: wissen@baunetz.de
Baunetz Wissen Fenster und Türen sponsored by:
Solarlux GmbH | Kontakt +49 5422 9271-0 | www.solarlux.com
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Panoramafensterneu

Ein Panoramafenster ist ein für einen weiten Ausblick geschaffenes Fenster.

Ein Panoramafenster ist ein für einen weiten Ausblick geschaffenes Fenster.

Ein für den weiten Ausblick geschaffenes Fenster.

Steinkreuzfensterneu

Ein Steinkreuzfenster hat Pfosten und Riegel aus Stein, die ein Kreuz in einem ebenfalls steinernen Rahmen bilden. Im Bild: Steinkreuzfenster aus Grünsandstein in Soest

Ein Steinkreuzfenster hat Pfosten und Riegel aus Stein, die ein Kreuz in einem ebenfalls steinernen Rahmen bilden. Im Bild: Steinkreuzfenster aus Grünsandstein in Soest

Eine historische Fensterform aus Stein, die in der Gotik entstand.

Blind-, Blend-, Scheinfenster

Blindfenster, auch Blendfenster oder Scheinfenster genannt, täuschen ein Fenster vor, indem sie exakt wie ein Fenster mit Laibung, Sturz und Sohlbank aussehen – aber ohne Öffnung und auch ohne Verglasung.

Blindfenster, auch Blendfenster oder Scheinfenster genannt, täuschen ein Fenster vor, indem sie exakt wie ein Fenster mit Laibung, Sturz und Sohlbank aussehen – aber ohne Öffnung und auch ohne Verglasung.

Sie haben Laibung, Sturz und Sohlbank - aber keine transparente Öffnung. Welche Aufgaben erfüllen Blindfenster? Ein Überblick.

Chicago Window

Beim 14-geschossigen Reliance Building (erbaut 1894-95) griff der Architekt Charles B. Atwood aus dem Büro Burnham and Root die traditionelle und bewährte Typologie der Bay Windows aus England auf, um eine maximale Belichtung der Nutzflächen zu erzielen. Das gilt als die Erfindung des Chicago Window.

Beim 14-geschossigen Reliance Building (erbaut 1894-95) griff der Architekt Charles B. Atwood aus dem Büro Burnham and Root die traditionelle und bewährte Typologie der Bay Windows aus England auf, um eine maximale Belichtung der Nutzflächen zu erzielen. Das gilt als die Erfindung des Chicago Window.

Ein Überblick von der Erfindung zum Vorlaufer von Pfosten-Riegel-Verglasungen

Cutouts

Cutouts sind Ausschnitte und Aussparungen in Fassaden und in der Mode. Im Bild: Einkaufszentrum in Brisbane, Australien

Cutouts sind Ausschnitte und Aussparungen in Fassaden und in der Mode. Im Bild: Einkaufszentrum in Brisbane, Australien

Strukturunabhängige Ausschnitte als Fensteröffnungen in nicht tragenden Gebäudehüllen.

Doppel- oder Kastenfenster

Doppelfenster Altstätter Schule, Celle

Doppelfenster Altstätter Schule, Celle

Eine der aufwändigsten Fensterkonstruktionen ist das Doppel- oder Kastenfenster. Schalltechnisch eine der günstigsten...

Einfachfenster

Einfachfenster besitzen Fensterflügel nur in einer Ebene und können mit einer einfachen Verglasung oder, wie heute häufig...

Erkerfenster

Ein Erker ist ein auskragender Vorsprung in einer Fassade, der so groß bzw. tief ist, dass sich im Inneren ein nutzbarer Raum bildep (im Bild: Eckerker mit Sprossenfenstern, denkmalgeschützte Wohnanlage Galenusstrasse in Pankow, 1924-27).

Ein Erker ist ein auskragender Vorsprung in einer Fassade, der so groß bzw. tief ist, dass sich im Inneren ein nutzbarer Raum bildep (im Bild: Eckerker mit Sprossenfenstern, denkmalgeschützte Wohnanlage Galenusstrasse in Pankow, 1924-27).

Kasten-, Polygonal- und Runderker: Sie vergrößern den Raum und lassen mehr Licht einfallen. Sonderformen sind Standerker und Bay Windows.

Expressionistische Sonderformate

Anders als Türen sind Fensterformate zwar nicht in Standard-Größen definiert, doch sind rechteckige Konturen üblich. Sonderformate wie wirken deshalb umso ungewöhnlicher. Im Bild: Sternförmiges Fenster Kirche St. Maria Magdalena in Berlin-Pankow

Anders als Türen sind Fensterformate zwar nicht in Standard-Größen definiert, doch sind rechteckige Konturen üblich. Sonderformate wie wirken deshalb umso ungewöhnlicher. Im Bild: Sternförmiges Fenster Kirche St. Maria Magdalena in Berlin-Pankow

Für Fensterformate sind zwar keine Standardgrößen definiert, doch sind rechteckige Konturen üblich. Umso ungewöhnlicher wirken Formen wie Dreiecke, Rhomben, Parallelogramme und Polygone.

Fenestella

Fenestella im Mausoleum der Kaiserin Galla Placidia in Ravenna, Ausschnitt aus einer historischen Fotografie, ca. 1893 bis 1898, unbekannter Fotograf

Fenestella im Mausoleum der Kaiserin Galla Placidia in Ravenna, Ausschnitt aus einer historischen Fotografie, ca. 1893 bis 1898, unbekannter Fotograf

Ursprünglich aus dem sakralen Kontext stammend, ist der Begriff für das Fensterchen als Sichtluke und Gucklock inzwischen weit gefasst.

Fenster

Alurahmen-Fenster im Düsseldorfer Neuen Zollhof, Architektur: Frank O. Gehry

Alurahmen-Fenster im Düsseldorfer Neuen Zollhof, Architektur: Frank O. Gehry

Fenster als Öffnungen in einer Wand verbinden Außen- und Innenraum, Öffentlichkeit und Privatsphäre, erlauben Ein- und Ausblicke....

Fensterband

Beim Begriff Fensterband handelt es sich um eine meist waagerechte Aneinanderreihung von Fenstern, die nur durch Rahmen, Pfosten oder schmale Blindfenster unterbrochen sind (im Bild: zeitgenössische Fensterbänder, Berlin, Gewers Pudewill, 2020).

Beim Begriff Fensterband handelt es sich um eine meist waagerechte Aneinanderreihung von Fenstern, die nur durch Rahmen, Pfosten oder schmale Blindfenster unterbrochen sind (im Bild: zeitgenössische Fensterbänder, Berlin, Gewers Pudewill, 2020).

Die meist waagerecht aneinandergereihten Fenster sind nur durch Rahmen, Pfosten oder schmale Blindfenster unterbrochen. Fensterbänder ermöglichen anpassungsfähige Raumteilungen.

Festverglaste Fenster

Festverglaste Fenster haben die gleichen bauphysikalischen Eigenschaften wie Fenster mit Öffnungsflügeln. Im Bild: festverglaste bodentiefe Fenster mit grau verputzten Belüftungsklappen, die als anleiterbare Rettungsöffnungen dienen (Block + Void House, Bundschuh Architekten, 2016).

Festverglaste Fenster haben die gleichen bauphysikalischen Eigenschaften wie Fenster mit Öffnungsflügeln. Im Bild: festverglaste bodentiefe Fenster mit grau verputzten Belüftungsklappen, die als anleiterbare Rettungsöffnungen dienen (Block + Void House, Bundschuh Architekten, 2016).

Rahmen, Verglasung, aber keine Öffnungsflügel – so können festverglaste Fenster wesentlich größere Formate haben.

Fischblase

Das Ornement Fischblase oder Schneuß ist eine geschwungene Kontur, die sich geometrisch konstruiert aus einem Kreis und aus mindestens zwei spitz zusammenlaufenden Segmentbögen zusammensetzt.

Das Ornement Fischblase oder Schneuß ist eine geschwungene Kontur, die sich geometrisch konstruiert aus einem Kreis und aus mindestens zwei spitz zusammenlaufenden Segmentbögen zusammensetzt.

Dieses Ornament findet sich in Europa besonders oft in gotischen Maßwerksfenstern.

Fledermausfenster

Neues Fenster in historischer Fledermausgaube, nur die beiden mittleren Fensterflügel lassen sich öffnen.

Neues Fenster in historischer Fledermausgaube, nur die beiden mittleren Fensterflügel lassen sich öffnen.

Die Fertigung eines Fledermausfensters verlangt technisches Können und dreidimensionale Vorstellungskraft

Französisches Fenster

Mit der Bezeichnung Französisches Fenster wird präzise ausgedrückt ein Fenêtre Haussmannienne bezeichnet, also ein Fenstertyp, den Baron Georges-Eugène Haussmann Mitte des 19. Jahrhunderts in Paris einführte und geradezu massenhaft einbauen ließ (im Bild: Französische Fenster als Drillinge mit schmaler Balkon-Variante).

Mit der Bezeichnung Französisches Fenster wird präzise ausgedrückt ein Fenêtre Haussmannienne bezeichnet, also ein Fenstertyp, den Baron Georges-Eugène Haussmann Mitte des 19. Jahrhunderts in Paris einführte und geradezu massenhaft einbauen ließ (im Bild: Französische Fenster als Drillinge mit schmaler Balkon-Variante).

Mit der Bezeichnung Französisches Fenster wird präzise ausgedrückt ein Fenêtre Haussmannienne bezeichnet, also ein Fenstertyp, den...

Getarnte Fenster

Analog zur Tarnung eines Chamäleons erzeugen geometrisch-visuelle Muster eine Form der Unsichtbarkeit.

Analog zur Tarnung eines Chamäleons erzeugen geometrisch-visuelle Muster eine Form der Unsichtbarkeit.

Überlagerungen in Form von Verkleidungen, Schichtungen, Blenden oder Schalen.

Glas-Faltwände

Fensterwände bestehen aus mehreren Fenster- und/oder Türelementen, im Bild das Glasfaltwand-System Highline von Solarlux.

Fensterwände bestehen aus mehreren Fenster- und/oder Türelementen, im Bild das Glasfaltwand-System Highline von Solarlux.

Eine Fensterwand ist ein aus mehreren Fenster- und/oder Türelementen bestehendes großflächiges Fassadenelement. Dieses wird in...

Himmelsauge

Grabkapelle auf dem Württemberg, mit dem Opaion des Pantheons in Rom als Vorbild

Grabkapelle auf dem Württemberg, mit dem Opaion des Pantheons in Rom als Vorbild

Die kreisrunden Fenster in der Mitte einer Decke, die meist als Kuppel, Wölbung, Kegel oder Konus konstruiert sind, lassen Licht von oben einfallen.

Kellerfenster/Lichtschächte

Modularer Beton-Lichtschacht von ACO

Modularer Beton-Lichtschacht von ACO

Die verschiedenen Typen von Kellerfenstern lassen sich unterscheiden in Betonrahmen-, Kunststoffrahmen und „normale“ Außenfenster....

Lamellenfenster

Fassade mit flächenbündigen Horizontal-Lamellen

Fassade mit flächenbündigen Horizontal-Lamellen

Prinzip und ästhetische Bandbreite

Laterne

In der Architektur bezeichnet eine Laterne einen kronenartigen Aufbau oder Aufsatz auf den Spitzen von Kuppeln, Erkern und Türmen.

In der Architektur bezeichnet eine Laterne einen kronenartigen Aufbau oder Aufsatz auf den Spitzen von Kuppeln, Erkern und Türmen.

Weithin sichtbarer Aufsatz auf Kuppeln, Erkern und Türmen zur Belichtung, Beleuchtung und Lüftung. Im Mittelalter und der frühen Neuzeit dienten sie auch der Kommunikation, später der Repräsentation.

Obergadenfenster

Obergadenfenster sind eine Sonderform von Oberlichtern. Sie sind kein einzelnes Fenster sondern immer eine zusammenhängende Gruppe. Als eine Reihung von Fensteröffnungen bilden sie ein horizontales Band in linearer, kreisförmiger oder elliptischer Anordnung im oberen Wand- und Deckenbereich von Schiffen, also länglichen Räumen, von Kuppeln, entlang von Emporen oder hoch gelegenen Galerien.

Obergadenfenster sind eine Sonderform von Oberlichtern. Sie sind kein einzelnes Fenster sondern immer eine zusammenhängende Gruppe. Als eine Reihung von Fensteröffnungen bilden sie ein horizontales Band in linearer, kreisförmiger oder elliptischer Anordnung im oberen Wand- und Deckenbereich von Schiffen, also länglichen Räumen, von Kuppeln, entlang von Emporen oder hoch gelegenen Galerien.

Als eine Reihung von Fensteröffnungen bilden sie ein horizontales Band in linearer, kreisförmiger oder elliptischer Anordnung im oberen Wand- und Deckenbereich.

Ochsenauge

In der Architektur bezeichnet der Begriff Ochsenauge ein kleineres kreisrundes oder horizontal ovales Fenster.

In der Architektur bezeichnet der Begriff Ochsenauge ein kleineres kreisrundes oder horizontal ovales Fenster.

In der Architektur bezeichnet der Begriff Ochsenauge ein kleineres kreisrundes oder horizontal ovales Fenster.

Prismatische Oberlichtgitter

Zur natürlichen Belichtung unterirdischer Räume wurden in den Bürgersteigen guss- oder schmiedeeiserne Gitter verlegt, in deren Zellen massive gläserne Pfropfen gesteckt wurden.

Zur natürlichen Belichtung unterirdischer Räume wurden in den Bürgersteigen guss- oder schmiedeeiserne Gitter verlegt, in deren Zellen massive gläserne Pfropfen gesteckt wurden.

Frühe Form begehbarer Oberlichter aus guss- oder schmiedeeisernen Gittern mit eingesetzten Glaspfropfen zur natürlichen Belichtung unterirdischer Räume.

Radfenster

Radfenster in einer Mauerwerkswand

Radfenster in einer Mauerwerkswand

Radfenster sind die konstruktiven Vorläufer von Fensterrosen und Rosettenfenstern.

Schallfenster

Schallfenster sollen Geräusche nicht verhindern, sondern im Gegenteil ermöglichen, dass sie sich möglichst weit verbreiten. Im Bild: St. Matthias am Winterfeldtplatz, Berlin

Schallfenster sollen Geräusche nicht verhindern, sondern im Gegenteil ermöglichen, dass sie sich möglichst weit verbreiten. Im Bild: St. Matthias am Winterfeldtplatz, Berlin

Im Gegensatz zu Schallschutzfenstern sollen die auch Schallluken, Klangarkaden oder Schallarkaden genannten Öffnungen Geräusche so weit wie möglich verteilen.

Schaufenster

Schaufenster dienen dem Anschauen von Waren, die hinter ihnen präsentiert und inszeniert werden. Hier eine künstlerische Intervention bei einem Schaufenster des KaDeWe, Berlin

Schaufenster dienen dem Anschauen von Waren, die hinter ihnen präsentiert und inszeniert werden. Hier eine künstlerische Intervention bei einem Schaufenster des KaDeWe, Berlin

Fenster für die Präsentation und Inszenierung: ein Überblick über die Entwicklung, Typologie und Anforderungen.

Schiebefenster

Schiebefenster bestehen aus einem Blendrahmen und Flügeln, die in einem Schienen- bzw. Nutsystem seitlich verschoben werden (im Bild: großformatige Schiebefenster cero-III von Solarlux mit schmalen Rahmen)

Schiebefenster bestehen aus einem Blendrahmen und Flügeln, die in einem Schienen- bzw. Nutsystem seitlich verschoben werden (im Bild: großformatige Schiebefenster cero-III von Solarlux mit schmalen Rahmen)

Sei es horizontal, vertikal oder in Dachschrägen: Während der Bewegung bleibt der Flügel parallel zur Wandebene; im geöffneten Zustand ragt er nicht in den Raum hinein.

Schießscharten

Als Schießscharten werden häufig Fenster bezeichnet, die als irgendwie falsch empfunden werden. Im Bild: Mehrere Schlüssel-Schießscharten neben nachträglich eingefügten Fenstern, Osthofentor in Soest, erbaut 1523-1526 als Teil eines Stadtwalls

Als Schießscharten werden häufig Fenster bezeichnet, die als irgendwie falsch empfunden werden. Im Bild: Mehrere Schlüssel-Schießscharten neben nachträglich eingefügten Fenstern, Osthofentor in Soest, erbaut 1523-1526 als Teil eines Stadtwalls

Häufige Bezeichnung für Fenster, die als zu winzig, zu schmal, zu tief in einer Laibung sitzend oder grundsätzlich irgendwie als hässlich und falsch empfunden werden.

Seelenfenster

Seelenfenster ist ein symbolischer oder vielmehr metaphorischer Name für ein kleines meist kreisrundes Fenster im Giebel oder im oberen Bereich von Außenwänden.

Seelenfenster ist ein symbolischer oder vielmehr metaphorischer Name für ein kleines meist kreisrundes Fenster im Giebel oder im oberen Bereich von Außenwänden.

Symbolische, religiöse, esoterische und bauphysikalische Bedeutung der im Giebel oder im oberen Bereich von Außenwänden angeordneten Öffnung.

Stehende und liegende Fenster

Bei einem stehenden Fenster ist die Fensterhöhe ein Vielfaches der Fensterbreite, während bei einem liegenden Fenster die Fensterbreite um ein Vielfaches größer ist als die Fensterhöhe (im Bild: stehendes Fenster in einer Metallhaut).

Bei einem stehenden Fenster ist die Fensterhöhe ein Vielfaches der Fensterbreite, während bei einem liegenden Fenster die Fensterbreite um ein Vielfaches größer ist als die Fensterhöhe (im Bild: stehendes Fenster in einer Metallhaut).

Proportion Fensterbreite zu Fensterhöhe

Vertikalschiebefenster

Hölzernes Vertikalschiebefenster mit einer 8x8-Sprossenteilung in einer Adobe-Wand (=Lehmziegel) in New Mexico

Hölzernes Vertikalschiebefenster mit einer 8x8-Sprossenteilung in einer Adobe-Wand (=Lehmziegel) in New Mexico

In seitlichen Schienen innerhalb des Rahmens lassen sich die verglasten Elemente nach oben und unten schieben. Diese Fensterart ist besonders platzsparend.

Zwillingsfenster

Typen von Zwliingsfenstern in einem repräsentativen Bau aus der Zeit des Historismus

Typen von Zwliingsfenstern in einem repräsentativen Bau aus der Zeit des Historismus

Zwillingsfenster sind die Bezeichnung für zwei eng nebeneinander spiegelsymmetrisch angeordnete Fenster. Etymologisch entstand das...

Vorgehängte Balkonfassaden

Für die Fassadensanierung: Modulare Komplett-Systeme von Solarlux schließen die Gebäudehülle energieeffizient und schallschützend!

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