Tierleben im WDVS
Nistkästen für Fledermäuse und Mauersegler und Haussperlinge
Viele Hausbesitzer*innen befürchten gravierende Schäden am Wärmedämmverbundsystem (WDVS), wenn sich Vögel und Fledermäuse in der Fassade niederlassen. Durch ihre Höhlen könnte nämlich Feuchtigkeit eindringen und so die Leistungsfähigkeit der Dämmebene bedeutend schmälern. In Bad Dürrheim sorgte man vor: Bei der Anlage Wohnen am Park integrierten Rebholz Architekten und Ingenieure Nistkästen in die WDVS-Fassade.
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In den beiden Gebäuden sind neben Wohneinheiten auch die neue Stadtbibliothek und eine Kinderarztpraxis untergebracht. Alle Geschosse sind über einen Aufzug barrierefrei erreichbar – ideal für das Mehrgenerationenwohnen und die Intensivpflege-Wohngemeinschaft der Anlage. Die KfW-55-Bauten verfügen über eine Abluftwärmepumpe, einen Gas-Spitzenlastkessel und eine Photovoltaikanlage, die bis zu 80 Prozent der Wärme- und Stromversorgung abdecken.
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Bewohnbare WDVS-Fassade
Zur Nachbarschaft am Hindenburgpark zeigen sich in kräftigem Rot, Blau, Grün und Gelb umrahmte Fenster. Weniger auffällig sind die 68 in das WDVS integrierten Nistkästen, die auf Mauersegler, Fledermäuse und Haussperlinge zugeschnitten sind. Sie stammen aus dem Fauna-Sortiment des Herstellers Sto. Von außen sichtbar ist nur die Einflugöffnung. Der Rest des Kastens steckt in einer Aussparung, die mit einer 20 mm starken Dämmschicht ausgekleidet ist. Mit ihr sind die Kästen verklebt. Je nach Modell ist der Einbau ab 140 mm Dämmstärke möglich.
Der Grundkörper besteht aus Holzbeton, die Front bildet eine mineralische Fassadenplatte. Mitgeliefert wird ein Formstück aus Glasfasergewebe. Rund um die Einflugöffnung dient eine erhöhte Rosette als Abzugskante für den Unterputz. Neben Nistkästen für Neubauten und zur nachträglichen Montage gibt es auch Modelle für geringe Dämmstärken. Egal, ob in oder auf der Fassade, sie sollten immer regengeschützt und in Nord- oder Ost-Ausrichtung angebracht werden, um eine zu stärke Erwärmung durch die Sonne zu vermeiden.
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Modelle für verschiedene Arten
Dem Körperbau und den Gewohnheiten der Tiere entsprechend unterscheiden sich die Nistkästen. Das StoElement Fauna FM-I 10 eignet sich besonders für Zwerg-, Rauhaut-, Mücken-, Breitflügel und Zweifarbfledermaus. Das Einflugloch misst 22 x 160 mm. Der Kasten ist 300 mm breit und nur 120 mm tief, aber dafür 500 mm hoch – so können die Fledermäuse kopfüber schlafen.
Für Mauersegler gedacht ist das wesentlich schmalere StoElement Fauna MS-I 10. Hier ist das Einflugloch nur 30 x 70 mm groß. Nicht ins WDVS eingebaut, sondern unter dem Dachüberstand platziert, wird das StoElement Fauna SP-F 20. Es ist für Haussperlinge bestimmt und verfügt über ein rundes Einflugloch mit einem Durchmesser von 34 mm.
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