Bambus ist keine Baumart, sondern gehört zur
Gattung der verholzenden Gräser. Aufgrund eines schnellen Wachstums
und einer leichten, stabilen Struktur verkörpert die Pflanze ein
höchst effizientes Werk der Natur. Bekannt sind mehr als 1.600
verschiedene Arten – von kleinen strauchartigen Varianten bis hin
zu riesigen Bambusarten: Moso (Phyllostachus pubescens) oder
Asper (Dendrocalamus Asper) in Südostasien, Guadua
(Guadua angustifolia) in Lateinamerika werden 30 bis 40 Meter
hoch und erreichen Durchmesser zwischen zehn und zwanzig
Zentimetern.
Galerie
Aufgrund eines schnellen Wachstums und einer leichten, stabilen Struktur verkörpern Bambuspflanzen ein höchst effizientes Werk der Natur (Abb.: Chinesische Bambusplantage).
Bild: Guillaume Bonnefont
01|11
Bauprodukte aus Bambus
Bild: MOSO / Remco van den Top
02|11
Beim Verwaltungsgebäude der Firma Klöckner Pentaplast in Montabaur (Entwurf: Archibrand Studio für Architektur & Design) kommen Konstruktionshölzer und Massivplatten aus Bambus zum Einsatz.
Bild: Isa Steinhauser
03|11
Detailansicht von Bauprodukten aus Bambus beim Verwaltungsgebäude der Firma Klöckner Pentaplast: Bamboo N-finity Indoor Konstruktionshölzer und Bambus Massivplatte
Bild: Isa Steinhauser
04|11
Beim CityLife Shopping District in Mailand (Entwurf: Zaha Hadid Architects) kommen verschiedene Bauprodukte aus Bambus (Parkett, Konstruktionshölzer, Massivplatten und Furnier) zum Einsatz.
Bild: AndreVisual
05|11
Im Hotel Jakarta in Amsterdam (Entwurf: SeARCH) wurden zahlreiche Bauprodukte aus Bambus (Parkett, Konstruktionshölzer, Furniere) verwendet.
Bild: Lior Teitler
06|11
Für den Außenbereich entwickelte Bambusbalken bilden die Fassade des Speehuis (Entwurf: SPEE architects) im niederländischen Oisterwijk.
Bild: Ossip van Duivenbode
07|11
Robuste Fassadenbekleidung und Terrassenbeläge aus Bambus beim Projekt The Roofs (Entwurf: MVRDV) im niederländischen Den Haag.
Bild: Daria Scagliola
08|11
Hybride Holz-Bambus-Paneele: CLT-Elemente kombinieren die strukturellen Vorteile von Holz mit einer verschleißfesten Oberlage aus Bambus.
Bild: DERIX Group
09|11
In jüngster Zeit begründete Bambusplantagen in Portugal, Spanien und den Niederlanden zielen auf eine regionale Versorgung und Wertschöpfungskette ab (Abb.: Bambus in Braga).
Bild: Bamboologic, Nijmegen
10|11
Bambusanbau im portugiesischen Alcoutim
Bild: Bamboologic, Nijmegen
11|11
Wie andere Gräser auch, breiten sich Bambusgewächse über
unterirdische Wurzelballen und ein Netz von Rhizomen aus. Manche
Arten wachsen bis zu einen Meter am Tag. Die Halme wachsen jährlich
nach, sodass sich die Stämme nach vier bis fünf Jahren ernten
lassen und die Pflanze auf natürlichem Wege regeneriert.
Bewirtschaftung, Verbreitung und Einsatzmöglichkeiten
In sorgfältig bewirtschafteten Bambusplantagen werden pro Jahr
etwa 20 bis 25 Prozent der hoch gewachsenen Stämme geerntet, was
das weitere Gedeihen eher fördert als mindert. Da das Wurzelsystem
fortbesteht, gibt es keinen Kahlschlag, und die Kultivierung von
Bambus trägt nicht zur Entwaldung bei. Weltweit ist eine Fläche von
rund 40 Millionen Hektar mit Bambus bedeckt, allein in China sind
es mehr als sieben Millionen Hektar. Dank Aufforstung wächst diese
Fläche kontinuierlich an.
Bestimmte Arten von Riesenbambus gedeihen sogar auf Brach- und
Restflächen. Dort tragen sie zur Verbesserung des Bodens bei, indem
sie Erosion verhindern, Regenwasser halten, den Grundwasserspiegel
erhöhen und letztlich auch die Biodiversität.
Neben der Verwendung für konstruktive Zwecke gibt es zahlreiche
weitere Anwendungsbereiche für Bambus, seien es Papier oder
Textilien, Lebensmittel, Bioenergie sowie technisch entwickelte
Bauprodukte für Boden, Wand und Decke, Möbel und
Fassaden, Terrassendecks und Stege sowie Mobiliar für den
Außenbereich.
Galerie
Aufgrund eines schnellen Wachstums und einer leichten, stabilen Struktur verkörpern Bambuspflanzen ein höchst effizientes Werk der Natur (Abb.: Chinesische Bambusplantage).
Bild: Guillaume Bonnefont
01|11
Bauprodukte aus Bambus
Bild: MOSO / Remco van den Top
02|11
Beim Verwaltungsgebäude der Firma Klöckner Pentaplast in Montabaur (Entwurf: Archibrand Studio für Architektur & Design) kommen Konstruktionshölzer und Massivplatten aus Bambus zum Einsatz.
Bild: Isa Steinhauser
03|11
Detailansicht von Bauprodukten aus Bambus beim Verwaltungsgebäude der Firma Klöckner Pentaplast: Bamboo N-finity Indoor Konstruktionshölzer und Bambus Massivplatte
Bild: Isa Steinhauser
04|11
Beim CityLife Shopping District in Mailand (Entwurf: Zaha Hadid Architects) kommen verschiedene Bauprodukte aus Bambus (Parkett, Konstruktionshölzer, Massivplatten und Furnier) zum Einsatz.
Bild: AndreVisual
05|11
Im Hotel Jakarta in Amsterdam (Entwurf: SeARCH) wurden zahlreiche Bauprodukte aus Bambus (Parkett, Konstruktionshölzer, Furniere) verwendet.
Bild: Lior Teitler
06|11
Für den Außenbereich entwickelte Bambusbalken bilden die Fassade des Speehuis (Entwurf: SPEE architects) im niederländischen Oisterwijk.
Bild: Ossip van Duivenbode
07|11
Robuste Fassadenbekleidung und Terrassenbeläge aus Bambus beim Projekt The Roofs (Entwurf: MVRDV) im niederländischen Den Haag.
Bild: Daria Scagliola
08|11
Hybride Holz-Bambus-Paneele: CLT-Elemente kombinieren die strukturellen Vorteile von Holz mit einer verschleißfesten Oberlage aus Bambus.
Bild: DERIX Group
09|11
In jüngster Zeit begründete Bambusplantagen in Portugal, Spanien und den Niederlanden zielen auf eine regionale Versorgung und Wertschöpfungskette ab (Abb.: Bambus in Braga).
Bild: Bamboologic, Nijmegen
10|11
Bambusanbau im portugiesischen Alcoutim
Bild: Bamboologic, Nijmegen
11|11
Technisch modifizierte Baustoffe aus Bambus
Für den Einsatz in zeitgemäßen Baukonstruktionen werden die
unregelmäßig runden Stämme zu standardisierten und besonders
leistungsfähigen Bauprodukten (engineered bamboo)
verarbeitet. Die Verarbeitungsmethoden ähneln denen von
Holzbaustoffen, sie umfassen das Spalten und Hobeln sowie das
Pressen von Bambusfasern zu Paneelen, Balken und
Platten unter Hitzeeinwirkung und dem Einsatz von Klebstoffen.
Folgende drei Produktfamilien sind auf dem Markt
vorherrschend:
Bambus-Parkett oder Bodenbelag: Hergestellt aus verklebten
Bambusstreifen, eignen sich die Produkte für den Innenbereich – als
Bodenbelag, Wandpaneele und Balken.
Stranggewebter oder hoch verdichteter Bambus: Höchst
tragfähige, besonders harte Bauelemente mit einer Dichte von mehr
als 1.100 kg/m³, die für den Einsatz im Außenbereich oder in stark
frequentierten Bereichen geeignet sind.
Thermisch modifizierter und verdichteter Bambus: Unter
Einwirkung von Hitze und hohem Druck entstehen äußerst stabile
Bauelemente, beständig gegenüber biologischen Schädlingen. Diese
eignen sich zur Bekleidung im Innen- und Außenbereich, für Fassaden
und Böden bzw. Terrassen.
Galerie
Aufgrund eines schnellen Wachstums und einer leichten, stabilen Struktur verkörpern Bambuspflanzen ein höchst effizientes Werk der Natur (Abb.: Chinesische Bambusplantage).
Bild: Guillaume Bonnefont
01|11
Bauprodukte aus Bambus
Bild: MOSO / Remco van den Top
02|11
Beim Verwaltungsgebäude der Firma Klöckner Pentaplast in Montabaur (Entwurf: Archibrand Studio für Architektur & Design) kommen Konstruktionshölzer und Massivplatten aus Bambus zum Einsatz.
Bild: Isa Steinhauser
03|11
Detailansicht von Bauprodukten aus Bambus beim Verwaltungsgebäude der Firma Klöckner Pentaplast: Bamboo N-finity Indoor Konstruktionshölzer und Bambus Massivplatte
Bild: Isa Steinhauser
04|11
Beim CityLife Shopping District in Mailand (Entwurf: Zaha Hadid Architects) kommen verschiedene Bauprodukte aus Bambus (Parkett, Konstruktionshölzer, Massivplatten und Furnier) zum Einsatz.
Bild: AndreVisual
05|11
Im Hotel Jakarta in Amsterdam (Entwurf: SeARCH) wurden zahlreiche Bauprodukte aus Bambus (Parkett, Konstruktionshölzer, Furniere) verwendet.
Bild: Lior Teitler
06|11
Für den Außenbereich entwickelte Bambusbalken bilden die Fassade des Speehuis (Entwurf: SPEE architects) im niederländischen Oisterwijk.
Bild: Ossip van Duivenbode
07|11
Robuste Fassadenbekleidung und Terrassenbeläge aus Bambus beim Projekt The Roofs (Entwurf: MVRDV) im niederländischen Den Haag.
Bild: Daria Scagliola
08|11
Hybride Holz-Bambus-Paneele: CLT-Elemente kombinieren die strukturellen Vorteile von Holz mit einer verschleißfesten Oberlage aus Bambus.
Bild: DERIX Group
09|11
In jüngster Zeit begründete Bambusplantagen in Portugal, Spanien und den Niederlanden zielen auf eine regionale Versorgung und Wertschöpfungskette ab (Abb.: Bambus in Braga).
Bild: Bamboologic, Nijmegen
10|11
Bambusanbau im portugiesischen Alcoutim
Bild: Bamboologic, Nijmegen
11|11
Nachhaltigkeit
Das rasche Wachstum und der jährliche Erntezyklus erlauben eine
kontinuierliche Produktion ohne Raubbau. Durch die Aufforstung
versteppter Grasflächen mit Riesen-Bambus lassen sich pro Hektar
mehr als 1.000 Tonnen CO₂ kompensieren: Einerseits durch
Kohlenstoffbindung von Pflanzen und Erdreich sowie durch
Speicherung von CO₂ in den Bauelementen, andererseits durch die
Substitution von Baumaterialien aus Stahl, Aluminium und
Kunststoffen, deren Herstellung mit einem deutlich höheren
CO₂-Ausstoß verbunden ist.
Bauprodukte für den Innenbereich
Es gibt viele Möglichkeiten, Bambusprodukte im Innenbereich
einzusetzen: als Boden- und Wandbelag, für Möbel und Treppen. Die
feine Maserung geht mit einer harten, formstabilen
Oberfläche einher. Eine zarte Textur und gleichmäßige Materialität in
Verbindung mit der warmen Farbpalette sorgen für einen zeitgemäßen
Look. Dank seiner hohen Stabilität eignet sich technisch
modifizierter Bambus gut für große Plattenformate und präzise
Tischlerarbeiten.
Galerie
Aufgrund eines schnellen Wachstums und einer leichten, stabilen Struktur verkörpern Bambuspflanzen ein höchst effizientes Werk der Natur (Abb.: Chinesische Bambusplantage).
Bild: Guillaume Bonnefont
01|11
Bauprodukte aus Bambus
Bild: MOSO / Remco van den Top
02|11
Beim Verwaltungsgebäude der Firma Klöckner Pentaplast in Montabaur (Entwurf: Archibrand Studio für Architektur & Design) kommen Konstruktionshölzer und Massivplatten aus Bambus zum Einsatz.
Bild: Isa Steinhauser
03|11
Detailansicht von Bauprodukten aus Bambus beim Verwaltungsgebäude der Firma Klöckner Pentaplast: Bamboo N-finity Indoor Konstruktionshölzer und Bambus Massivplatte
Bild: Isa Steinhauser
04|11
Beim CityLife Shopping District in Mailand (Entwurf: Zaha Hadid Architects) kommen verschiedene Bauprodukte aus Bambus (Parkett, Konstruktionshölzer, Massivplatten und Furnier) zum Einsatz.
Bild: AndreVisual
05|11
Im Hotel Jakarta in Amsterdam (Entwurf: SeARCH) wurden zahlreiche Bauprodukte aus Bambus (Parkett, Konstruktionshölzer, Furniere) verwendet.
Bild: Lior Teitler
06|11
Für den Außenbereich entwickelte Bambusbalken bilden die Fassade des Speehuis (Entwurf: SPEE architects) im niederländischen Oisterwijk.
Bild: Ossip van Duivenbode
07|11
Robuste Fassadenbekleidung und Terrassenbeläge aus Bambus beim Projekt The Roofs (Entwurf: MVRDV) im niederländischen Den Haag.
Bild: Daria Scagliola
08|11
Hybride Holz-Bambus-Paneele: CLT-Elemente kombinieren die strukturellen Vorteile von Holz mit einer verschleißfesten Oberlage aus Bambus.
Bild: DERIX Group
09|11
In jüngster Zeit begründete Bambusplantagen in Portugal, Spanien und den Niederlanden zielen auf eine regionale Versorgung und Wertschöpfungskette ab (Abb.: Bambus in Braga).
Bild: Bamboologic, Nijmegen
10|11
Bambusanbau im portugiesischen Alcoutim
Bild: Bamboologic, Nijmegen
11|11
Bauprodukte für den Außenbereich
Es gibt darüber hinaus Bauprodukte aus Bambus, die sich gut für
den Außenbereich eignen und vielseitig einsetzbar sind. Durch
thermische Modifizierung und eine starke Verdichtung des Materials
unter Hochdruck erreicht beispielsweise stranggewebter Bambus
eine hohe Formstabilität auch unter wechselhafter
Luftfeuchte
biologische Dauerhaftigkeit
die europäische Brandschutzklassifizierung B-s1-d0.
Diese Eigenschaften machen bestimmte Bambuserzeugnisse geeignet für
Terrassendecks, Fassaden und Möbel für den Außenbereich.
Galerie
Aufgrund eines schnellen Wachstums und einer leichten, stabilen Struktur verkörpern Bambuspflanzen ein höchst effizientes Werk der Natur (Abb.: Chinesische Bambusplantage).
Bild: Guillaume Bonnefont
01|11
Bauprodukte aus Bambus
Bild: MOSO / Remco van den Top
02|11
Beim Verwaltungsgebäude der Firma Klöckner Pentaplast in Montabaur (Entwurf: Archibrand Studio für Architektur & Design) kommen Konstruktionshölzer und Massivplatten aus Bambus zum Einsatz.
Bild: Isa Steinhauser
03|11
Detailansicht von Bauprodukten aus Bambus beim Verwaltungsgebäude der Firma Klöckner Pentaplast: Bamboo N-finity Indoor Konstruktionshölzer und Bambus Massivplatte
Bild: Isa Steinhauser
04|11
Beim CityLife Shopping District in Mailand (Entwurf: Zaha Hadid Architects) kommen verschiedene Bauprodukte aus Bambus (Parkett, Konstruktionshölzer, Massivplatten und Furnier) zum Einsatz.
Bild: AndreVisual
05|11
Im Hotel Jakarta in Amsterdam (Entwurf: SeARCH) wurden zahlreiche Bauprodukte aus Bambus (Parkett, Konstruktionshölzer, Furniere) verwendet.
Bild: Lior Teitler
06|11
Für den Außenbereich entwickelte Bambusbalken bilden die Fassade des Speehuis (Entwurf: SPEE architects) im niederländischen Oisterwijk.
Bild: Ossip van Duivenbode
07|11
Robuste Fassadenbekleidung und Terrassenbeläge aus Bambus beim Projekt The Roofs (Entwurf: MVRDV) im niederländischen Den Haag.
Bild: Daria Scagliola
08|11
Hybride Holz-Bambus-Paneele: CLT-Elemente kombinieren die strukturellen Vorteile von Holz mit einer verschleißfesten Oberlage aus Bambus.
Bild: DERIX Group
09|11
In jüngster Zeit begründete Bambusplantagen in Portugal, Spanien und den Niederlanden zielen auf eine regionale Versorgung und Wertschöpfungskette ab (Abb.: Bambus in Braga).
Bild: Bamboologic, Nijmegen
10|11
Bambusanbau im portugiesischen Alcoutim
Bild: Bamboologic, Nijmegen
11|11
Jüngste Innovationen
Fassadenbekleidungen für mehrgeschossige Holzbauten: Thermisch
modifizierte Bambusplatten lassen sich in modular vorgefertigte
Systeme integrieren.
Rückbaubare und wiederverwendbare Systeme: Mit
Klickverbindungen befestigte Fassadenelemente ermöglichen einen
einfachen Abbau und erneuten Einsatz der Platten im Sinne der
Kreislaufwirtschaft.
Laminierte Balken für Pfosten-Riegel Fassaden: Schlanke,
laminierte Bambusprofile wurden erfolgreich für den konstruktiven
Einsatz getestet.
Hybride Holz-Bambus-Paneele: CLT-Elemente kombinieren die
strukturellen Vorteile von Holz mit einer harten, verschleißfesten
Oberlage aus Bambus.
In Europa gewachsener und erwirtschafteter Bambus: In jüngster
Zeit begründete Bambusplantagen in Portugal, Spanien und den
Niederlanden zielen auf eine regionale Versorgung und
Wertschöpfungskette ab.
Biobasierte Klebstoffe: Bauprodukte aus Bambus mit Klebstoffen
aus Lignin und Soja
Galerie
Aufgrund eines schnellen Wachstums und einer leichten, stabilen Struktur verkörpern Bambuspflanzen ein höchst effizientes Werk der Natur (Abb.: Chinesische Bambusplantage).
Bild: Guillaume Bonnefont
01|11
Bauprodukte aus Bambus
Bild: MOSO / Remco van den Top
02|11
Beim Verwaltungsgebäude der Firma Klöckner Pentaplast in Montabaur (Entwurf: Archibrand Studio für Architektur & Design) kommen Konstruktionshölzer und Massivplatten aus Bambus zum Einsatz.
Bild: Isa Steinhauser
03|11
Detailansicht von Bauprodukten aus Bambus beim Verwaltungsgebäude der Firma Klöckner Pentaplast: Bamboo N-finity Indoor Konstruktionshölzer und Bambus Massivplatte
Bild: Isa Steinhauser
04|11
Beim CityLife Shopping District in Mailand (Entwurf: Zaha Hadid Architects) kommen verschiedene Bauprodukte aus Bambus (Parkett, Konstruktionshölzer, Massivplatten und Furnier) zum Einsatz.
Bild: AndreVisual
05|11
Im Hotel Jakarta in Amsterdam (Entwurf: SeARCH) wurden zahlreiche Bauprodukte aus Bambus (Parkett, Konstruktionshölzer, Furniere) verwendet.
Bild: Lior Teitler
06|11
Für den Außenbereich entwickelte Bambusbalken bilden die Fassade des Speehuis (Entwurf: SPEE architects) im niederländischen Oisterwijk.
Bild: Ossip van Duivenbode
07|11
Robuste Fassadenbekleidung und Terrassenbeläge aus Bambus beim Projekt The Roofs (Entwurf: MVRDV) im niederländischen Den Haag.
Bild: Daria Scagliola
08|11
Hybride Holz-Bambus-Paneele: CLT-Elemente kombinieren die strukturellen Vorteile von Holz mit einer verschleißfesten Oberlage aus Bambus.
Bild: DERIX Group
09|11
In jüngster Zeit begründete Bambusplantagen in Portugal, Spanien und den Niederlanden zielen auf eine regionale Versorgung und Wertschöpfungskette ab (Abb.: Bambus in Braga).
Bild: Bamboologic, Nijmegen
10|11
Bambusanbau im portugiesischen Alcoutim
Bild: Bamboologic, Nijmegen
11|11
Zusammenfassung und Ausblick
Ergänzend zu Holz als Baumaterial stellen technisch entwickelte
Bauprodukte aus Bambus eine wichtige Komponente dar auf dem Weg in
eine nachhaltige, CO₂-reduzierte Bauwirtschaft unter verstärktem
Einsatz nachwachsender Rohstoffe. Das schnelle Wachstum der
Pflanzen, überzeugende mechanische Eigenschaften, eine verfeinerte
Oberflächenstruktur in Verbindung und Dauerhaftigkeit sind gute
Gründe dafür.
Mit zunehmend europäischen Standards, zertifizierten
Fassadenelementen, regionaler Plantagenwirtschaft und biobasierten
Klebstoffen sollte sich Bambus als Baustoff etablieren, weg von der
exotischen Rarität hin zu einem leistungsstarken, heimischen
Material für die kommende Generation nachhaltiger Gebäude.
Autor: Dr. ir. Pablo van der Lugt
(Bibliografie: Tomorrow’s Timber, 2020; Booming Bamboo, 2024; The
Timber Truth, 2025); Hersteller / Produkte aus Bambus: Moso
International, Zwaag: Bamboo X-treme und Bamboo N-finity; W. u. J.
Derix, Niederkrüchten: X-Lam / CLT
Fachwissen zum Thema
Mit mehr als 1.200 verschiedenen Arten ist Bambus kein Holz, sondern tatsächlich ein Gras, auch wenn es viele mit Holz vergleichbare Eigenschaften aufweist (im BIld: Bambuswald in der Nähe von Kyoto, Japan).
Bild: Florian Schwaighofer, Berlin
Materialien/Werkstoffe
Bambus
Eigentlich ein Gras, weist Bambus viele vergleichbare Eigenschaften mit Holz auf, ist leicht, elastisch, formstabil - und für den Bau von Fenstern, Türen und Wintergärten geeignet.
Durch Einlagen wie Matrizen oder Folien lässt sich das Spektrum der Gestaltungsmöglichkeiten von Sichtbetonoberflächen erweitern (Fassade des Museums für Architekturzeichnung in Berlin von Speech Tchoban & Kuznetsov, Moskau).
Bild: Baunetz (yk), Berlin
Grundlagen Schalungen
Oberflächenstrukturen und Effekte
Mit der Wahl des Schalhautmaterials oder durch entsprechende Einlagen lassen sich Sichtbetonoberflächen vielfältig gestalten.
Aufgrund eines schnellen Wachstums und einer leichten, stabilen Struktur verkörpern Bambuspflanzen ein höchst effizientes Werk der Natur (Abb.: Chinesische Bambusplantage).
Bild: Guillaume Bonnefont
Aufgrund eines schnellen Wachstums und einer leichten, stabilen Struktur verkörpert die Pflanze ein höchst effizientes Werk der Natur.
Wärmedämmstoffe
Dämmmatte aus Hanf
Bild: FNR / W. Freese
Arten von Dämmstoffen und welche ökologischen und gesundheitlichen Aspekte zu berücksichtigen sind.
Upcycling
Statt für den Straßenbau zu Splitt geschreddert, dient hier das Teilstück einer Betonwand als einzigartiger Türdrücker an einer Hauseingangstür.
Bild: Susanne Junker, Berlin
Verarbeitung von Materialien oder Produkten nach ihrer ursprünglichen Nutzung zu hochwertigeren Erzeugnissen.
Design for Disassembly
Design for Disassembly strebt die Wiederverwertung bereits eingesetzter Bauteile und Materialien an.
Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
Die nachhaltige Planungsstrategie setzt Impulse für rückbaubare Gebäude, die als Ganzes oder in Teilen demontiert und wiederverwendet werden können.
Cradle-to-Cradle-Prinzip
Das C2C-Prinzip bezeichnet einen idealisierten, geschlossenen Rohstoffkreislauf nach dem Vorbild der Natur, bei dem alle Rohstoffe eines Produkts nach dem Nutzungszeitraum zu 100% im Kreislauf bleiben und wiederverwendet werden können.
Bild: Sulafa Isa, Berlin
Das Prinzip bezeichnet einen idealisierten, geschlossenen Rohstoffkreislauf nach dem Vorbild der Natur.
Urban Mining
In einer kreislaufgerechten Bauwirtschaft ist nicht nur der Aufbau, sondern auch der Rückbau und die Wiederverwendung im Entwurf berücksichtigt.
Bild: Maximilian Ludwig, Berlin
Die Rückgewinnung von Baustoffen aus der gebauten Umwelt ist ein Zwischenschritt auf dem Weg zur Kreislaufwirtschaft.
Lehm
Der Lehmbau erlebt im Zuge aktueller Nachhaltigkeitsdebatten eine Renaissance, denn Lehm lässt sich meist lokal gewinnen.
Bild: Julia Blöser, Berlin
Der Jahrtausende alte Lehmbau erlebt gerade eine Renaissance – als Möglichkeit mit einem lokalen Baustoff umwelt- und gesundheitsverträglich zu bauen.
Recycling
Im Sinne des nachhaltigen Bauens soll beim Rückbau von Gebäuden und Gebäudeteilen ein möglichst hohes Maß an Recyclingfähigkeit sichergestellt werden.
Bild: Baunetz (yk), Berlin
Welche Faktoren sollten in der Planungsphase beachtet werden, damit Baumaterialien Teil einer Kreislaufwirtschaft sind?
Stroh
Unter den Begriff Stroh fallen alle Arten von getrockneten Stängeln (der Pflanze zwischen Wurzel und Ähre) von Getreiden.
Bild: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe, Gülzow
Das regional verfügbare und nachwachsende Baumaterial hat eine höhe wärmedämmende Wirkung. Wie kann es für Wohnhäuser eingesetzt werden, was ist dabei zu beachten?
Holz
Fachwerkbau aus Holz und Ziegelausfachung in Norddeutschland (um 1800)
Bild: Baunetz (us), Berlin
Über die Vorteile des nachwachsenden Baumaterials, das seit Jahrtausenden verwendet wird, und die vielfältigen Anwendungen in der Architektur.
Auswahl der Baustoffe
Wer nachhaltig bauen möchte, sollte Baustoffe wählen, die aus nachwachsenden, gut recyclebaren und lange verfügbaren Rohstoffen bestehen (Bild: Wasserstrichziegel).
Bild: wienerberger, Hannover
Verschiedene Kriterien beeinflussen die Einordnung in punkto Nachhaltigkeit: Die Rohstoffe, der Energieaufwand, die Recyclingfähigkeit, aber auch der materialgerechte Einsatz im Bauwerk.
Ökobilanz
In einer Lebenszyklusanalyse wird die ganze Lebensdauer des Gebäudes, die Bauphase, die Nutzungsphase mit möglichen Umnutzungen sowie Abriss und Entsorgung berücksichtigt, und es kann der Beitrag der Bauprodukte zur Energieeffizienz oder zu weiteren Aspekten nachhaltiger Bewirtschaftung eines Gebäudes dargestellt werden.
Bild: Baunetz (us), Berlin
Die Ökobilanz liefert eine systematische und standardisierte Datengrundlage, um aus Deklarationen einzelner Bauprodukte die ökologische Bewertung eines Bauwerks zu erstellen.
Rückbaubarkeit
Die einfache Trennbarkeit von Konstruktionen mit Materialien unterschiedlicher Lebensdauer ist ein wichtiges Kriterium der Rückbaubarkeit.
Bild: Maximilian Ludwig, Berlin
Je einfacher ein Gebäude wieder in seine Bestandteile zerlegt werden kann, umso besser ist seine Eigenschaft „Rückbaubarkeit“ zu...
Mauersteine
Akustik-Klinker aus der Vormauerziegelserie Terca von Wienerberger
Bild: wienerberger, Hannover
Die Hauptbestandteile Kalk, Sand, Ton, Lehm und Wasser werden überwiegend in heimischen Regionen abgebaut und benötigen keine langen Transportwege.
Beton
Hightech-Beton lässt sich für die unterschiedlichsten Zwecke optimieren
Bild: BHW Bausparkasse/ TU Dresden
Sand, Kies und Wasser in Kombination mit Zement aus Kalkstein und Ton – aus diesen vielerorts vorhandenen Stoffen besteht Beton....
Glas
Wesentliche Eigenschaft von Glas ist die Lichtdurchlässigkeit – allerdings nur für einen Teil des Lichtspektrums (im Bild: Punktgelagerte Überkopfverglasung der Neuen Messe Leipzig; gmp Architekten, 1996).
Bild: Baunetz (us), Berlin
Wesentliche Eigenschaft von Glas ist die Lichtdurchlässigkeit – allerdings nur für einen Teil des Lichtspektrums. Die Anordnung der Glasflächen hat großen Einfluss auf den Raumkomfort und Energiebedarf von Gebäuden.