Aufstocken – Verdichten – Umnutzen
Potenziale urbaner Räume aktivieren
RM Rudolf Müller Medien, Köln 2026
1. Auflage; 208 Seiten mit 200 farbigen Abbildungen und 50 Tabellen; Format 20,8 x 29,6 cm, gebunden
Preis: 79 EUR (bis 31.05.26), danach 89 EUR; 129 EUR Bundle Buch + E-Book
ISBN 978-3-481-04934-8 (Buch); 978-3-481-04935-5 (E-Book)
Mit einer Fülle praktischer Hinweise, zahlreichen realisierten Beispielen und einer umfassenden Einführung in das vielfältige Thema bietet das Buch Aufstocken – Verdichten – Umnutzen: Potenziale urbaner Räume aktivieren Planenden wertvolle Unterstützung. Die Autorinnen Bettina Sigmund, Margrit Goral und Petra Lea Müller informieren über rechtliche Hintergründe und machen Mut, die notwendige Transformation, Umnutzung und Verdichtung in Städten und Kommunen voranzutreiben.
„Gefragt sind heute robuste, durchmischte und wandelbare Strukturen, die mit Unsicherheiten umgehen können, sowohl ökologisch und ökonomisch als auch sozial“ – so die Autorinnen im gemeinsamen Vorwort. Bettina Sigmund betont im ersten Kapitel Potenziale der Stadt: „Städte sind nicht nur Orte des Wohnens, Arbeitens und Bewegens. Sie sind Infrastruktursysteme, soziale Netze, Biodiversitätsräume und vor allem Möglichkeitsräume.“ Das Bauen im Bestand sei heute eine zentrale Strategie, der Weiterbau der Stadt eine Frage der Aktivierung und nicht der Expansion. Den Leerstand von Gebäuden für Handel, Büro, Gewerbe und Industrie, von Parkhäusern und Tankstellen, Kirchen oder Gemeindehäusern versteht sie als Chance für eine gezielte Reaktivierung.
Wo liegen Unsicherheiten, welche rechtlichen Rahmenbedingungen und konkreten Möglichkeiten gibt es? Auf all diese Fragen liefert das Buch Antworten, ausführlich und verständlich. Für Aufstockungen sind aus statischen Gründen Leichtbaukonstruktionen sinnvoll, d. h. solche in Holzrahmen- oder Holztafelbauweise, aber auch Stahl oder Porenbeton sind geeignete Materialien.
Beispielhafte Umnutzungen, Verdichtungen, Aufstockungen und Transformationen zeigen, wie es praktisch geht (siehe auch Bauwerke zum Thema). Sie sind in Fotos, Plänen und Texten dargestellt, die wesentliche Informationen enthalten und durch Exkurse angereichert sind, die spezielle Aspekte beleuchten – beispielsweise zum Brandschutz oder notwendigen technischen Installationen. Zusätzlich gehen Fachbeiträge weiter in die Tiefe und vermitteln Grundlegendes, so zum Beispiel ein Beitrag von Pascal Maas und Andreas Krys von Maas & Partner Architekten zum Thema Transformation. Die Architekturschaffenden aus Münster führen zehn wesentliche Planungsansätze auf: Vom Sehen und Potenziale erkennen über das Aufdecken, Verstehen, Ordnen und Komponieren, das Handwerk wertschätzen, die Resilienz, das Mutigsein, das Raum-im-Raum-Prinzip bis hin zum Spielen.
„Multicodierung beginnt mit Respekt vor dem Bestand, baulich wie prozessual“, so Johannes Ernst von Steidle Architekten in seinem einleitenden Beitrag zum Kapitel Multicodierung. Margit Sichrovsky von LXSY Architektur widmet sich dem Thema Zirkularität. Theorie und Praxis sind in diesem Buch eng verwoben, und es zeigt die vielfältigen Möglichkeiten auf, welche oftmals hinter unscheinbaren Fassaden, ungenutzten Strukturen und brachliegenden Arealen verborgen liegen. -us
Aus dem Inhalt:
- Potenziale der Stadt
- Baurechtliche Rahmenbedingungen
- Aufstockung
- Verdichtung
- Transformation
- Multicodierung
- Zirkularität
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