Glasdach: Einbau

Montagesysteme und Verbundsicherheitsglas

Glasdachelemente müssen nach DIN EN 1991-1-3 Eurocode 1: Einwirkungen auf Tragwerke – Schneelasten und DIN EN 1991-1-4 – Windlasten dimensioniert werden. Sie werden in der Regel auf Stahlblechzargen, Holz- oder Betonaufkantungen oder direkt auf der Stahlunterkonstruktion des Flachdachs montiert. Die Tragkonstruktionen sind entsprechend der Norm statisch zu bemessen. Die Abdichtung zum Baukörper erfolgt während des Einbaus mit Folien oder Einblechungen. Sie ist sehr sorgfältig auszuführen, um ihre dauerhafte und sichere Funktion zu gewährleisten und Wärmebrücken zu minimieren.

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Aufbau und Funktionsweise

Die verfügbaren Systeme ähneln sich im Aufbau: Aluminium- oder Stahlprofile bilden das Tragwerk, das mit einer unteren Dichtungsebene ausgestattet ist, die zugleich als Sekundärentwässerung dient. Darauf liegt, je nach Anforderung, die Einfach- oder Isolierverglasung, die als Wärme- und/oder Sonnenschutzglas mit unterschiedlichen Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Werten) ausgeführt werden kann. Ein Kunststoffsteg sorgt für die thermische Trennung und fixiert die äußere Dichtebene. Anschließend wird das komplette Verglasungspaket mittels Deckleisten mit dem Tragwerk verschraubt.

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Nachhaltigkeit und Energieeffizienz

Moderne Glasdachelemente setzen zunehmend auf nachhaltige Materialien. Recycelte Aluminiumprofile und umweltzertifizierte Beschichtungen verbessern die ökologische Bilanz, energieeffiziente Isoliergläser mit verbesserten U-Werten senken den Energieverbrauch in Gebäuden.

Vormontage und Einbau

Um den Aufwand der Montage zu erleichtern, werden die Elemente meist im Werk zu Baugruppen zusammengefügt. Dabei wird die untere Dichtebene unter kontrollierten, trockenen Bedingungen hergestellt. Auf der Baustelle müssen die vorgefertigten Teile nur noch an den Montagestößen von Konstruktion und Dichtung verbunden und am Baukörper fixiert werden. Danach folgen Verglasung und Abdichtung. 

Diese Montageart eignet sich sowohl für Flachdächer als auch für alle anderen Dachformen. Ihre Vorteile sind:

  • Kürzere Montagezeit
  • Höhere Sicherheit durch kontrollierte Bedingungen im Werk
  • Geringe Witterungsabhängigkeit

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Neue Technologien

Dazu gehören sogenannte intelligente Verglasungen, die sich automatisch an Licht- und Temperaturverhältnisse anpassen. Beispiele sind elektrochromes Glas oder Glas mit variabler Sonnenschutzbeschichtung, die den Wärmeeintrag regulieren und den Innenraumkomfort erhöhen, ohne dass zusätzliche Sonnenschutzmaßnahmen erforderlich sind.

Leistungsmerkmale und Gestaltungsmöglichkeiten

Die Glasdachkonstruktionen bieten eine hohe Stabilität, gute U-Werte der Gesamtverglasung (z.B. für Büros und Wohnräume) und vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten. Dank der thermischen Trennung der Profile bildet sich kein Kondensat an der Profilinnenseite, was die Langlebigkeit erhöht und den Wartungsaufwand senkt. Ergänzend lassen sich außen- oder innenliegende Sonnenschutzsysteme anbringen. Die Profile können pressblank oder in allen RAL-Farbtönen beschichtet werden.

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Sicherheitsglas

Bei Glasdächern bzw. Überkopfverglasungen muss aus Gründen der Resttragfähigkeit Verbundsicherheitsglas (VSG) Bestandteil des Scheibenaufbaus sein. Es besteht aus zwei oder mehr Glasscheiben, die durch reißfeste, zähelastische Kunststofffolien (in der Regel Polyvinylbutyral – PVB, seltener Ethylen-Vinylacetat – EVA oder ionoplastische Folien) dauerhaft miteinander verbunden sind.

Beim Bruch haften die Glassplitter an der Folie, sodass keine gefährlichen Scherben herabfallen. Das Glas bleibt als Ganzes im Rahmen und reduziert die Verletzungsgefahr erheblich. Die Folien schützen zudem vor Einbruch: Je nach Folienstärke wird das Durchdringen stark erschwert. Außerdem sind die Montagesysteme so ausgelegt, dass sie extremen Witterungsbedingungen wie Sturm oder Schnee standhalten.

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