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Hubrettungsfahrzeuge

Hubrettungsfahrzeuge sind spezialisierte Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr, die zur Menschenrettung, Brandbekämpfung und technischen Hilfeleistung in großen Höhen oder Tiefen eingesetzt werden. Sie verfügen über ausfahrbare Aufbauten – meist Drehleitern oder Teleskopmasten – mit einem Rettungskorb am Ende. Die zwei Haupttypen sind Drehleitern mit Korb (DLK) und Gelenk-/Teleskopmastfahrzeuge (TMF).

Die rechtliche und technische Grundlage für Hubrettungsfahrzeuge in Deutschland bilden insbesondere die DIN EN 14043: Hubrettungsfahrzeuge für die Feuerwehr – Drehleitern mit kombinierten Bewegungen (Automatik-Drehleitern) – Sicherheits- und Leistungsanforderungen sowie Prüfverfahren, die DIN EN 1777: Hubrettungsfahrzeuge für Feuerwehren und Rettungsdienste, Hubarbeitsbühnen (HABn) – Sicherheitstechnische Anforderungen und Prüfung sowie die DIN 14502-2: Feuerwehrfahrzeuge  Teil 2: Zusätzliche Festlegungen zu DIN EN 1846-2 und DIN EN 1846-3 (Vorschlag für eine Europäische Norm) zur feuerwehrtechnischen Beladung. Auch die Feuerwehr-Dienstvorschrift (FwDV) 10: Die tragbaren Leitern gibt Hinweise zur Anwendung.

Drehleitern wie beispielsweise eine DLK 23/12 erreichen eine Nennrettungshöhe von 23 Metern bei 12 Metern Nennausladung. Teleskopmastfahrzeuge sind besonders flexibel, da sie durch zusätzliche Gelenke Hindernisse übersteigen können. Beide Fahrzeugtypen lassen sich mit verschiedenen Zusatzgeräten wie Wasserwerfern, Krankentragenlagern oder Atemschutzvorrichtungen ausstatten.

Im Einsatz dienen Hubrettungsfahrzeuge vorrangig der Menschenrettung aus oberen Geschossen, aber auch der Brandbekämpfung von außen, zum Beispiel durch das Einleiten von Löschwasser in ein Dachgeschoss. Weitere Aufgaben umfassen die technische Hilfeleistung, z.B. bei Sturmschäden oder Höhenrettung.

Der Einsatz erfordert speziell geschulte Maschinisten und eine enge Abstimmung mit der Einsatzleitung, insbesondere bei der Auswahl des Aufstellortes und der Standsicherheit. Hubrettungsfahrzeuge sind zentrale Komponenten des abwehrenden Brandschutzes und unverzichtbar für die Bewältigung komplexer Lagen im städtischen und industriellen Bereich.

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