Feuchteschutz: Relative Luftfeuchte

Wasser kann in den Aggregatzuständen fest (Eis), flüssig (Wasser) oder gasförmig (Wasserdampf) vorliegen. Der Phasenwechsel zwischen diesen Zuständen findet nicht immer bei der gleichen Temperatur statt, sondern ist zusätzlich vom Umgebungsdruck abhängig. Wasser kocht und verdampft unter Normalbedingungen (ca. 1,013 bar) bei 100°C. Unter erhöhten Druckbedingungen, wie z.B. innerhalb eines geschlossenen Schnellkochtopfes ( > 1,013 bar), bleibt das Wasser bis zu Temperaturen über 100°C in der flüssigen Phase, während es bei geringerem Druck (z.B. in großen Höhen, < 1,013 bar) bereits bei Temperaturen unterhalb von 100°C verdampft. Je geringer der Druck ist, desto geringer ist auch die Temperatur bei der das Wasser bereits verdampft.

Die Temperatur, bei welcher der Phasenwechsel stattfindet, wird dabei als Taupunkttemperatur beschrieben. Bei konstanten Druckverhältnissen liegt Wasser also oberhalb der Taupunkttemperatur in dampfförmiger - und unterhalb der Taupunkttemperatur in flüssiger Phase vor. Der im Zustand des Phasenwechsels wirksame Druck wird Sättigungsdruck genannt.

Innerhalb des Gasgemisches aus Luft und Wasserdampf verringert sich der für den Wasserdampf wirksame Druck (Partialdruck) soweit, dass das Wasser bereits bei sehr niedrigen, innerhalb unseres Raumklimas auftretenden, Temperaturen verdampfen kann. Liegt zum Beispiel aufgrund des in der Luft vorhandenen Wasserdampfgehaltes ein Partialdruck von ca. 1.170 Pa (0,0117 bar) vor, findet der Phasenwechsel bereits bei ca. 9,3°C statt. Unterhalb dieser Temperatur fällt Tauwasser aus, oberhalb dieser Temperatur bleibt Wasser als Wasserdampf in der Luft. Für eine Lufttemperatur von 20°C würde der Phasenwechsel erst bei einem Partialdruck von ca. 2.340 Pa, dem verdoppeltem Wert also, stattfinden. Ein Partialdruck von 1.170 Pa stellt für die Temperatur von 20°C demnach eine relative Luftfeuchte von 50 % dar.

Fachwissen zum Thema

Bauphysik

Feuchteschutz: Anforderungen an Fassaden

Die Fassade ist verantwortlich für ein gesundes Raumklima, die Ausbildung einer intakten Außenwand ist eine grundlegende...

Bauphysik

Feuchteschutz: Relative Luftfeuchte

Wasser kann in den Aggregatzuständen fest (Eis), flüssig (Wasser) oder gasförmig (Wasserdampf) vorliegen. Der Phasenwechsel...

Kontakt Redaktion Baunetz Wissen: wissen@baunetz.de
Baunetz Wissen Fassade sponsored by:
MHZ Hachtel GmbH & Co. KG
Kontakt  0711 / 9751-0 | info@mhz.de
Zum Seitenanfang

Aerophysik

Bei der Konzeption einer Fassade spielen die Betrachtung und Untersuchung von Luftströmungen, und die daraus gewonnenen Parameter...

Brandschutz: Anforderungen an Fassaden

Die Aufgabe an eine Fassade hinsichtlich des Rauch- und Brandschutzes besteht im Allgemeinen in der Verminderung der Entstehung,...

Brandschutz: Ein- und mehrschalige Fassaden

Grundsätzlich werden an Glasfassaden die gleichen brandschutztechnischen Anforderungen gestellt wie an massive Fassadenbauteile....

Brandschutz: Planung und Ziele

Die wesentlichen Ziele der Brandschutzplanung sind:Vorbeugung der Entstehung eines Brandes und der Ausbreitung von Feuer und...

Feuchteschutz: Anforderungen an Fassaden

Die Fassade ist verantwortlich für ein gesundes Raumklima, die Ausbildung einer intakten Außenwand ist eine grundlegende...

Feuchteschutz: Kondensatausfall

Beim Ausfall von Kondensat wird zwischen dem Ausfall an der raumseitigen Oberfläche und dem Ausfall innerhalb des Bauteils...

Feuchteschutz: Relative Luftfeuchte

Wasser kann in den Aggregatzuständen fest (Eis), flüssig (Wasser) oder gasförmig (Wasserdampf) vorliegen. Der Phasenwechsel...

Schallschutz: Anforderungen an Fassaden

Die Anforderungen einer Fassade hinsichtlich des Schallschutzes, sind unter den Gesichtspunkten des Außenlärms sowie des...

Schallschutz: Außenlärmpegel

Die wirksame Lärmbelastung wird i.d.R. durch die A-Bewertung und die Summation der spektralen Schallpegel (Schalldruckpegel oder...

Schallschutz: Berechnung

Die DIN 4109 Schallschutz im Hochbau stellt die wesentliche Vorschrift zur Bestimmung der schalltechnischen Qualität einer Fassade...

Sommerlicher Wärmeschutz: Anforderungen an Fassaden

Das Ziel des sommerlichen Wärmeschutzes besteht in der Wahrung ausreichender Behaglichkeitsbedingungen durch Vermeidung einer für...

Sommerlicher Wärmeschutz: Begrenzung des Energieeintrages und Energiezwischenspeicherung

Die Begrenzung des Energieeintrages ist die wichtigste Maßnahme für den sommerlichen Wärmeschutz. Der Energieeintrag in den Raum...

Sommerlicher Wärmeschutz: Wärmeabfuhr

Die unmittelbare Abfuhr der Wärme ist, neben der Begrenzung des Energieeintrages, die zweite Möglichkeit die  Raumtemperaturen im...

Wärmeschutz: Anforderungen an Fassaden

Eine zu errichtende Fassade muss nach Energieeinsparverordnung (EnEV) sowie der DIN 4108 Wärmeschutz im Hochbau den...

Wärmeschutz: Oberflächentemperatur

Die raumseitige Oberflächentemperatur einer Konstruktion hängt neben der Temperaturdifferenz zwischen Innen- und Außenraum auch...

Windlasten

Windzonenkarte Deutschland

Windzonenkarte Deutschland

Windlasten gehören zu den klimatisch bedingten Einwirkungen auf Bauwerke und Bauteile. Als Grundlagen zur Bestimmung der...

MHZ Außenrollo Solix

Die innovative Sonnenschutzlösung
lässt sich kinderleicht von innen
in den Fensterrahmen einsetzen.

Partner-Anzeige