Ein Panoramafenster ist ein für einen weiten Ausblick
geschaffenes Fenster. Üblicherweise ist es ein liegendes Format,
weil es den Horizont geometrisch nachzeichnet, oder aber ein aus
mehreren stehenden Formaten zusammengesetztes horizontales Band. Im
Sinne eines möglichst ungestörten Aus- und Überblicks sind
Panoramafenster häufig bodentief mit in den Ansichtsflächen sehr
schmalen Fensterprofilen, die dann als Schwerter die konstruktive
Aussteifung und Lastabtragung übernehmen.
Galerie
Ein Panoramafenster ist ein für einen weiten Ausblick geschaffenes Fenster.
Bild: Susanne Junker, Berlin
01|06
Ein Beispiel für ein Zusammenspiel von Panoramafenstern, Glaswänden, Fenstertüren und Dachterrassen ist die Hamburger Elbphilharmonie, von der Besucher*innen nicht nur während der Konzertpausen einen weiten Blick über Hamburg und den Hamburger Hafen haben.
Bild: Elbphilharmonie Hamburg, Fotograf Iwan Baan
02|06
Ein Beispiel für ebenerdige Panoramafenster sind die großformatigen Glaswände beim Farnsworth House von Ludwig Mies van der Rohe (Plano, Illinois/USA, 1945-1951), die in vielen anderen Architekturen zitiert und adaptiert werden.
Bild: Fotografie Carol M. Highsmith zwischen 1980-2006, LC-DIG-highsm-17688 Photographs in the Carol M. Highsmith Archive, Library of Congress, Prints and Photographs Division, public domain
03|06
Der irische Maler Robert Barker (1739-1806) arbeitete an perspektivischen Stadtansichten von Edinburgh und London, die er in Rotunden zu zylindrischen 360°-Bildern zusammensetzte. Er setzte den Begriff Panorama aus griechischen Silben zusammen..
Bild: Robert Barker, Panorama of Edinburgh from the Calton Hill, 1790, 6 Blätter in Aquatinta, 42 x 330 cm, CC-BY Reproduced with the permission of the National Library of Scotland
04|06
Illusion eines echten Ausblicks: Die Panoramen des 19. Jahrhunderts ergänzen Bilder mit fensterartigen Rahmen, Treppen und Brüstungen.
Bild: Fotografiestudio W. & F. Langenheim, Philadelphia 1845, 5 Daguerreotypien, Metropolitan Museum New York, Object Number: 2005.100.495
05|06
Typologisch verwandt sind Panoramen ebenso wie Panoramafenster daher mit Schaukästen, Schaufenstern und Fensterwänden.
Bild: Robert Mitchell, Tafel (Radierung) aus: Plans, And Views in Perspective. With Descriptions, Of Buildings Erected In England and Scotland: and also an essay, to elucidate the Grecian, Roman and Gothic architecture, accompanied with designs, 1801. Metropolitan Museum New York, Object Number: 52.519.153
06|06
Beispiele
Je nach topographischer Situation, exponierter Lage und daraus
resultierenden Witterungsbedingungen, aber auch hinsichtlich des
Gewichts großer bis übergroßer Glasscheiben und
tragwerkstechnischen Anforderungen sind Panoramafenster überwiegend
festverglast. In Kombination mit Balkonen, Dachterrassen und
Brüstungen bieten sich Öffnungstechniken mit Schiebe-, Dreh- und
Kippflügeln oder Fenstertüren an. Ein Beispiel für ein derartiges
Zusammenspiel von Panoramafenstern, Glaswänden, Fenstertüren und
Dachterrassen ist die Hamburger Elbphilharmonie, von der
Besucher*innen nicht nur während der Konzertpausen einen weiten
Blick über Hamburg und den Hamburger Hafen haben (Architektur:
Herzog & de Meuron 2001-2016).
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Ein Panoramafenster ist ein für einen weiten Ausblick geschaffenes Fenster.
Bild: Susanne Junker, Berlin
01|06
Ein Beispiel für ein Zusammenspiel von Panoramafenstern, Glaswänden, Fenstertüren und Dachterrassen ist die Hamburger Elbphilharmonie, von der Besucher*innen nicht nur während der Konzertpausen einen weiten Blick über Hamburg und den Hamburger Hafen haben.
Bild: Elbphilharmonie Hamburg, Fotograf Iwan Baan
02|06
Ein Beispiel für ebenerdige Panoramafenster sind die großformatigen Glaswände beim Farnsworth House von Ludwig Mies van der Rohe (Plano, Illinois/USA, 1945-1951), die in vielen anderen Architekturen zitiert und adaptiert werden.
Bild: Fotografie Carol M. Highsmith zwischen 1980-2006, LC-DIG-highsm-17688 Photographs in the Carol M. Highsmith Archive, Library of Congress, Prints and Photographs Division, public domain
03|06
Der irische Maler Robert Barker (1739-1806) arbeitete an perspektivischen Stadtansichten von Edinburgh und London, die er in Rotunden zu zylindrischen 360°-Bildern zusammensetzte. Er setzte den Begriff Panorama aus griechischen Silben zusammen..
Bild: Robert Barker, Panorama of Edinburgh from the Calton Hill, 1790, 6 Blätter in Aquatinta, 42 x 330 cm, CC-BY Reproduced with the permission of the National Library of Scotland
04|06
Illusion eines echten Ausblicks: Die Panoramen des 19. Jahrhunderts ergänzen Bilder mit fensterartigen Rahmen, Treppen und Brüstungen.
Bild: Fotografiestudio W. & F. Langenheim, Philadelphia 1845, 5 Daguerreotypien, Metropolitan Museum New York, Object Number: 2005.100.495
05|06
Typologisch verwandt sind Panoramen ebenso wie Panoramafenster daher mit Schaukästen, Schaufenstern und Fensterwänden.
Bild: Robert Mitchell, Tafel (Radierung) aus: Plans, And Views in Perspective. With Descriptions, Of Buildings Erected In England and Scotland: and also an essay, to elucidate the Grecian, Roman and Gothic architecture, accompanied with designs, 1801. Metropolitan Museum New York, Object Number: 52.519.153
06|06
Eine erhöhte Perspektive, insbesondere aus Dachgeschossen,
Türmen und Aussichtspunkten, erweitert den Sichtradius zusätzlich
in der vertikalen Ausrichtung zu einem meist als grandios
wahrgenommenen Bild. Ein Panoramafenster kann jedoch ebenso
ebenerdig angeordnet sein, wenn es einen Blick aus einem Innenraum
als größtmögliche Verknüpfung von innen und außen gewährleisten
soll. Ein Beispiel für diese spezielle Art von Panoramafenstern
sind die großformatigen Glaswände beim Farnsworth House von Ludwig
Mies van der Rohe (Plano, Illinois/USA, 1945-1951), die in vielen
anderen Architekturen zitiert und adaptiert werden.
Ursprünge
Der Begriff Panorama wird heute in zahlreichen Kontexten
verwendet, beispielsweise im TV-Journalismus für eine
Zusammenstellung von kurzen Beiträgen zu aktuellen Themen.
Tatsächlich stammt der Begriff aus der bildenden Kunst des späten
18. Jahrhunderts. Der irische Maler Robert Barker (1739-1806)
arbeitete an perspektivischen Stadtansichten von Edinburgh und
London, die er in Rotunden zu zylindrischen 360°-Bildern
zusammensetzte. Für die Beschreibung dieser Bildpräsentation suchte
er um 1789 einen prägnanten und bildungsbürgerlich seriösen
Begriff. Er setzte die griechischen Vokabeln pan (παν‑),
all, gesamt, und hórama (ὅραμα) Anblick, Erscheinung, von
horãn (ὁρᾶν), sehen, schauen, zusammen. Wörtlich übersetzt
heißt ein Panorama „Gesamtanblick“. Der Begriff Panorama – ähnlich
wie Diorama, Georama, Kosmorama – setzte sich durch, da er trotz
seiner Herkunft als künstliches Fremdwort einfach auszusprechen ist
und sich unverändert in andere Sprachen übertragen lässt.
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Ein Panoramafenster ist ein für einen weiten Ausblick geschaffenes Fenster.
Bild: Susanne Junker, Berlin
01|06
Ein Beispiel für ein Zusammenspiel von Panoramafenstern, Glaswänden, Fenstertüren und Dachterrassen ist die Hamburger Elbphilharmonie, von der Besucher*innen nicht nur während der Konzertpausen einen weiten Blick über Hamburg und den Hamburger Hafen haben.
Bild: Elbphilharmonie Hamburg, Fotograf Iwan Baan
02|06
Ein Beispiel für ebenerdige Panoramafenster sind die großformatigen Glaswände beim Farnsworth House von Ludwig Mies van der Rohe (Plano, Illinois/USA, 1945-1951), die in vielen anderen Architekturen zitiert und adaptiert werden.
Bild: Fotografie Carol M. Highsmith zwischen 1980-2006, LC-DIG-highsm-17688 Photographs in the Carol M. Highsmith Archive, Library of Congress, Prints and Photographs Division, public domain
03|06
Der irische Maler Robert Barker (1739-1806) arbeitete an perspektivischen Stadtansichten von Edinburgh und London, die er in Rotunden zu zylindrischen 360°-Bildern zusammensetzte. Er setzte den Begriff Panorama aus griechischen Silben zusammen..
Bild: Robert Barker, Panorama of Edinburgh from the Calton Hill, 1790, 6 Blätter in Aquatinta, 42 x 330 cm, CC-BY Reproduced with the permission of the National Library of Scotland
04|06
Illusion eines echten Ausblicks: Die Panoramen des 19. Jahrhunderts ergänzen Bilder mit fensterartigen Rahmen, Treppen und Brüstungen.
Bild: Fotografiestudio W. & F. Langenheim, Philadelphia 1845, 5 Daguerreotypien, Metropolitan Museum New York, Object Number: 2005.100.495
05|06
Typologisch verwandt sind Panoramen ebenso wie Panoramafenster daher mit Schaukästen, Schaufenstern und Fensterwänden.
Bild: Robert Mitchell, Tafel (Radierung) aus: Plans, And Views in Perspective. With Descriptions, Of Buildings Erected In England and Scotland: and also an essay, to elucidate the Grecian, Roman and Gothic architecture, accompanied with designs, 1801. Metropolitan Museum New York, Object Number: 52.519.153
06|06
Panoramen wurden im 19. Jahrhundert äußerst populär. Allerdings
sind derartige horizontal angelegte Abbildungen von Landschaften
und Städten schon wesentlich älter. Horizontal zusammengesetzte
Bilder finden sich in den Triptychen von mittelalterlichen
Altarbildern, in aus bemalten Paneelen zusammengesetzten Tafeln von
Paravents in ostasiatischen Kulturen und in den Veduten von Malern
wie Canaletto (Bernardo Bellotto, 1722-1780). Die Panoramen des 19.
Jahrhunderts zeigen jedoch nicht nur Bilder, sondern ergänzen diese
mit fensterartigen Rahmen, Treppen und Brüstungen, um die Illusion
eines echten Ausblicks zu schaffen. Das Spektrum zur Simulation von
dreidimensionaler Wirklichkeit reicht von Papier- und
Pappkarton-Rahmen, die wie bei den fünf Daguerreotypien der
Niagara-Fälle wie eine Kolonnadenterrasse mit Brüstungen vor dem
Tal mit den Wasserfällen wirken, bis zu mehrgeschossigen Pavillons
als begehbare Attraktionen.
Typologisch verwandt sind Panoramen ebenso wie Panoramafenster
daher mit Schaukästen, Schaufenstern, Fensterwänden bis zu heutigen
digital-immersiven Installationen. -sj
Fachwissen zum Thema
Beim Begriff Fensterband handelt es sich um eine meist waagerechte Aneinanderreihung von Fenstern, die nur durch Rahmen, Pfosten oder schmale Blindfenster unterbrochen sind (im Bild: zeitgenössische Fensterbänder, Berlin, Gewers Pudewill, 2020).
Bild: Susanne Junker, Berlin
Fensterarten
Fensterband
Die meist waagerecht aneinandergereihten Fenster sind nur durch Rahmen, Pfosten oder schmale Blindfenster unterbrochen. Fensterbänder ermöglichen anpassungsfähige Raumteilungen.
Glasfaltwände ermöglichen einen unmittelbaren Zugang nach außen (im Bild: Modell der Serie Combiline aus Holz und Aluminium von Solarlux).
Bild: Solarlux, Melle
Glaswände/Balkone
Glas-Faltwände
Platzsparende Fenster- und Türelemente aus bodentiefen Verglasungen erlauben die nahtlose Verbindung zwischen Innen- und Außenraum.
Schaufenster dienen dem Anschauen von Waren, die hinter ihnen präsentiert und inszeniert werden. Hier eine künstlerische Intervention bei einem Schaufenster des KaDeWe, Berlin
Bild: Susanne Junker, Berlin
Fensterarten
Schaufenster
Fenster für die Präsentation und Inszenierung: ein Überblick über die Entwicklung, Typologie und Anforderungen.
Bauwerke zum Thema
Das Haus der Musik nach Plänen von Erich Strolz und Dietrich Untertrifaller vereint mehrere Kulturinstitutionen; u.a. die Kammerspiele, zwei Konzertsäle, das Landeskonservatorium, das Institut für Musikwissenschaft und das Mozarteum
Bild: Solarlux, Melle
Kultur/Bildung
Haus der Musik in Innsbruck
Während die Gebäudehülle zwischen Transparenz und Verschlossenheit changiert, kontrastieren im Inneren Hell und Dunkel miteinander.
Das ehemalige Warenhaus befindet sich zwischen Rokin und Kalverstraat in der Amsterdamer Innenstadt. Es wurde 1912 eröffnet und mehrfach erweitert.
Bild: Ossip van Duivenbode, Rotterdam
Industrie/Gewerbe
Zeekr Concept Store in Amsterdam
Immersive LED-Fensterwände und denkmalgerecht restaurierte Schaufenster
mit hochtransparenten, großflächigen und teils gebogenen Verglasungen.
Ein Panoramafenster ist ein für einen weiten Ausblick geschaffenes Fenster.
Bild: Susanne Junker, Berlin
Ein für den weiten Ausblick geschaffenes Fenster.
Steinkreuzfensterneu
Ein Steinkreuzfenster hat Pfosten und Riegel aus Stein, die ein Kreuz in einem ebenfalls steinernen Rahmen bilden. Im Bild: Steinkreuzfenster aus Grünsandstein in Soest
Bild: Susanne Junker, Berlin
Eine historische Fensterform aus Stein, die in der Gotik entstand.
Blind-, Blend-, Scheinfenster
Blindfenster, auch Blendfenster oder Scheinfenster genannt, täuschen ein Fenster vor, indem sie exakt wie ein Fenster mit Laibung, Sturz und Sohlbank aussehen – aber ohne Öffnung und auch ohne Verglasung.
Bild: Susanne Junker, Berlin
Sie haben Laibung, Sturz und Sohlbank - aber keine transparente Öffnung. Welche Aufgaben erfüllen Blindfenster? Ein Überblick.
Chicago Window
Beim 14-geschossigen Reliance Building (erbaut 1894-95) griff der Architekt Charles B. Atwood aus dem Büro Burnham and Root die traditionelle und bewährte Typologie der Bay Windows aus England auf, um eine maximale Belichtung der Nutzflächen zu erzielen. Das gilt als die Erfindung des Chicago Window.
Bild: Quelle: Library of Congress, Prints and Photographs Division, Washington D.C., Objektnr. HABS ILL,16-CHIG,30-2, Public Domain
Ein Überblick von der Erfindung zum Vorlaufer von Pfosten-Riegel-Verglasungen
Cutouts
Cutouts sind Ausschnitte und Aussparungen in Fassaden und in der Mode. Im Bild: Einkaufszentrum in Brisbane, Australien
Bild: Susanne Junker, Berlin
Strukturunabhängige Ausschnitte als Fensteröffnungen in nicht tragenden Gebäudehüllen.
Doppel- oder Kastenfenster
Doppelfenster Altstätter Schule, Celle
Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
Eine der aufwändigsten Fensterkonstruktionen ist das Doppel- oder Kastenfenster. Schalltechnisch eine der günstigsten...
Einfachfenster
Einfachfenster besitzen Fensterflügel nur in einer Ebene und können mit einer einfachen Verglasung oder, wie heute häufig...
Erkerfenster
Ein Erker ist ein auskragender Vorsprung in einer Fassade, der so groß bzw. tief ist, dass sich im Inneren ein nutzbarer Raum bildep (im Bild: Eckerker mit Sprossenfenstern, denkmalgeschützte Wohnanlage Galenusstrasse in Pankow, 1924-27).
Bild: Susanne Junker, Berlin
Kasten-, Polygonal- und Runderker: Sie vergrößern den Raum und lassen mehr Licht einfallen. Sonderformen sind Standerker und Bay Windows.
Expressionistische Sonderformate
Anders als Türen sind Fensterformate zwar nicht in Standard-Größen definiert, doch sind rechteckige Konturen üblich. Sonderformate wie wirken deshalb umso ungewöhnlicher. Im Bild: Sternförmiges Fenster Kirche St. Maria Magdalena in Berlin-Pankow
Bild: Susanne Junker, Berlin
Für Fensterformate sind zwar keine Standardgrößen definiert, doch sind rechteckige Konturen üblich. Umso ungewöhnlicher wirken Formen wie Dreiecke, Rhomben, Parallelogramme und Polygone.
Fenestella
Fenestella im Mausoleum der Kaiserin Galla Placidia in Ravenna, Ausschnitt aus einer historischen Fotografie, ca. 1893 bis 1898, unbekannter Fotograf
Bild: Rijksmuseum Amsterdam, Objekt-Nr RP-F-2001-7-1636-3, Public Domain
Ursprünglich aus dem sakralen Kontext stammend, ist der Begriff für das Fensterchen als Sichtluke und Gucklock inzwischen weit gefasst.
Fenster
Alurahmen-Fenster im Düsseldorfer Neuen Zollhof, Architektur: Frank O. Gehry
Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
Fenster als Öffnungen in einer Wand verbinden Außen- und Innenraum, Öffentlichkeit und Privatsphäre, erlauben Ein- und Ausblicke....
Fensterband
Beim Begriff Fensterband handelt es sich um eine meist waagerechte Aneinanderreihung von Fenstern, die nur durch Rahmen, Pfosten oder schmale Blindfenster unterbrochen sind (im Bild: zeitgenössische Fensterbänder, Berlin, Gewers Pudewill, 2020).
Bild: Susanne Junker, Berlin
Die meist waagerecht aneinandergereihten Fenster sind nur durch Rahmen, Pfosten oder schmale Blindfenster unterbrochen. Fensterbänder ermöglichen anpassungsfähige Raumteilungen.
Festverglaste Fenster
Festverglaste Fenster haben die gleichen bauphysikalischen Eigenschaften wie Fenster mit Öffnungsflügeln. Im Bild: festverglaste bodentiefe Fenster mit grau verputzten Belüftungsklappen, die als anleiterbare Rettungsöffnungen dienen (Block + Void House, Bundschuh Architekten, 2016).
Bild: Susanne Junker, Berlin
Rahmen, Verglasung, aber keine Öffnungsflügel – so können festverglaste Fenster wesentlich größere Formate haben.
Fischblase
Das Ornement Fischblase oder Schneuß ist eine geschwungene Kontur, die sich geometrisch konstruiert aus einem Kreis und aus mindestens zwei spitz zusammenlaufenden Segmentbögen zusammensetzt.
Bild: Aline Busch, Mannheim
Dieses Ornament findet sich in Europa besonders oft in gotischen Maßwerksfenstern.
Fledermausfenster
Neues Fenster in historischer Fledermausgaube, nur die beiden mittleren Fensterflügel lassen sich öffnen.
Bild: Susanne Junker, Berlin
Die Fertigung eines Fledermausfensters verlangt technisches Können und dreidimensionale Vorstellungskraft
Französisches Fenster
Mit der Bezeichnung Französisches Fenster wird präzise ausgedrückt ein Fenêtre Haussmannienne bezeichnet, also ein Fenstertyp, den Baron Georges-Eugène Haussmann Mitte des 19. Jahrhunderts in Paris einführte und geradezu massenhaft einbauen ließ (im Bild: Französische Fenster als Drillinge mit schmaler Balkon-Variante).
Bild: Susanne Junker, Berlin
Mit der Bezeichnung Französisches Fenster wird präzise ausgedrückt ein Fenêtre Haussmannienne bezeichnet, also ein Fenstertyp, den...
Getarnte Fenster
Analog zur Tarnung eines Chamäleons erzeugen geometrisch-visuelle Muster eine Form der Unsichtbarkeit.
Bild: Susanne Junker, Berlin
Überlagerungen in Form von Verkleidungen, Schichtungen, Blenden oder Schalen.
Glas-Faltwände
Fensterwände bestehen aus mehreren Fenster- und/oder Türelementen, im Bild das Glasfaltwand-System Highline von Solarlux.
Bild: Solarlux, Melle
Eine Fensterwand ist ein aus mehreren Fenster- und/oder Türelementen bestehendes großflächiges Fassadenelement. Dieses wird in...
Himmelsauge
Grabkapelle auf dem Württemberg, mit dem Opaion des Pantheons in Rom als Vorbild
Die kreisrunden Fenster in der Mitte einer Decke, die meist als Kuppel, Wölbung, Kegel oder Konus konstruiert sind, lassen Licht von oben einfallen.
Kellerfenster/Lichtschächte
Modularer Beton-Lichtschacht von ACO
Bild: ACO, Büdelsdorf
Die verschiedenen Typen von Kellerfenstern lassen sich unterscheiden in Betonrahmen-, Kunststoffrahmen und „normale“ Außenfenster....
Lamellenfenster
Fassade mit flächenbündigen Horizontal-Lamellen
Bild: Susanne Junker, Berlin
Prinzip und ästhetische Bandbreite
Laterne
In der Architektur bezeichnet eine Laterne einen kronenartigen Aufbau oder Aufsatz auf den Spitzen von Kuppeln, Erkern und Türmen.
Bild: Susanne Junker, Berlin
Weithin sichtbarer Aufsatz auf Kuppeln, Erkern und Türmen zur Belichtung, Beleuchtung und Lüftung. Im Mittelalter und der frühen Neuzeit dienten sie auch der Kommunikation, später der Repräsentation.
Obergadenfenster
Obergadenfenster sind eine Sonderform von Oberlichtern. Sie sind kein einzelnes Fenster sondern immer eine zusammenhängende Gruppe. Als eine Reihung von Fensteröffnungen bilden sie ein horizontales Band in linearer, kreisförmiger oder elliptischer Anordnung im oberen Wand- und Deckenbereich von Schiffen, also länglichen Räumen, von Kuppeln, entlang von Emporen oder hoch gelegenen Galerien.
Bild: Susanne Junker, Berlin
Als eine Reihung von Fensteröffnungen bilden sie ein horizontales Band in linearer, kreisförmiger oder elliptischer Anordnung im oberen Wand- und Deckenbereich.
Ochsenauge
In der Architektur bezeichnet der Begriff Ochsenauge ein kleineres kreisrundes oder horizontal ovales Fenster.
Bild: Susanne Junker, Berlin
In der Architektur bezeichnet der Begriff Ochsenauge ein kleineres kreisrundes oder horizontal ovales Fenster.
Prismatische Oberlichtgitter
Zur natürlichen Belichtung unterirdischer Räume wurden in den Bürgersteigen guss- oder schmiedeeiserne Gitter verlegt, in deren Zellen massive gläserne Pfropfen gesteckt wurden.
Bild: Susanne Junker, Berlin
Frühe Form begehbarer Oberlichter aus guss- oder schmiedeeisernen Gittern mit eingesetzten Glaspfropfen zur natürlichen Belichtung unterirdischer Räume.
Radfenster
Radfenster in einer Mauerwerkswand
Bild: Aline Busch, Berlin
Radfenster sind die konstruktiven Vorläufer von Fensterrosen und Rosettenfenstern.
Schallfenster
Schallfenster sollen Geräusche nicht verhindern, sondern im Gegenteil ermöglichen, dass sie sich möglichst weit verbreiten. Im Bild: St. Matthias am Winterfeldtplatz, Berlin
Bild: Susanne Junker, Berlin
Im Gegensatz zu Schallschutzfenstern sollen die auch Schallluken, Klangarkaden oder Schallarkaden genannten Öffnungen Geräusche so weit wie möglich verteilen.
Schaufenster
Schaufenster dienen dem Anschauen von Waren, die hinter ihnen präsentiert und inszeniert werden. Hier eine künstlerische Intervention bei einem Schaufenster des KaDeWe, Berlin
Bild: Susanne Junker, Berlin
Fenster für die Präsentation und Inszenierung: ein Überblick über die Entwicklung, Typologie und Anforderungen.
Schiebefenster
Schiebefenster bestehen aus einem Blendrahmen und Flügeln, die in einem Schienen- bzw. Nutsystem seitlich verschoben werden (im Bild: großformatige Schiebefenster cero-III von Solarlux mit schmalen Rahmen)
Bild: Solarlux, Melle
Sei es horizontal, vertikal oder in Dachschrägen: Während der Bewegung bleibt der Flügel parallel zur Wandebene; im geöffneten Zustand ragt er nicht in den Raum hinein.
Schießscharten
Als Schießscharten werden häufig Fenster bezeichnet, die als irgendwie falsch empfunden werden. Im Bild: Mehrere Schlüssel-Schießscharten neben nachträglich eingefügten Fenstern, Osthofentor in Soest, erbaut 1523-1526 als Teil eines Stadtwalls
Bild: Susanne Junker, Berlin
Häufige Bezeichnung für Fenster, die als zu winzig, zu schmal, zu tief in einer Laibung sitzend oder grundsätzlich irgendwie als hässlich und falsch empfunden werden.
Seelenfenster
Seelenfenster ist ein symbolischer oder vielmehr metaphorischer Name für ein kleines meist kreisrundes Fenster im Giebel oder im oberen Bereich von Außenwänden.
Bild: Susanne Junker, Berlin
Symbolische, religiöse, esoterische und bauphysikalische Bedeutung der im Giebel oder im oberen Bereich von Außenwänden angeordneten Öffnung.
Stehende und liegende Fenster
Bei einem stehenden Fenster ist die Fensterhöhe ein Vielfaches der Fensterbreite, während bei einem liegenden Fenster die Fensterbreite um ein Vielfaches größer ist als die Fensterhöhe (im Bild: stehendes Fenster in einer Metallhaut).
Bild: Susanne Junker, Berlin
Proportion Fensterbreite zu Fensterhöhe
Vertikalschiebefenster
Hölzernes Vertikalschiebefenster mit einer 8x8-Sprossenteilung in einer Adobe-Wand (=Lehmziegel) in New Mexico
Bild: Susanne Junker, Berlin
In seitlichen Schienen innerhalb des Rahmens lassen sich die verglasten Elemente nach oben und unten schieben. Diese Fensterart ist besonders platzsparend.
Zwillingsfenster
Typen von Zwliingsfenstern in einem repräsentativen Bau aus der Zeit des Historismus
Bild: Susanne Junker, Berlin
Zwillingsfenster sind die Bezeichnung für zwei eng nebeneinander spiegelsymmetrisch angeordnete Fenster. Etymologisch entstand das...
Vorgehängte Balkonfassaden
Für die Fassadensanierung: Modulare Komplett-Systeme von Solarlux schließen die Gebäudehülle energieeffizient und schallschützend!