Jahreszeitenhaus in Schwerte
Lichte, luftige Holzrahmenkonstruktion
Mit einem sogenannten Klimagarten nimmt die Stadt Schwerte an der Internationalen Gartenausstellung IGA 2027 im Ruhrgebiet teil. Der öffentliche Lern- und Landschaftsgarten mit Streuobstwiesen, Hochbeeten, Aufenthaltsflächen und einem Pavillon als Treffpunkt soll nachhaltiges Gärtnern und klimaangepasste Stadtentwicklung praxisnah vermitteln. Den pavillonartigen Holzbau, eine Mischung aus Veranstaltungsgebäude, Gewächshaus und Bildungsort, planten New Architekten und Jutta Albus Architektur. Als Jahreszeitenhaus soll das Gebäude auf Klima, Wetter und Jahreszeiten reagieren. Die leichte Holzkonstruktion mit großen Verglasungen und Schiebetüren schafft eine enge Verbindung zwischen Innen- und Außenraum.
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Lichtdurchfluteter Lern- und Begegnungsort
Ein asymmetrisches Schmetterlingsdach verleiht dem Gebäude mit rechteckigem Grundriss eine prägnante Silhouette. Die Dachflächen steigen zu den Längsseiten steil an, verglaste Fassaden sorgen für einen lichtdurchfluteten Innenraum. Breite Glasschiebeelemente verbinden den Pavillon mit dem Außenbereich. Der Eingangsbereich liegt witterungsgeschützt, das Gebäudevolumen ist hier eingeschnitten.
Als zentraler Treffpunkt im Klimagarten wird das Gebäude im Sommer unter anderem als Lern- und Aufenthaltsort für Schulklassen genutzt. Zudem haben Besucher dort die Möglichkeit, den Honig des Lehrbienenstands selbst zu schleudern. In den Wintermonaten dient der Pavillon als Markthalle und kann für Veranstaltungen und Feste gemietet werden. Durch die Kombination transparenter Flächen mit Holzoberflächen und dem gefalteten Dach erinnert der Bau an ein modernes Gewächshaus und fügt sich gut in die Landschaft ein.
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Hoher Vorfertigungsgrad und schnelle Montage
Das Gebäude ist eine leichte, ressourcenschonende Holzrahmenkonstruktion. Die Gebäudehülle besteht überwiegend aus vorgefertigten Holzrahmen- und Holzkassettenelementen, wodurch eine schnelle und präzise Montage möglich war. Für die Konstruktion kam unbehandeltes Vollholz zum Einsatz, teilweise in Form von regionalem Kalamitätsholz aus durch Borkenkäfer geschädigten Wäldern. Dadurch wird der nachhaltige Ansatz des Projekts auch konstruktiv sichtbar.
Das weithin sichtbare Tragwerk aus Holz prägt die architektonische Gestalt. Der Bau ist einfach und materialsparend konzipiert. Reduzierte Details und offen geführte Konstruktionen unterstreichen den experimentellen Charakter des Gebäudes. Photovoltaikmodule auf dem Dach und die Nutzung von Regenwasser (für die Bewässerung und die WC-Anlagen) ergänzen das nachhaltige Gebäudekonzept.
Bautafel
Architektur: New Architekten, Köln; Jutta Albus Architektur, Leverkusen
Projektbeteiligte: construct.ING, Dortmund (Tragwerksplanung); Förder Landschaftsarchitekten, Essen (Landschaftsarchitektur); Rüschenschmidt, Werne (TGA-Planung)
Bauherr/in: Stadt Schwerte
Fertigstellung: 2025
Standort: Ioannina-Platz 1, 58239 Schwerte
Bildnachweis: Thilo Rohländer, Dortmund
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