Denkmalschutz in Kupferrot
Historisches Bauernhaus mit Solarziegeln
Eine ausgediente Dacheindeckung, kleinere Undichtigkeiten und ein Balkon mit statischen Schwächen: Nach drei Jahrzehnten entschieden sich die Eigentümer*innen des historischen Bauernhauses von 1780 für eine weitere Sanierung. Das Wohnhaus im Schwarzwald sollte im Zuge der Instandsetzung eine Photovoltaikanlage-Anlage erhalten – eine Herausforderung für den Denkmalschutz. Abhilfe schaffte der kupferrote PV-Autarq Solarziegel. Das Modell basiert auf dem Glattziegel Domino und fügt sich farblich in das restliche Ziegelbild ein. So konnte auch die Denkmalschutzbehörde überzeugt werden.
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Vormals auf morschen Balken gelagert, hängt der Balkon nun direkt am Dachtragwerk. Um eine geschlossene Fläche zu erhalten, kürzte die Zimmerei die Dachvorsprünge umlaufend ein. Als Schneeschutz dient ein Gebirgsschneefang mit farblich passendem Alu-Grundelement. Die Ziegel lassen sich bei Bedarf über Klammern einzeln lösen und austauschen.
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Das PV-System nutzt eine kleinteilige Reihenschaltung über Steckverbindungen. Farblich gekennzeichnete Kabel verbinden die Ziegel auf dem Dach. Dadurch, dass die Technik im Kleinspannungsbereich arbeitet, bleibt die Montage ungefährlich und kann durch die Dachdecker*innen erfolgen. Auf der Hausseite übernehmen Elektriker*innen die Installation. Netzanschluss, Wechselrichter und Speicher wurden innerhalb eines Tages angeschlossen. Die Anlage bleibt auf den sonnenexponierten Flächen. Eine mögliche Belegung der Westseite wurde verworfen, da der errechnete Ertrag zu gering erschien. Zwischen Mai und Oktober erreicht das System eine Autarkie von 90 Prozent.
