Der Götterbaum, botanisch Ailanthus altissima, auch
Drüsischer Götterbaum, Chinesischer Götterbaum, Trümmerbaum und
umgangssprachlich abwertend Ghettopalme genannt, gehört zur Familie
der Bittereschengewächse (Simaroubaceae) und stammt aus
China. In China wurden seine Blätter als Futter für Seidenraupen,
die Blüten für die Herstellung von Honig sowie Rinde und Wurzeln
für die traditionelle chinesische Medizin kultiviert.
Galerie
Der Götterbaum, botanisch Ailanthus altissima, auch Drüsischer Götterbaum, Chinesischer Götterbaum, Trümmerbaum und umgangssprachlich abwertend Ghettopalme genannt, stammt aus China.
Bild: Susanne Junker, Berlin
01|05
Der französische Jesuit und Botaniker Pierre Nicolas Le Chéron d'Incarville (1706 – 1757), der in Peking am Hofe des chinesischen Kaisers Quianlong in der Quing-Dynastie predigte, forschte, als Übersetzer und Diplomat arbeitete, schickte 1740 Samen nach Paris.
Bild: Giuseppe Castiglione, Porträt des Kaisers Qianlong in Hofkleidung, Seidenmalerei 1736, Palastmuseum Peking, public domain
02|05
Der Baum wurde rasch als Chinoiserie geschätzt und daher an andere botanische Gärten weitergegeben.
Bild: Charles Frederick Millspaugh, American Medical Plants, Tafel 35, Biodiversity Heritage Library, public domain
03|05
In Europa war der Baum lange als exotische Zierpflanze beliebt, zumal seine bis zu 90 cm langen gefiederten Blätter dekorativ sind und bis in den Herbst lange grün bleiben.
Bild: Susanne Junker, Berlin
04|05
Aufgrund dieser als aggressiv beurteilten Ausbreitung, die gewachsene Ökosysteme und Biodiversität schädigt, sind Handel, Zucht und Pflanzung des Götterbaums seit 2019 in der EU als invasive Art verboten.
Bild: Susanne Junker, Berlin
05|05
Dekorative Zierpflanze
In Europa war der Baum lange als exotische Zierpflanze beliebt,
zumal seine bis zu 90 cm langen gefiederten Blätter dekorativ sind
und bis in den Herbst lange grün bleiben. Die einzelnen Blätter
haben etwa 8 cm längliche, lanzettförmige Umrisse, die in eine
Spitze auslaufen. Auf ihrer Unterseite befinden sich mehrere
Drüsen, die ein süßliches Sekret absondern, das Ameisen anlockt.
Der Baum, der sich rasant in Europa ausbreitet, ist als Neophyt
klassifiziert, d.h. eine ursprünglich nicht in Europa heimische
Pflanze. Der französische Jesuit und Botaniker Pierre Nicolas Le
Chéron d'Incarville (1706 – 1757), der in Peking am Hofe des
chinesischen Kaisers Quianlong in der Quing-Dynastie predigte,
forschte, als Übersetzer und Diplomat arbeitete, schickte 1740
Samen nach Paris. Der Baum wurde rasch als Chinoiserie geschätzt
und daher an andere botanische Gärten weitergegeben. Im Chelsea
Physic Garden/London wird er 1751 und in Berlin erstmalig 1780
aufgelistet. Der preußische Gartenarchitekt Peter Joseph Lenné
(1789 – 1866) soll ihn als palmenartige Zierde in mehreren Parks
gepflanzt haben.
Der Götterbaum heißt im englischsprachigen Raum Tree of
Heaven, weil er extrem schnell Höhen von bis zu 27 Metern
erreicht – also in Richtung Himmel, dem Sitz der Götter. Der
chinesische Name lautet chou chun, übersetzbar etwa mit
Stinkebaum, als ein Verweis auf das Drüsensekret.
Galerie
Der Götterbaum, botanisch Ailanthus altissima, auch Drüsischer Götterbaum, Chinesischer Götterbaum, Trümmerbaum und umgangssprachlich abwertend Ghettopalme genannt, stammt aus China.
Bild: Susanne Junker, Berlin
01|05
Der französische Jesuit und Botaniker Pierre Nicolas Le Chéron d'Incarville (1706 – 1757), der in Peking am Hofe des chinesischen Kaisers Quianlong in der Quing-Dynastie predigte, forschte, als Übersetzer und Diplomat arbeitete, schickte 1740 Samen nach Paris.
Bild: Giuseppe Castiglione, Porträt des Kaisers Qianlong in Hofkleidung, Seidenmalerei 1736, Palastmuseum Peking, public domain
02|05
Der Baum wurde rasch als Chinoiserie geschätzt und daher an andere botanische Gärten weitergegeben.
Bild: Charles Frederick Millspaugh, American Medical Plants, Tafel 35, Biodiversity Heritage Library, public domain
03|05
In Europa war der Baum lange als exotische Zierpflanze beliebt, zumal seine bis zu 90 cm langen gefiederten Blätter dekorativ sind und bis in den Herbst lange grün bleiben.
Bild: Susanne Junker, Berlin
04|05
Aufgrund dieser als aggressiv beurteilten Ausbreitung, die gewachsene Ökosysteme und Biodiversität schädigt, sind Handel, Zucht und Pflanzung des Götterbaums seit 2019 in der EU als invasive Art verboten.
Bild: Susanne Junker, Berlin
05|05
Invasive Aggression
Götterbäume sind jedoch nicht nur schnellwüchsig, sondern auch
widerstandsfähig gegen Hitze, Trockenheit, Luftverschmutzung und
sogar Herbizide. Sie wachsen in Ritzen, Fugen und Spalten, an
Straßenrändern, auf Bahndämmen und sonstigen Brachen. Götterbäume
gehörten als Ruderalvegetation zu den ersten Pflanzen in den
städtischen Trümmerfeldern des 2. Weltkriegs, daher der Name
Trümmerbaum.
Der Name Ghettopalme verweist einerseits auf die Fiederblätter,
die an Palmwedel erinnern, und andererseits auf seine Fähigkeit,
selbst an Orten zu gedeihen, die für den Aufenthalt von Menschen
und anderen Pflanzen unattraktiv sind, wie ungepflegte Parkplätze,
Müllhalden und Autobahnunterführungen. Über einen sogenannten
Mutterbaum breiten sich Wurzeltriebe aus, die wiederum sehr schnell
zu Bäumen werden, sich ebenfalls weitervermehren und angestammte
Pflanzen durch die schiere Masse verdrängen.
Galerie
Der Götterbaum, botanisch Ailanthus altissima, auch Drüsischer Götterbaum, Chinesischer Götterbaum, Trümmerbaum und umgangssprachlich abwertend Ghettopalme genannt, stammt aus China.
Bild: Susanne Junker, Berlin
01|05
Der französische Jesuit und Botaniker Pierre Nicolas Le Chéron d'Incarville (1706 – 1757), der in Peking am Hofe des chinesischen Kaisers Quianlong in der Quing-Dynastie predigte, forschte, als Übersetzer und Diplomat arbeitete, schickte 1740 Samen nach Paris.
Bild: Giuseppe Castiglione, Porträt des Kaisers Qianlong in Hofkleidung, Seidenmalerei 1736, Palastmuseum Peking, public domain
02|05
Der Baum wurde rasch als Chinoiserie geschätzt und daher an andere botanische Gärten weitergegeben.
Bild: Charles Frederick Millspaugh, American Medical Plants, Tafel 35, Biodiversity Heritage Library, public domain
03|05
In Europa war der Baum lange als exotische Zierpflanze beliebt, zumal seine bis zu 90 cm langen gefiederten Blätter dekorativ sind und bis in den Herbst lange grün bleiben.
Bild: Susanne Junker, Berlin
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Aufgrund dieser als aggressiv beurteilten Ausbreitung, die gewachsene Ökosysteme und Biodiversität schädigt, sind Handel, Zucht und Pflanzung des Götterbaums seit 2019 in der EU als invasive Art verboten.
Bild: Susanne Junker, Berlin
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EU-Verbot
Aufgrund dieser als aggressiv beurteilten Ausbreitung, die
gewachsene Ökosysteme und Biodiversität schädigt, sind Handel, Zucht und
Pflanzung des Götterbaums seit 2019 in der EU als invasive Art
verboten. Das Bundesamt für Naturschutz erläutert in den
BfN-Schriften 654 - Die invasiven gebietsfremden Arten der
Unionsliste der Verordnung (EU) Nr. 1143/2014 - Dritte
Fortschreibung 2022: „Mit der fortschreitenden Globalisierung
der Märkte und der Zunahme des weltweiten Handels sowie des
Fernreiseverkehrs treten Arten zunehmend auch außerhalb ihres
natürlichen Verbreitungsgebietes auf. Ein kleiner Teil dieser
gebietsfremden Arten erfordert im Naturschutz unsere besondere
Aufmerksamkeit, da sie heimische Arten in ihrem Bestand gefährden
können.“
Bezüglich des Götterbaums wird als Gefahr definiert: „Bildet
Dominanzbestände mit Veränderung von Vegetationsstrukturen,
konkurriert mit gefährdeten Arten auf Magerrasen. Rinde und Blätter
können starke allergische Hautreizungen auslösen.“ Als
Beseitigungs- und Kontrollmaßnahmen wird empfohlen: „Ausgraben,
Ausreißen, Fällung mit Beweidung, Mahd, Ringelung.“
-sj
Fachwissen zum Thema
Im Jahre 1673 legte die Worshipful Society of Apothecaries einen Garten für Heilpflanzen in einem Dorf westlich von London an.
Bild: Susanne Junker, Berlin
Parks und Gärten
Chelsea Physic Garden, London – Teil 1
Geschichte und Entwicklung als Lehr- und Lerngarten
Ruderalvegetation leitet sich vom lateinischen rudus ab, das übersetzt Schutt, Schotter oder Unrat bedeutet und auf menschengemachte Brachen wie Baustellen und Straßenränder verweist.
Bild: Susanne Junker, Berlin
Urban Green
Ruderal- und Pioniervegetation
Spontane Ansiedlung von widerstands- und anpassungsfähigen Pflanzen auf Brachen, Halden, Rest- oder Lagerflächen sowie an und in Ruinen.
Zu den städtischen Grünflächen zählen Park-, Spiel- und Sportanlagen, Gärten, Friedhöfe und Straßenbegleitgrün.
Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
Vegetation
Vegetationsformen im Stadtraum
Anforderungen und Beispiele für Bäume, Sträucher, Stauden und geeigneten Gräsern für Rasenflächen.
Bauwerke zum Thema
Die alten Zellenfenster wurden vergrößert und die Gitter beibehalten, um Bezüge zur Geschichte des Gebäudes herzustellen.
Bild: Markus Gröteke
Gewerbe/Industrie
Wilmina in Berlin-Charlottenburg
Mit dem Wilmina schafften Grüntuch Ernst Architekten eine grüne Insel der Erholung und des Rückzugs inmitten der Stadt.
Der Götterbaum, botanisch Ailanthus altissima, auch Drüsischer Götterbaum, Chinesischer Götterbaum, Trümmerbaum und umgangssprachlich abwertend Ghettopalme genannt, stammt aus China.
Bild: Susanne Junker, Berlin
Einst als exotische Zierpflanze geschätzt, breitet sich der aus China stammende Götterbaum heute als invasiver Neophyt in Europa aus.
Ginkgo
Der Ginkgo-Baum stammt aus China und Ostasien.
Bild: Susanne Junker, Berlin
Baum mit langer Geschichte, kultureller Bedeutung und hoher Widerstandsfähigkeit. Seine Anspruchslosigkeit macht ihn zum idealen Straßenbaum.
Vegetationsformen im Stadtraum
Zu den städtischen Grünflächen zählen Park-, Spiel- und Sportanlagen, Gärten, Friedhöfe und Straßenbegleitgrün.
Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
Anforderungen und Beispiele für Bäume, Sträucher, Stauden und geeigneten Gräsern für Rasenflächen.
Pflanzen extensive Dachbegrünungen
Bei der Sanierung des Düsseldorfer Schauspielhauses wurden die Dachflächen extensiv begrünt.
Bild: Optigrün international
Einsatzorte, Pflanzenarten, Pflege- und Wartungsaufwand sowie bautechnische statische Voraussetzungen
Pflanzen intensive Dachbegrünungen
Intensive Dachbegrünung im Innenhof der Kreuzeskirche Essen
Bild: Optigrün international
Einsatzorte, Pflanzenarten, Pflege- und Wartungsaufwand sowie bautechnische statische Voraussetzungen
Dachbegrünung: Wartungs- und Pflegeaufwand
Wartungsarbeiten umfassen unter anderem das Überprüfen der Absturzsicherungen.
Bild: Urte Schmidt, Berlin
Pflegemaßnahmen und -aufwand unterscheiden sich nach Art der Dachbegrünung.
Bodengebundene Fassadenbegrünung
Blauregen als Schlingpflanze an Seilen (Parkhaus N2 in Mannheim)
Bild: Susanne Junker, Berlin
Für bodengebundene Fassadenbegrünungen kommen in der Regel Kletterpflanzen infrage, für wandgebundene Begrünungen auch Stauden, Kleingehölze und Moose.
Wandgebundene Fassadenbegrünung
Wandgebundene und sehr artenreiche Fassadenbegrünung „Living Wall“ in Berlin Kreuzberg, Architektur: Sarah Rivière
Bild: Stephan Redeker, Berlin
Schier unbegrenzte Auswahl an Kletterpflanzen, Stauden, Kleingehölzen und Moosen für die modulare und flächige Bepflanzung.
Fassadenbegrünung: Wartungs- und Pflegeaufwand
Mit zunehmender Komplexität der Begrünungsform wächst der Pflegeaufwand.
Bild: Verband für Bauwerksbegrünung (VfB)
Die sorgfältige Planung im Vorfeld einer Begrünung ist ebenso wichtig wie die richtige Pflege bis zur Fertigstellung und während der darauffolgenden Entwicklungs- und Unterhaltungsphase.
Pflanzen für die Innenraumbegrünung
Für das gute Gedeihen der Pflanzen in Innenräumen sind die Temperierung, die Luftfeuchtigkeit und Lichtversorgung von ausschlaggebender Wirkung.
Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
Kübelpflanzungen, Begrünungslandschaften, Grünzonen und wandgebundene Innenraumbegrünungen nach Temperaturempfindlichkeit
Vegetation für Wintergärten
Die Pflanzen in einem Wintergarten leben nicht in ihrem natürlichen sondern in einem simulierten Habitat. Deshalb gelten besondere Kriterien für die Auswahl der Vegetation (im Bild: mehrgeschossige Verknüpfung von Vegetation, Glasräumen und Höfen, Naiipa Art Complex, Bangkok, Stu/D/O Architects)
Bild: Florian Schwaighofer, Berlin
Bei der Auswahl der Pflanzen sind einige Kriterien zu beachten. Eine Übersicht zeigt, welche Pflanzen sich besonders eignen.
Dünger und Pflegearten
Vor allem Standort und Begrünungsform bestimmen die Auswahl der Düngeart.
Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
Für ein gesundes Wachstum benötigen Pflanzen unterschiedliche Nährstoffe. Zu den Hauptnährstoffen gehören Stickstoff (N), Phosphor...
Arboretum
Ein Arboretum ist eine Art begehbares und sinnlich erfahrbares Lexikon der Bäume und Sträucher.
Bild: Spring Grove Cemetery and Arboretum in Cincinnati, Ohio/USA, Fotografie von Carol M. Highsmith, Library of Congress Washington, Carol M. Highsmith Archive, Repro-No. LC-DIG-highsm-41768, Public Domain
Sammlung von lebenden Bäumen und Sträuchern für botanische respektive gartenbauwissenschaftliche Beobachtungen und Untersuchungen.
Grüne Architektur – für alle!
Planungsunterlagen zu Dachbegrünung und Regenwassermanagement von OPTIGRÜN. Hier informieren!