Granitzentrum in Hauzenberg

1.500 Tonnen Granit

Gallerie

Das neue Granitzentrum am Ortsrand der kleinen Stadt Hauzenberg im Bayerischen Wald liegt malerisch zwischen Felsgestein und schiebt sich als Baukörper sogar in den Berg hinein. Wie zwei gegeneinander verschobene Fächer stellt sich das neue Museum im Grundriss dar. Es bietet den Besuchern eine Fülle von unterschiedlichen Steinvarianten in seinen Ausstellungsräumen im Inneren, aber auch eine außergewöhnlich Natursteinfassade aus Granit. Die Eingangsfassade ist dem Namen des Zentrums und dem Material entsprechend mit dem drei Meter hohen Schriftzug „Granit" gestaltet.

Rechter Hand des Einganges liegt der in den Berg geschobene Teil des Museum mit verschiedenen kleineren Räumlichkeiten, linker Hand öffnet sich erst ein Seminarraum, belichtet durch die großen Buchstaben in der Fassade, danach folgt in der Mitte des Gebäudes ein unbeleuchteter Vortragssaal und im Anschluss daran bildet der große Ausstellungsbereich gen Westen den Höhepunkt des Hauses. Dieser Raum weist auf einen künstlich geschaffenen Abbruchsee, der durch seine Spiegelung die Wirkung der gebauten Stein-Skulptur noch verstärkt.

Die Architekten hatten sich zum Ziel gesetzt bei den Besuchern das Gefühl zu erwecken, „mitten im Berg" zu stehen. Daraus ergab sich der Einsatz der sehr archaisch wirkenden Materialien wie Eisenplatten als Decke oder als Begrenzung im Außengeländer, Eichenholz als Bodenbelag und natürlich Granit als Wandbelag in Teilen der Ausstellungsbereiche.

Der Museumsrundgang beginnt mit einem kurzen Film über die Entstehungszeit des Gesteins, gefolgt von einer Darstellung wie unterschiedlich die Menschen im Laufe der vergangenen Jahrhunderte mit ihm umgegangen sind. Am Ende des Rundganges tritt der Besucher in den Außenraum um übergangslos mit einem Blick in die Abbruchwand und einem Schausteinbruch in die Gegenwart zurückzukehren.

Fliesen und Platten
Insgesamt sind über 1.500 Tonnen Granit verbaut worden. Die Steine weisen alle erdenklichen Oberflächen auf: geschliffen, poliert, gespalten, gesägt oder bruchrau belassen, manchmal auch noch mit Kerben der Bohrstangen und Keile, die zum Spalten eingetrieben wurden. Die unterschiedlichen Flächen treffen an einigen Stellen völlig unvermittelt aufeinander. Fugen wurden zum Teil traditionell mit Blei ausgegossen.

Die Steine wurden massiv vermauert bis zu einer Höhe von 6,00 m und einer Breite von 40 cm. Ein besonders großer Stein befindet sich oberhalb des Einganges zum Ausstellungsraum: Er misst 7,10 x 2,50 m und hat ein Gewicht von 16 Tonnen. Auf dem unterschiedlich gestaffelten Stahlbetondach liegt eine Schicht aus Granitschotter, welche in den kommenden Jahren sicherlich unter Moosen verschwinden wird.

Die Steinwände und -decken der Ausstellungsflächen wurden mit einer Graphit-Emulsion beschichtet und dann poliert. Die dadurch entstandene spiegelnde Oberfläche korrespondiert mit der glatten Wasserfläche des Sees im Außenraum.

Bei einem Besuch des Granitzentrums in Hauzenberg in der Nähe von Passau, kann man sich über die Entstehungsgeschichte des Natursteins Granit informieren und bekommt zugleich die Vielfältigkeit des Gesteins in gebauter Form vermittelt.

Bautafel

Architekten: Brückner & Brückner Architekten, Tirschenreuth
Projektbeteiligte: Ingenieurbüro Kropfmühl, Hauzenberg (Statik); Büro für Landschaftsentwicklung, Hohenau/Deggendorf (Landschaftsarchitektur)
Bauherr: Stadt Hauzenberg und Landratsamt Passau
Fertigstellung: 2005
Standort: Passauer Str. 11, 94051 Hauzenberg
Bildnachweis: Granitzentrum Hauzenberg, André Mühling, München

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