Energieeinsparung durch Gebäudeautomation

Durch die Ausstattung von Gebäuden mit Bussystemen, eröffnen sich zahlreiche Möglichkeiten, die Lebensvorgänge im Haus automatisch zu steuern und zu regeln und Energie sparsam zu nutzen und einzusetzen. Hierfür wird zusätzlich zur normalen Elektroinstallation eine zweiadrige, abgeschirmte 24-Volt-Leitung durch das Gebäude verlegt. Diese Busleitung verbindet alle Geräte miteinander zur dezentralen Kommunikation und gleicht über integrierte Chips in den angeschlossenen Schaltern und Geräten Datenströme ab. Auf die gemeldeten Zustände der Geräte kann so reagiert werden.

Gallerie

Vorangetrieben wurde diese Entwicklung durch die Fortschritte der Elektronik und Computertechnik und durch die steigenden Bedürfnisse nach Komfort (Fernbedienung vieler Funktionen, intelligente Jalousiesteuerungen, automatische Raumtemperaturregelung, Lichtsteuerung), Sicherheit (Präsenz- und Bewegungsmelder, Windwächter, Einbruch-, Brand- und Rauchmeldesysteme, etc.) und vor allem –- unter ökologischen Gesichtspunkten und in Anbetracht gestiegener Energiepreise –- der Energie- und Kosteneinsparung.

Vor allem zum Heizen, für die Beleuchtung und Warmwasserbereitstellung, kann Energie eingespart werden. Auch wenn die Anfangsinvestitionen höher sind als bei konventioneller Technik, amortisieren sich die höheren Kosten durch die Energieeinsparung über die gesamte Lebenszeit des Gebäudes.

Beispiele für Stromeinsparung im Gebäude mittels Gebäudeautomation:

  • Tageslichtabhängige Lichtsteuerung (je nach Lichteinfall von außen wird die Beleuchtung automatisch so gesteuert, dass z.B. am Arbeitsplatz immer eine konstante Helligkeit erzielt wird).

  • Lichtszenensteuerung (Absenkung der Helligkeit und An- oder Abschalten bestimmter Leuchten/Leuchtengruppen je nach Arbeitsaufgabe bzw. Lebensvorgang).

  • Sparsame dezentrale Warmwasserbereitung mit elektronischen Durchlauferhitzern, die genau so viel Warmwasser bereitstellen, wie auch wirklich benötigt wird.

  • Möglichkeiten zur Fernbedienung und/ oder Fernabfrage (z.B. Abfrage, ob Elektrogeräte wie Herd oder Bügeleisen abgeschaltet wurden und ggf. ferngesteuerte Ausschaltung).

  • Zentralfunktionen, d.h. Funktionen, die von einem Taster, dem Türschloss oder auch per Zeitsteuerung Gerätegruppen oder das ganze Gebäude beeinflussen; z.B. automatisch „alle Lampen aus“ , alle Heizkreise auf Frostschutz runterfahren oder beim Abschließen des Gebäudes  Rollläden herunterlassen.
Bildnachweis: Projekt „Automatisierter Entwurf für die Gebäudeautomation“, VDI/VDE-Innovation + Technik, Berlin

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Das Hochhaus Bolueta im spanischen Bilbao entspricht dem Passivhaus-Standard.

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Einführung

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Unser Helligkeitseindruck hängt von der Beleuchtungsstärke und den Reflexionen der angestrahlten Gegenstände ab.

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Planungsgrundlagen

Licht und Behaglichkeit

Natürliches Licht steht uns abhängig von der Tages- und Jahreszeit in unterschiedlichen Beleuchtungsstärken zur Verfügung; gegenüber Kunstlicht hat Tageslicht jedoch viele Vorteile.

Bereits zu Beginn der Planung sollten deshalb die zu erwartenden Verhaltensweisen der das Gebäude nutzenden Personen berücksichtigt werden.

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Planungsgrundlagen

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