Spezifische Wärmekapazität

Ausgeglichenes Innenraumklima

Die spezifische Wärmekapazität c ist eine Stoffkonstante, sie gibt an, wie viel Wärmeenergie 1 kg eines bestimmten Baustoffs aufnehmen muss, damit seine Temperatur um 1 K ansteigt. Die Einheit ist J / (kg K) bzw. Ws / (kg K), also Wattsekunden pro Kilogramm mal Kelvin. Je größer die spezifische Wärmekapazität eines Baustoffes ist, desto langsamer erwärmt er sich. Ihr Wert ist insbesondere in Wohngebäuden hinsichtlich der Behaglichkeit und eines gleichbleibenden Innenraumklimas eine wichtige Kenngröße; sie ist Bestandteil der Berechnung für die spezifische Wärmespeicherfähigkeit Q.

Grundsätzlich gilt: Baustoffe mit einer hohen Wärmespeicherkapazität können Temperaturspitzen besser abpuffern als Leichtbaustoffe. Da die Wärmespeicherfähigkeit von Bauteilen maßgeblich durch ihre Rohdichte bestimmt wird, hängt sie direkt von der Masse der einzelnen Bauelemente ab. So verfügt z.B. eine Massivholzwand über deutlich mehr Wärmespeicherkapazität als vergleichbare Holzständer- oder Holzriegelwände. Diese Baustoffeigenschaft ist mit den Kosten, den statischen Gegebenheiten und unter ökologischen Gesichtspunkten abzuwägen. In der DIN 4108-4 Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden - Teil 4: Wärme- und feuchteschutztechnische Bemessungswerte sind Rechenwerte für die Wärmespeicherkapazität enthalten.

Beispiele spezifischer Wärmekapazitäten:

  • Aluminium ca. 900 J/(kgK)
  • Beton ca. 1.000 J/(kgK)
  • Expandiertes/Extrudiertes Polystyrol (EPS/XPS)  ca. 1.450 J/(kgK)
  • Luft (Normaldruck) ca. 1.000 J/(kgK)
  • Mineralfasern ca. 1.000 J/(kgK)
  • Schaumglas ca. 900 J/(kgK)
  • Wasser ca. 4.190 J/(kgK)
  • Zellulosefasern ca. 2.000 J/(kgK)
  • Ziegel ca. 920 J/(kgK)
Achtung einige Hersteller geben die Wärmekapazität in kJ/(kg K) an.

Ausnahmen bilden die Vakuum-Isolations-Paneele, sie beruhen durch ihr Vakuum auf einem anderen Funktionsprinzip als die wärmespeichernden Baustoffe.

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