Sommerlicher Wärmeschutz: Begrenzung des Energieeintrages und Energiezwischenspeicherung
Die Begrenzung des Energieeintrages ist die wichtigste Maßnahme
für den sommerlichen Wärmeschutz. Dazu gehört,
eine Fassade mit möglichst geringem Energiedurchlassgrad
auszubilden. Dieser wird wiederum durch
den Fensterflächenanteil sowie durch die
energetischen Eigenschaften der Verglasung (g-Wert) und des
Sonnenschutzes (Fc-Wert) beeinflusst.
Galerie
Der Fensterflächenanteil, die Art der Verglasung, Sonnenschutz und thermisch aktivierbare Bauteile – all diese Faktoren tragen dazu bei, dass Innenräume auch im Hochsommer behaglich sind.
Bild: Maximilian Ludwig, Berlin
01|07
Die Größe der Fensterfläche in Relation zur Grundfläche ist unter anderem relevant für den Nachweis des sommerlichen Wärmeschutzes gemäß Gebäudeenergiegesetz (GEG)-
Bild: Urte Schmidt, Berlin
02|07
Sonnenschutz und thermisch aktivierte Bodenplatte bei einem südlich ausgerichteten Fenster
Bild: Sulafa Isa, Berlin
03|07
Die Ausrichtung der Fenster hat ebenfalls Einfluss auf das sommerliche Aufwärmverhalten.
Bild: Urte Schmidt, Berlin
04|07
Das Zusammenspiel von Verglasung und Sonnenschutz hat große Auswirkungen auf den Energieeintrag.
Bild: Maximilian Ludwig, Berlin
05|07
Zu bedenken sind weiterhin die Art und Lage des Sonnenschutzes.
Bild: Maximilian Ludwig, Berlin
06|07
Der BOB Campus in Wuppertal verfügt über eine kybernetische Fassade.
Je nach Jahreszeit und lokalem Klima kann ein hoher
Fensterflächenanteil zu einer gewünschten Erwärmung der Innenräume
beitragen (passive Solarenergienutzung) oder aber zur unerwünschten
Überhitzung führen. Mit Fensterflächenanteil können zwei
verschiedene Verhältnisse gemeint sein:
den prozentualen Anteil transparenter Fassadenflächen an der
Gesamtfassadenfläche
den prozentualen Anteil transparenter Fassadenflächen an der
Grundfläche eines Raums
Letztere Bedeutung ist relevant für den vereinfachten Nachweis
des sommerlichen Wärmeschutzes gemäß Gebäudeenergiegesetz (GEG,
Stand 2026). Auf einen Nachweis kann sogar verzichtet werden, wenn
der Raum mit der höchsten Wärmeeinstrahlung im Sommer einen
Fensterflächenanteil von maximal 35 % aufweist und sämtliche nach
Osten, Süden oder Westen orientierte Fenster (inklusive derer eines
eventuellen Glasvorbaus) mit einem außenliegenden Sonnenschutz ausgestattet sind, dessen
Abminderungsfaktor FC ≤ 0,30 beträgt.
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Der Fensterflächenanteil, die Art der Verglasung, Sonnenschutz und thermisch aktivierbare Bauteile – all diese Faktoren tragen dazu bei, dass Innenräume auch im Hochsommer behaglich sind.
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Die Größe der Fensterfläche in Relation zur Grundfläche ist unter anderem relevant für den Nachweis des sommerlichen Wärmeschutzes gemäß Gebäudeenergiegesetz (GEG)-
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Sonnenschutz und thermisch aktivierte Bodenplatte bei einem südlich ausgerichteten Fenster
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03|07
Die Ausrichtung der Fenster hat ebenfalls Einfluss auf das sommerliche Aufwärmverhalten.
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Das Zusammenspiel von Verglasung und Sonnenschutz hat große Auswirkungen auf den Energieeintrag.
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Zu bedenken sind weiterhin die Art und Lage des Sonnenschutzes.
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Der BOB Campus in Wuppertal verfügt über eine kybernetische Fassade.
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07|07
Faktor Glas
Der Gesamtenergiedurchlassgrad oder g-Wert beschreibt
prozentual die Summe der Energie, die aus direkter
Sonnenstrahlungsleistung und sekundärer Wärmeabgabe von außen nach
innen transportiert wird. Für die passive Solarenergienutzung
sollte die Verglasung über einen hohen g-Wert verfügen. Ist ein
geringer Energieeintrag gewünscht, sollte der g-Wert niedrig
ausfallen.
Das sichtbare Licht macht ca. 50 % der solaren Strahlungsenergie
aus, sodass an besonders sonnigen Tagen die Fenster mit
Sonnenschutz verdunkelt werden müssen Entsprechend ist bei Gläsern
mit geringem g-Wert damit zu rechnen, dass die
Tageslichtdurchlässigkeit sinkt und entsprechend häufiger
Kunstlicht genutzt werden muss. Anders ist das bei sogenannten
neutralen Sonnenschutzgläsern, die eine höhere Selektivität
(Quotient aus Tageslichttransmissionsgrad und g-Wert)
aufweisen Durch ihren geringen g-Wert heizen sich die Räume
langsamer auf, zugleich erlauben ihre Beschichtungen, öfter auf
Sonnenschutz und Kunstlicht zu verzichten.
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Der Fensterflächenanteil, die Art der Verglasung, Sonnenschutz und thermisch aktivierbare Bauteile – all diese Faktoren tragen dazu bei, dass Innenräume auch im Hochsommer behaglich sind.
Bild: Maximilian Ludwig, Berlin
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Die Größe der Fensterfläche in Relation zur Grundfläche ist unter anderem relevant für den Nachweis des sommerlichen Wärmeschutzes gemäß Gebäudeenergiegesetz (GEG)-
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Sonnenschutz und thermisch aktivierte Bodenplatte bei einem südlich ausgerichteten Fenster
Bild: Sulafa Isa, Berlin
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Die Ausrichtung der Fenster hat ebenfalls Einfluss auf das sommerliche Aufwärmverhalten.
Bild: Urte Schmidt, Berlin
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Das Zusammenspiel von Verglasung und Sonnenschutz hat große Auswirkungen auf den Energieeintrag.
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Zu bedenken sind weiterhin die Art und Lage des Sonnenschutzes.
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Der BOB Campus in Wuppertal verfügt über eine kybernetische Fassade.
Bild: Maximilian Ludwig, Berlin
07|07
Faktor Sonnenschutz
Wie gut ein Sonnenschutz mit der Verglasung
zusammenwirkt, hängt nicht nur von seinen energetischen
Eigenschaften (Reflexion, Absorption, Transmission) ab.
Außenliegend ist ein Sonnenschutz deutlich effektvoller als
raumseitig positioniert. Die durch den außenliegenden Sonnenschutz
absorbierte Energie wird mehrheitlich durch Konvektion abgeführt.
Nur ein geringer Anteil gelangt durch Lüften in den Raum.
Bei einer raumseitigen Anordnung wird der reflektierte
Energieanteil der Solarstrahlung wiederum teilweise durch das
Fenster absorbiert bzw. reflektiert. Der von dem Glas auf den
Sonnenschutz zurückreflektierte Anteil fällt bei einem Wärmeschutzglas geringer aus als bei einem
Sonnenschutzglas. Entsprechend ist eine
Kombination von innenliegendem Sonnenschutz und Wärmeschutzglas
sinnvoller zur Begrenzung des Energieeintrags.
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Der Fensterflächenanteil, die Art der Verglasung, Sonnenschutz und thermisch aktivierbare Bauteile – all diese Faktoren tragen dazu bei, dass Innenräume auch im Hochsommer behaglich sind.
Bild: Maximilian Ludwig, Berlin
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Die Größe der Fensterfläche in Relation zur Grundfläche ist unter anderem relevant für den Nachweis des sommerlichen Wärmeschutzes gemäß Gebäudeenergiegesetz (GEG)-
Bild: Urte Schmidt, Berlin
02|07
Sonnenschutz und thermisch aktivierte Bodenplatte bei einem südlich ausgerichteten Fenster
Bild: Sulafa Isa, Berlin
03|07
Die Ausrichtung der Fenster hat ebenfalls Einfluss auf das sommerliche Aufwärmverhalten.
Bild: Urte Schmidt, Berlin
04|07
Das Zusammenspiel von Verglasung und Sonnenschutz hat große Auswirkungen auf den Energieeintrag.
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05|07
Zu bedenken sind weiterhin die Art und Lage des Sonnenschutzes.
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Der BOB Campus in Wuppertal verfügt über eine kybernetische Fassade.
Bild: Maximilian Ludwig, Berlin
07|07
Energiezwischenspeicherung
Befindet sich die Wärmeenergie bereits im Raum, kann durch ihre
Zwischenspeicherung in thermisch aktivierbaren Massen verhindert
werden, dass sie in ihrer vollen Höhe wirksam wird.
Sichtbetondecken oder dicke Mauerwerkswände können eine solche
Speichermasse sein. Da hierbei die Energie nicht abgeführt wird,
müssen sich die Speicher in einem bestimmten Zeitraum wieder
entladen. Dies geschieht meist nachts (Nachtauskühlung). Dann geben
die thermisch aktivierten Massen die Wärme wieder ab, die sodann
durch Lüftung aus dem Raum gelangen kann.
Die Temperaturen im Gebäude sinken dadurch zwar nicht, es werden
aber Temperaturschwankungen im Innenraum gedämpft. Sinken die
Außentemperaturen nach einer Warmperiode, können die
Raumtemperaturen also eine Zeit lang auf hohem Niveau bleiben und
passen sich nur langsam mit der weiteren Wärmeabgabe der thermisch
aktivierten Bauteile an.
Puffernde Schichten
Doppelfassaden, kybernetische Fassaden und mehrgeschossige
Wintergärten zielen darauf ab, eine Luftschicht vor den Außenwänden
zu schaffen. Durch die transluzenten äußeren Fassadenebenen kann
die Sonnenenergie eindringen und die dahinterliegende
Luftschicht erwärmen. Die Wärmeenergie wird dann entweder über
passive Lüftungssysteme abgeführt oder dazu genutzt, eine massive
Fassadenebene thermisch zu aktivieren.
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Bild: Maximilian Ludwig, Berlin
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Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
Grundlagen
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Bild: Natalie Pawlik, Berlin
Bauphysik
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Bild: Julia Blöser, Berlin
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Bild: MHZ
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Kontakt Redaktion Baunetz Wissen: wissen@baunetz.de Baunetz Wissen Fassade sponsored by: MHZ Hachtel GmbH & Co. KG Kontakt 0711 / 9751-0 | info@mhz.de
Sommerlicher Wärmeschutz: Begrenzung des Energieeintrages und Energiezwischenspeicherungneu
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Bild: Maximilian Ludwig, Berlin
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Bild: Maximilian Ludwig, Berlin
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Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
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Bild: Urte Schmidt, Berlin
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Bild: Sophie Marie Schmidt, Berlin; Quelle: DIN EN 1991-1-4/NA
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Bild: Maximilian Ludwig, Berlin
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