Biomasseheizung

Aufgrund der Anforderungen aus der Energieeinsparverordnung und steigender Energiekosten für konventionelle Brennstoffe, wird Biomasse bei der Gebäudebeheizung verstärkt eingesetzt. Biomasse ist die gesamte durch Pflanzen oder Tiere anfallende/erzeugte organische Substanz. Beim Einsatz zu energetischen Zwecken - also zur Strom-, Wärme- und Treibstofferzeugung - ist zwischen nachwachsenden Rohstoffen und organischem Abfall zu unterscheiden.

Gallerie

Pflanzliche Biomasse wird vorwiegend in städtischen Randgebieten sowie im ländlichen Bereich verwendet und ist im übertragenden Sinn als "gespeicherte Sonnenenergie" zu betrachten. Durch den Prozess der Photosynthese (aus Sonnenlicht und Wasser wird Kohlenstoff gebildet) kann die regenerative Energie ohne Speicherverluste in den Wintermonaten genutzt werden. Solange kein Raubbau an der Vegetation betrieben wird, ist der Prozess also regenerativ. Die Art der Energieerzeugung ist interessant für den Aufbau von Wärmeversorgungsanlagen in allen Leistungsbereichen.

Je nach Anforderung werden Anlagen mit einem Leistungsspektrum von unter 10 kW bis zu mehreren MW Heizleistung angeboten. Biomasse wird mit einem Primärenergiefaktor von 0,2 belegt (Vergleich Erdgas: 1,1 / Strom 2,7).

Automatische Biomasseheizungsanlagen können mit Holzpellets, Industriepellets und mit Holz-Hackschnitzeln betrieben werden. Die Brennstoffzuführung erfolgt bei diesen Anlagen automatisch und ist mitgeringem Bedienungs- und Wartungsaufwand möglich. Ziel ist der Aufbau möglichst einfacher Anlagenkonzepte, um die Anlagenkosten und den Hilfsenergieverbrauch möglichst gering zu halten.

Bei kleinen Anlagen sollte das Brennstofflager nahezu einen Jahresbedarf fassen, während man bei größeren Anlagen eine häufigere Befüllung vornehmen sollte, da sonst das Brennstofflager zu groß wird.
Ein Pelletslager direkt neben dem Heizraum im Keller stellt die technisch einfachste Art dar, benötigt jedoch Platz im Gebäude. Bei kleineren und mittleren Anlagen gibt es für Pellets auch Lager-Lösungen in Erdtanks. Der Aufbau eines Erdtanks ist zwar teuer, doch gerade in Gebäuden mit unzureichendem Platzangebot eine sinnvolle Lösung.

Auch größere Anlagen können eingesetzt werden und mit Nahwärmenetzen mehrere Gebäude versorgen. Die Anlagenkosten verteilen sich so auf mehrere Wohneinheiten und eine Biomasseheizung kann so nahezu ohne Mehrkosten gegenüber konventionellen Einzelheizungen aufgebaut werden.

Bildnachweis: Ökofen, Niederkappel/A  (1), Nau, Moosburg-Pfrombach (2)

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