Lichtbänder: Technische Eigenschaften

Grundsätzlich lassen sich drei verschiedene Konstruktionen bei Lichtbändern unterscheiden: Bögen-, Sattel- und Sheddächer. Die meisten Lichtbänder werden als bogenförmige Aufsätze im Industriebau verwendet und beruhen auf einer leichten Aluunterkonstruktion, die üblicherweise mit 10 mm dicken Hohlkammer-Platten aus Polycarbonat (PC) belegt werden. Zur Erzielung besserer U-Werte finden entweder mehrwandige, mehrschalige oder wesentlich dickere Paneelaufbauten Verwendung. Übliche Uw-Werte liegen heute zwischen 3,0 und ca. 1,5 W/m²K. Bessere Wärmedämmwerte sind zwar möglich, jedoch bei den üblicherweise geforderten industriellen Anwendungsfällen (Produktionsprozesse mit hoher Energiefreisetzung) meist nicht nötig.

Gallerie

Mit bogenförmigen Lichtbändern können im Flachdach sehr große Spannweiten erzielt werden. Übliche lichte Breiten liegen bei 5 bis 6 m, während mit zusätzlichen Aussteifungsmaßnahmen bis zu 11 m im Sonderfall möglich sind. Die lichten Mindestbreiten bewegen sich ungefähr bei 1,20 - 1,25 m. In der Längsausdehnung des Lichtbandes gibt es dagegen keine Beschränkung.

Alle Konstruktionstypen auf Basis von PC-Platten werden in der Regel mit der BG-Prüfbescheinigung durchsturzsicher (Gütesiegel der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft) zum Zeitpunkt des Einbaues geliefert und besitzen eine hohe Bruch- und Hagelschlagbeständigkeit. Zudem dienen solche thermoplastischen Lichtbandflächen hervorragend als Wärmeabzugsfläche im Sinne der DIN 18230-1 Abs. 8.2 c.

Die Paneele werden zumeist in Opal eingefärbt geliefert und lassen nahezu keine UV-Strahlung hindurch (wichtig bei UV-empfindlichen Lagergütern!) Mit einer Zusatzplatte aus glasfaserverstärktem ungesättigtem Polyesterharz (GF-UP) oder auch durch gänzlich aus GF-UP Verglasungselementen hergestellte Lichtbänder lassen sich die Lichtdurchlässigkeiten beeinflussen und zudem die Anforderungen an eine harte Bedachung gemäß DIN 4102 Teil 7 erfüllen.

Wie bei den Lichtkuppeln gibt es bei den Lichtbändern verschiedene Möglichkeiten der Lüftung. Unterschiedlich gestaltete Lüftungsklappen (einhüftig, Doppelklappe, im First oder am Fußpunkt sitzend) können zur Raumlüftung (Hubhöhe 30-50 cm) wie auch zur Schönwetterlüftung (Öffnungsstellung senkrecht) betätigt werden. Die Betätigung ist sowohl elektromotorisch als auch pneumatisch möglich. Die Klappen können auch als reine Rauch- und Wärmeabzugsklappen mit entsprechendem Allgemeinen Bauaufsichtlichen Prüfzeugnis in eine Lichtbandkonstruktion integriert werden. Kombinationen aus Rauchabzug und tägliche Be- und Entlüftung sind ebenfalls kein Hindernis.

Die Aluminium-Tragkonstruktionen werden am häufigsten in pressblanker Ausführung verwendet, eine Farbbeschichtung ist auf Wunsch möglich.

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