Beton drucken, Bewehrung injizieren

Epoxidharz und Carbonfasern für materialoptimierte Tragwerke

Der 3D-Druck eröffnet neue Möglichkeiten für die Herstellung geometrisch komplexer Betonbauteile. Hohlräume, Verzweigungen und frei geformte Strukturen lassen sich ohne aufwendige Schalungen fertigen. Für tragende Konstruktionen stellt sich allerdings die Frage nach einer geeigneten Bewehrung. Während Beton hohe Druckkräfte aufnehmen kann, ist seine Zugfestigkeit begrenzt. Konventionelle Bewehrungsstäbe lassen sich bei komplexen Geometrien nur schwer in den additiven Fertigungsprozess integrieren. Am Fachgebiet Werkstoffe im Bauwesen der TU Kaiserslautern, heute Teil der RPTU Kaiserslautern-Landau, untersuchten Wolfgang Breit und Daniel Nyman deshalb eine Alternative.

Galerie

Zwischen 2018 und 2021 arbeiteten die beiden Wissenschaftler an dem von Zukunft Bau geförderten Forschungsprojekt Entwicklung eines Verfahrens zur Bewehrung 3D gedruckter Betonkörper. Der Ansatz: Die Bewehrung wird erst nach dem Druckprozess in den Betonkörper eingebracht. Ihre Lage und Geometrie orientieren sich an den zuvor berechneten Zugbeanspruchungen. Ziel war es, die Tragfähigkeit zu erhöhen und zugleich Beton in gering beanspruchten Bereichen einzusparen.

Bewehrung entlang der Zugkräfte

Grundlage des Verfahrens ist der 3D-Pulverdruck. Dabei wird ein trockener, zementgebundener Werkstoff schichtweise aufgetragen und durch eine gezielt aufgebrachte Bindemittelflüssigkeit in den vorgesehenen Bereichen verfestigt. Das umgebende, lose Pulver stützt die entstehende Struktur während der Herstellung und kann anschließend entfernt werden. Für die Bewehrung werden mithilfe der Finite-Elemente-Methode (FEM) zunächst die beanspruchten Bereiche ermittelt. Entlang der berechneten Zugkräfte bleiben Kanäle im Betonkörper unverfestigt. Nach dem Druck wird das lose Pulver daraus entfernt und die Kanäle werden mit einem flüssigen Bewehrungsmaterial verfüllt.

Als Injektionsmaterial untersuchten die Forschenden zunächst Epoxidharz. Dabei prüften sie, wie sich dessen Fließfähigkeit, Verarbeitungszeit und Haftung am Beton auf die Injektion auswirken. Damit das Harz in den vorgesehenen Kanälen verbleibt, wurden die Probekörper mit Wasserglas, einer wässrigen Silikatlösung, nachbehandelt. Dies verringerte die Porosität der oberflächennahen Bereiche und verbesserte zugleich die Festigkeit des Betons.

Carbonfasern verstärken das Epoxidharz

Die Versuche zeigten, dass sich gerade und gekrümmte Bewehrungskanäle mit mindestens zehn Millimetern Durchmesser zuverlässig herstellen ließen. Allerdings reichte die Festigkeit des reinen Epoxidharzes nicht aus, um die Tragfähigkeit des Gesamtsystems wie angestrebt zu steigern. Deshalb untersuchte das Forschungsteam zusätzliche Faserverstärkungen. Kurze, dem Harz beigemischte Glasfasern beeinträchtigten dessen Fließfähigkeit zu stark. Bessere Ergebnisse lieferte die Kombination mit durchgehenden Carbonfasern. Diese wurden in Form textiler Carbonschläuche in die vorbereiteten Kanäle eingeführt und anschließend mit Epoxidharz getränkt.

In Belastungsversuchen verglichen die Forschenden unbewehrte Betonkörper mit Probekörpern, deren Bewehrung entweder gerade oder entlang der berechneten Zugkräfte verlief. Ein unbewehrter Vollträger erreichte eine durchschnittliche Bruchlast von 5,24 kN. Mit gerader Carbonfaserverbundbewehrung stieg sie auf 8,03 kN, bei belastungsorientierter Bewehrungsführung auf 9,00 kN. 

Weitere Versuche zeigten, dass die carbonfaserverstärkte Bewehrung hohe Zugkräfte in den umgebenden Beton übertragen konnte. Dabei versagte der Beton, bevor sich die Bewehrung aus dem Bauteil löste. Schwieriger wurde es bei komplexen Kanalgeometrien: Computertomografische Aufnahmen machten sichtbar, dass sich verzweigte Hohlräume teilweise nur unvollständig mit Harz verfüllen ließen. Die geometrische Freiheit des 3D-Drucks setzt damit auch eine sorgfältige Planung der inneren Bewehrungsführung voraus.

Die Form folgt dem Kraftverlauf 

Neben der Bewehrung untersuchten Breit und Nyman, wie sich der Materialeinsatz an die statische Beanspruchung eines Bauteils anpassen lässt. Dafür entwickelten sie topologieoptimierte Träger, bei denen gering beanspruchte Bereiche ausgespart wurden. Gegenüber vergleichbaren Vollträgern wogen die experimentell untersuchten Träger durchschnittlich rund 8,6 Prozent weniger. Bei entsprechender Bewehrungsführung blieb die Tragfähigkeit weitgehend erhalten. Ergänzende FEM-Simulationen an einem größeren Unterzug zeigten weiteres Einsparpotenzial: Ein Modell mit 20 Prozent weniger Masse erreichte rechnerisch nahezu dieselbe Grenzlast wie der Vollträger.

Für die Architektur eröffnet dieser Ansatz die Perspektive, Betonbauteile und Tragwerke stärker den tatsächlichen Kraftverläufen entsprechend zu formen und somit Material zu sparen. Bis solche Bauteile in praxisüblichen Abmessungen hergestellt werden können, sind allerdings weitere Untersuchungen erforderlich. Insbesondere müssen die vollständige Verfüllung der Bewehrungskanäle und eine zuverlässige Kraftübertragung auch bei größeren Konstruktionen gewährleistet sein.

Der Forschungsbericht ist 2022 als BBSR-Online-Publikation 42/2022 erschienen und kostenlos im PDF-Format heruntergeladen werden (siehe Surftipps).

Forschung: Breit, Wolfgang; Nyman, Daniel: Entwicklung eines Verfahrens zur Bewehrung 3D-gedruckter Betonkörper. BBSR-Online-Publikation 42/2022, Bonn.

Fachwissen zum Thema

Bei der Herstellung von Textilbeton werden Fasern in Form von Matten, Gelegen oder Geweben in den Beton integriert.

Bei der Herstellung von Textilbeton werden Fasern in Form von Matten, Gelegen oder Geweben in den Beton integriert.

Betonarten

Textilbeton

Der Verbundwerkstoff ist korrosionsunempfindlich und erlaubt eine Menge Beton einzusparen. 

Bauwerke zum Thema

Im Herbst 2022 endete das Forschungsprojekt C3 – Carbon Concrete Composite. Zum Abschluss wurde im Umfeld des Campus der TU Dresden der Versuchsbau CUBE eröffnet.

Im Herbst 2022 endete das Forschungsprojekt C3 – Carbon Concrete Composite. Zum Abschluss wurde im Umfeld des Campus der TU Dresden der Versuchsbau CUBE eröffnet.

Sonderbauten

Carbonbetonbau CUBE in Dresden

Alternativen zur Stahlbewehrung sind gefragt. Ob Carbonfasern dazugehören, soll der Versuchbsbau eines großangelegten Forschungsprojekts zeigen.

Kontakt Redaktion Baunetz Wissen: wissen@baunetz.de
BauNetz Wissen Beton sponsored by:
Deutsche Zement- und Betonindustrie vertreten durch das
InformationsZentrum Beton | Kontakt 0211 / 28048–1 | www.beton.org
Zum Seitenanfang

Beton drucken, Bewehrung injizierenneu

Titelblatt des Forschungsberichts zur nachträglichen Bewehrung 3D-gedruckter Betonkörper mit Epoxidharz und Carbonfasern

Titelblatt des Forschungsberichts zur nachträglichen Bewehrung 3D-gedruckter Betonkörper mit Epoxidharz und Carbonfasern

Mit einer nachträglich injizierten Bewehrung lassen sich 3D-gedruckte Betonkörper gezielt verstärken. Forschende der TU Kaiserslautern haben diesen Ansatz untersucht.

Leichtbau mit Betonneu

Funktional gradierte Fundamentplatte des IntCDC-Gebäudes mit mineralischen Hohlkörpern

Funktional gradierte Fundamentplatte des IntCDC-Gebäudes mit mineralischen Hohlkörpern

Am ILEK wird erforscht, wie sich Betonbauteile mit weniger Material herstellen und sich zugleich Tragwirkung, Fertigung und Wiederverwendung optimieren lassen.

3D-gedruckte Hohlräume

Deckenelemente, die sich dank 3D-Druck mit deutlich weniger Beton verwirklichen lassen, waren Gegenstand des  Forschungsprojekts Coebro – Additive Fabrication of Concrete Elements by Robots der TU Graz.

Deckenelemente, die sich dank 3D-Druck mit deutlich weniger Beton verwirklichen lassen, waren Gegenstand des Forschungsprojekts Coebro – Additive Fabrication of Concrete Elements by Robots der TU Graz.

Deckenelemente, die sich dank 3D-Druck mit deutlich weniger Beton verwirklichen lassen, sind Gegenstand des  Forschungsprojekts zur additiven Fertigung von Aussparungskörpern der TU Graz.

Asche als Baustoff

Aufbereitete Hausmüllverbrennungsasche dient im Forschungsprojekt KARMA als Ausgangsmaterial für die Karbonatisierungsversuche.

Aufbereitete Hausmüllverbrennungsasche dient im Forschungsprojekt KARMA als Ausgangsmaterial für die Karbonatisierungsversuche.

Im Forschungsprojekt KARMA wird untersucht, wie sich Müllverbrennungsasche zur dauerhaften CO2-Bindung und als Sekundärrohstoff im Bauwesen nutzen lässt.

Asche zu Beton

Wasser, Gesteinskörnung, Zement und Müllverbrennungsreststoff (schwarz): Aus diesen Grundzutaten könnte eine neue Art von Recyclingbeton entstehen.

Wasser, Gesteinskörnung, Zement und Müllverbrennungsreststoff (schwarz): Aus diesen Grundzutaten könnte eine neue Art von Recyclingbeton entstehen.

Aufbereitete Müllverbrennungsaschen könnten in Zukunft als Körnungen in Betonrezepturen einfließen. Das entsprechende Potenzial untersucht das Forschungsprojekt Ashcon.

Auf dem Weg zum Weltraumbeton

ESA-Astronaut Alexander Gerst bei der Durchführung der MICS-Experimente auf der ISS.

ESA-Astronaut Alexander Gerst bei der Durchführung der MICS-Experimente auf der ISS.

Auf der ISS wurde die Aushärtung von Zement in Schwerelosigkeit untersucht. Ziel ist die Entwicklung eines Betons für Mond und Mars.

Bauteile aus gradiertem Beton

Einachsig und mehrachsig gradierte Betonwürfel

Einachsig und mehrachsig gradierte Betonwürfel

Die Baubranche trägt wesentlich zum weltweiten Energie- und Ressourcenverbrauch, zum Müllaufkommen und zur Erderwärmung bei. Um...

Beton als Kohlendioxidspeicher

Professor Frank Dehn an einer Prüfmaschine der Materialprüfungs- und Forschungsanstalt Karlsruhe. Am KIT werden Betone mit Magnesiumsilikaten untersucht.

Professor Frank Dehn an einer Prüfmaschine der Materialprüfungs- und Forschungsanstalt Karlsruhe. Am KIT werden Betone mit Magnesiumsilikaten untersucht.

Das Forschungsprojekt C-SINC prüft einen Zusatzstoff, der die Karbonatisierung beschleunigen und somit Beton zum CO2-Speicher machen kann.

Betonage in Schwerelosigkeit

Grundlage des Experiments Mason / Concrete Hardening auf der ISS sind 64 dieser winzigen Betonmischer.

Grundlage des Experiments Mason / Concrete Hardening auf der ISS sind 64 dieser winzigen Betonmischer.

Die kleinsten Betonmischer findet man im Moment auf der Internationalen Raumstation: In einem Experiment wird dort die Betonaushärtung in Schwerelosigkeit erforscht.

Biobeton aus Urin

Im Forschungsprojekt SimBioZe an der Universität Stuttgart wird untersucht, wie Mikroorganismen aus Sand und Urin einen festen, betonähnlichen Baustoff erzeugen.

Im Forschungsprojekt SimBioZe an der Universität Stuttgart wird untersucht, wie Mikroorganismen aus Sand und Urin einen festen, betonähnlichen Baustoff erzeugen.

Im Projekt SimBioZe untersuchen Forschende der Universität Stuttgart, wie sich menschlicher Urin in einen mineralischen Baustoff verwandeln lässt.

Blicke unter die Betondeckung

Kartierung der Instandsetzungsflächen an der Westfassade (links) und an der Südfassade (rechts) des Beckerturms der Becker-Brauerei in St. Ingbert

Kartierung der Instandsetzungsflächen an der Westfassade (links) und an der Südfassade (rechts) des Beckerturms der Becker-Brauerei in St. Ingbert

Wie verhalten sich Instandsetzungen im Laufe der Zeit? Dieser Frage gingen Forschende der Hochschule RheinMain nach.

Brücke aus 3-D-gedruckten Elementen

Diese 26 Meter lange Brücke in Shanghai wurde mit 3D-gedruckten Bauteilen erstellt.

Diese 26 Meter lange Brücke in Shanghai wurde mit 3D-gedruckten Bauteilen erstellt.

3-D-gedruckte Elemente aus Faserbeton formen diese 26 Meter lange Brücke über ein Wasserbecken im Norden Shanghais.

Ein zweites Leben für Betonfertigteile

Im internationalen Forschungsprojekt ReCreate wird die Wiederverwendung von Betonfertigteilen theoretisch und praktisch durchgespielt.

Im internationalen Forschungsprojekt ReCreate wird die Wiederverwendung von Betonfertigteilen theoretisch und praktisch durchgespielt.

Bauen mit statt im Bestand: Ein internationales Forschungsteam entwickelt Verfahren zur Erfassung, Demontage und Aufbereitung von bereits verbauten Stützen, Trägern und Deckenelementen aus Beton.

Erst digitalisieren, dann wiederverwenden

Es beginnt mit einem 3D-Scan: Das Forschungsprojekt Fertigteil 2.0 diente dazu, eine real-digitale Prozesskette zur Wiederverwendung zu entwickeln.

Es beginnt mit einem 3D-Scan: Das Forschungsprojekt Fertigteil 2.0 diente dazu, eine real-digitale Prozesskette zur Wiederverwendung zu entwickeln.

Im Forschungsprojekt Fertigteil 2.0 wurde eine Prozesskette entwickelt, um aus Bestandsgebäuden einheitliche Betonfertigteile herzustellen.

Experimentalbau aus Infraleichtbeton

Rezyklierte, leichte Blähglaskörnungen für Infraleichtbeton

Rezyklierte, leichte Blähglaskörnungen für Infraleichtbeton

An der TU Kaiserslautern wurde 2014 ein Gebäude aus einem neu entwickelten Infraleichtbeton verwirklicht, bei dem die im Labor gewonnen Erkenntnisse durch die Übertragung auf Bauwerksverhältnisse überprüft wurden. 

Extrem emissionsarm

An der ETH Zürich wird im Rahmen des Forschungsprojekts Ultra Green Concrete nach einer Betonrezeptur gesucht, die weniger CO2-Emissionen zur Folge hat.

An der ETH Zürich wird im Rahmen des Forschungsprojekts Ultra Green Concrete nach einer Betonrezeptur gesucht, die weniger CO2-Emissionen zur Folge hat.

An der ETH Zürich wird an Zement- und Betonrezepturen geforscht, die den CO2-Ausstoß bei der Produktion stark reduzieren.

Formsache

Das britische Forschungsprojekt Acorn (Automating Concrete Construction) beschäftigt sich mit der Möglichkeit, Beton durch automatisierte Herstellungsprozesse einzusparen.

Das britische Forschungsprojekt Acorn (Automating Concrete Construction) beschäftigt sich mit der Möglichkeit, Beton durch automatisierte Herstellungsprozesse einzusparen.

Ein britisches Forschungsteam nutzt automatisierte Herstellungsmethoden, um eine materialsparende Formgebung umzusetzen.

Forschung zu Beton 4.0

Die intelligente Aussteuerung der Betoneigenschaften im Mischungsprozess ist eines der Forschungsfelder des Instituts für Baustoffe an der Leibniz-Universität Hannover.

Die intelligente Aussteuerung der Betoneigenschaften im Mischungsprozess ist eines der Forschungsfelder des Instituts für Baustoffe an der Leibniz-Universität Hannover.

Die intelligente Aussteuerung der Betoneigenschaften im Mischungsprozess ist das Thema eines Forschungsfeldes an der Leibniz-Universität Hannover.

Frostschutz nach Art der Natur

Eine Alternative für luftporenbildende Zusätze als Frostschutz für Beton untersuchte ein Forschungsteam der University of Colorado Boulder.

Eine Alternative für luftporenbildende Zusätze als Frostschutz für Beton untersuchte ein Forschungsteam der University of Colorado Boulder.

Der natürliche Frostschutz, den Organismen der Arktis und Antarktis in sich tragen, war Vorbild für ein Polymermolekül, das die Eiskristallbildung in Betonbauteilen stark reduziert.

Gänzlich gedruckt

Das Forschungsprojekt Fast Complexity rückt eine neue ornamentale Üppigkeit zukünftiger Architektur in den Bereich des Möglichen.

Das Forschungsprojekt Fast Complexity rückt eine neue ornamentale Üppigkeit zukünftiger Architektur in den Bereich des Möglichen.

Ein Forschungsprojekt an der ETH Zürich zeigt, wie sich mithilfe digitaler Möglichkeiten Betonbauteile mit individueller Geometrie erzeugen lassen.

Gewebter Beton

In einem Workshop zum Forschungsprojekt Fluid Bodies in Versailles entstanden skulpturale Gebilde, die Alternativen zu konventionellen Formgebungsmethoden nachspüren.

In einem Workshop zum Forschungsprojekt Fluid Bodies in Versailles entstanden skulpturale Gebilde, die Alternativen zu konventionellen Formgebungsmethoden nachspüren.

In einem Workshop zum Forschungsprojekt Fluid Bodies in Versailles entstanden skulpturale Gebilde, die Alternativen zu konventionellen Formgebungsmethoden nachspüren.

Incidental Space auf der Architekturbiennale

Die Rauminstallation „Incidental Space“ auf der Achitekturbiennale 2016 in Venedig

Die Rauminstallation „Incidental Space“ auf der Achitekturbiennale 2016 in Venedig

Der Beitrag von Christian Kerez im Schweizer Pavillon auf der Architekturbiennale 2016 in Venedig spaltete die Gemüter. Während...

Lehrstück der Wiederverwendung

Wiederverwenden statt verschwenden lautet das Motto der Studierendenprojekts rebuiLT an der École Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL).

Wiederverwenden statt verschwenden lautet das Motto der Studierendenprojekts rebuiLT an der École Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL).

Schweizer Studierende demonstrieren mit ihrem Pavillon, wie ganze Betonbauteile ein zweites Leben erhalten können.

Lösender Angriff auf Beton

Zur Untersuchung wurden Betonprobekörper 15 Wochen in konzentrierter Essigsäure gelagert

Zur Untersuchung wurden Betonprobekörper 15 Wochen in konzentrierter Essigsäure gelagert

Dringen säurehaltige Flüssigkeiten in das Betongefüge ein, reagieren sie mit den Bestandteilen des Betons und lösen diese aus der...

Museumsreifes Tragwerk

Im Deutschen Museum in München spannt seit kurzem eine Carbonbetonbrücke von Wand zu Wand.

Im Deutschen Museum in München spannt seit kurzem eine Carbonbetonbrücke von Wand zu Wand.

Zwei hauchdünne Carbonbetonschichten, ausgesteift durch Infraleichtbeton: Eine im Deutschen Museum in München verwirklichte Brücke zeigt, welche Möglichkeiten hybride Betonbauteile bieten.

Ökobeton mit weniger Portlandzement

Beton unter dem Mikroskop

Beton unter dem Mikroskop

Hauptverantwortlich für den ökologischen Fußabdruck des Baustoffs Beton ist der für seine Herstellung üblicherweise verwendete...

Ortbetonteile im Kreislauf

Im Forschungsprojekt Abbau Aufbau wurden Planungshilfen für die Wiederverwendung von Ortbetonbauteilen entwickelt.

Im Forschungsprojekt Abbau Aufbau wurden Planungshilfen für die Wiederverwendung von Ortbetonbauteilen entwickelt.

Die Wiederverwendung von Ortbetonteilen ist ungleich komplexer als bei Fertigelementen. Sie zu erleichtern, war das Ziel eines Forschungsprojekts an der Universität der Künste in Berlin.

Recycling vor Ort

Ein Team um die Professorin Andrea Kustermann schuf einen 20 Quadratmeter großer Pavillon aus Recyclingbeton auf dem Gelände der Bayernkaserne.

Ein Team um die Professorin Andrea Kustermann schuf einen 20 Quadratmeter großer Pavillon aus Recyclingbeton auf dem Gelände der Bayernkaserne.

Im Rahmen eines Forschungsprojekts an der Hochschule München ist auf dem Gelände der Bayernkaserne ein Musterpavillon entstanden, für den ein Beton mit 100 Prozent rezyklierter Körnung verwendet wurde.

Rohstoffquelle und Materialbank

Für die neue Rathauserweiterung, die das Büro Heimspiel Architekten in Kooperation mit agn verwirklichte, wurde die abgetragene Substanz des Vorgängerbaus so gut wie möglich als Rohstoffquelle genutzt.

Für die neue Rathauserweiterung, die das Büro Heimspiel Architekten in Kooperation mit agn verwirklichte, wurde die abgetragene Substanz des Vorgängerbaus so gut wie möglich als Rohstoffquelle genutzt.

Bei der Rathauserweiterung im hessischen Korbach diente der ungeliebte Vorgängerbau als Quelle für das benötigte Baumaterial. Der Prozess wurde wissenschaftlich begleitet.

Schlacke statt Kies

Im Projekt ASHCON arbeitet die TH Köln an einem Verfahren, um Müllverbrennungsaschen (MV-Aschen) für die Betonherstellung nutzbar zu machen. Dazu wurden Probekörper mit MV-Asche (links im Bild) hergestellt und mit Probekörpern, die nach einer Standardrezeptur gefertigt wurden (rechts im Bild), verglichen.

Im Projekt ASHCON arbeitet die TH Köln an einem Verfahren, um Müllverbrennungsaschen (MV-Aschen) für die Betonherstellung nutzbar zu machen. Dazu wurden Probekörper mit MV-Asche (links im Bild) hergestellt und mit Probekörpern, die nach einer Standardrezeptur gefertigt wurden (rechts im Bild), verglichen.

Durch ein spezielles Aufbereitungsverfahren werden aus Müllverbrennungsaschen Gesteinskörnungen.

Schritt für Schritt zum Recycling-Granulat

Am Rande von Weimar befindet sich das Recycling-Technikum des Instituts für Angewandte Bauforschung (IAB).

Am Rande von Weimar befindet sich das Recycling-Technikum des Instituts für Angewandte Bauforschung (IAB).

Eine Recycling-Anlage in Weimar verarbeitet mineralische Rest- und Abfallstoffe zu Leichtgranulaten, etwa für die Beton- und Mörtelherstellung.

Selbstheilender Beton

Im Beton sind Kapseln mit Epoxidharz verbaut, die brechen, wenn ein Riss entsteht

Im Beton sind Kapseln mit Epoxidharz verbaut, die brechen, wenn ein Riss entsteht

Risse lassen sich beim Bauen mit Stahlbeton kaum vermeiden. Problematisch werden diese Läsionen erst, wenn Wasser und Salze bis...

Tausend Jahre bis Net-Zero

Beim Abriss werden Baustoffe und der im Material gebundene Kohlenstoff wieder freigesetzt. Die Lebensdauer von Bauwerken prägt ihre Klimabilanz entscheidend.

Beim Abriss werden Baustoffe und der im Material gebundene Kohlenstoff wieder freigesetzt. Die Lebensdauer von Bauwerken prägt ihre Klimabilanz entscheidend.

Schweizer Forschende ermittelten, wie lange Kohlendioxid gespeichert werden muss, um die Emissionen des Bauwesens nachhaltig auszugleichen.

Textilbeton mit Flachs

Prototyp einer naturfaserverstärkten Betonbrücke auf der Bau 2019

Prototyp einer naturfaserverstärkten Betonbrücke auf der Bau 2019

Unter Textilbeton versteht man für gewöhnlich einen Beton, der mit Geweben aus Carbon oder Glasfaser verstärkt ist. Ein...

Textilbeton-Leichtbauabsorber

Unterschiedlich große Öffnungen in der Abdeckung ermöglichen eine Steuerung der Schallabsorption

Unterschiedlich große Öffnungen in der Abdeckung ermöglichen eine Steuerung der Schallabsorption

Dass es auch Anwohner an Bahnstrecken oder Autobahnen in ihrem Zuhause möglichst ruhig haben wollen, ist verständlich. Dennoch...

Tone tempern in der Pilotanlage

Die Pilotanlage besteht aus zwei Silos (links) sowie einer Zyklone und einer Brennkammer (Mitte). Rechts daneben sind der Drehrohrofen und die Leitung für die Klinkerkühlerabluft zu sehen.

Die Pilotanlage besteht aus zwei Silos (links) sowie einer Zyklone und einer Brennkammer (Mitte). Rechts daneben sind der Drehrohrofen und die Leitung für die Klinkerkühlerabluft zu sehen.

In Rohrdorf testet ein Baustoffhersteller die Herstellung eines CO2-ärmeren Klinkerersatzes.

Tragende Fertigteile aus Recyclingbeton

Vom Fertigteilwerk Beton-Betz wurden für ein Pilotprojekt tragende Fertigteile aus Recyclingbeton erstellt.

Vom Fertigteilwerk Beton-Betz wurden für ein Pilotprojekt tragende Fertigteile aus Recyclingbeton erstellt.

Bei einem Pilotprojekt auf einem Autobahnrastplatz bei Thionville wird für eine Lärmschutzwand aus vorgefertigten Betonelementen zu 100 Prozent rezyklierte Körnung verwendet.

Ultraschall steigert Fließfähigkeit und Frühdruckfestigkeit

Durch die Anwendung von Ultraschall im Mischprozess könnten deutliche Stei­gerungen der Fließfähigkeit und der Frühdruckfestigkei­t des Betons erreicht.

Durch die Anwendung von Ultraschall im Mischprozess könnten deutliche Stei­gerungen der Fließfähigkeit und der Frühdruckfestigkei­t des Betons erreicht.

Das ultraschallgestützte Mischen von Beton könnte bei der Vorfertigung unter anderem den Einsatz von Zementen mit geringerem Klinkergehalt ermöglichen.

Unsichtbare Pflaster

Grundlage von BIRDS waren drei verschiedenfarbige Zemente, die mit Zusatzstoffen wie Flugasche, Pigment und Trassmehl kombiniert wurden.

Grundlage von BIRDS waren drei verschiedenfarbige Zemente, die mit Zusatzstoffen wie Flugasche, Pigment und Trassmehl kombiniert wurden.

Forschende der Hochschule Rhein-Main haben ein Baukastensystem für die Instandsetzung von denkmalgeschützten Sichtbetonbauten entwickelt.

Verbundwerkstoffe aus dem Materiallabor

Mit Blingcrete lassen sich beispielsweise baulich integrierte Leitsysteme umsetzen

Mit Blingcrete lassen sich beispielsweise baulich integrierte Leitsysteme umsetzen

Neue Werkstoffe haben in den letzten Jahren bislang ungeahnte Potenziale für das Baugewerbe und die Architektur eröffnet. Eines...

Von der Hauswand zur Brücke

An der Schweizer Hochschule EFPL in Lausanne hat ein Forschungsteam eine Fußgängerbrücke aus wiederverwendeten Betonblöcken entwickelt. Das Projekt trägt den Namen RE:CRETE.

An der Schweizer Hochschule EFPL in Lausanne hat ein Forschungsteam eine Fußgängerbrücke aus wiederverwendeten Betonblöcken entwickelt. Das Projekt trägt den Namen RE:CRETE.

Fügen statt Gießen: Forschende der Hochschule EPFL haben eine Fußgängerbrücke gebaut, die nicht frisch betoniert, sondern aus wiederverwendeten Betonblöcken zusammengesetzt wurde.

Von der Quelle zur Senke

Speichersilo (links) und Reihendoseur (rechts) gehören zum Equipment von Neustark, einem Unternehmen, das Recyclingbeton mit Kohlendioxid  anreichert.

Speichersilo (links) und Reihendoseur (rechts) gehören zum Equipment von Neustark, einem Unternehmen, das Recyclingbeton mit Kohlendioxid anreichert.

Ein Schweizer Unternehmen hat ein Verfahren entwickelt, mit dem sich Kohlendioxid in Recycling-Gesteinskörnung speichern lässt.

Von der Sole zum Zement

Der Beitrag Wetland der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) zur 17. Architekturbiennale in Venedig wurde mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet.

Der Beitrag Wetland der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) zur 17. Architekturbiennale in Venedig wurde mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet.

Der Beitrag „Wetland“ der Vereinigten Arabischen Emirate auf der 17. Architekturbiennale in Venedig spannt den Bogen von einer einzigartigen Landschaft hin zu einem alternativen Bindemittel für Zement.

Zement aus kalziniertem Ton

Für den Zement LC3 wird vor Ort vorhandene, geeignete Tonerde in einem Drehrohrofen gebrannt und zusammen mit gemahlenem Kalkstein in die Rezeptur eingebracht.

Für den Zement LC3 wird vor Ort vorhandene, geeignete Tonerde in einem Drehrohrofen gebrannt und zusammen mit gemahlenem Kalkstein in die Rezeptur eingebracht.

Tonerde und Kalkstein sind Hauptbestandteile eines Zements, bei dem der Klinkeranteil auf 50 % reduziert werden kann - was zu deutlich weniger CO2-Emissionen im Herstellungsprozess führt.

JETZT BUCHEN

Alle Veranstaltungen zum Thema Bauen mit Beton finden Sie unter
www.beton.org/veranstaltungen

Partner-Anzeige