Dynamische Steifigkeit

Federungsvermögen von Trittschalldämmung

Nach dem Masse-Feder-Prinzip werden Estrich und Untergrund mithilfe einer Trittschalldämmung voneinander entkoppelt. Die entscheidende Eigenschaft dieser Schicht ist dabei die dynamische Steifigkeit s‘ (MN/m3), weil sie Auskunft über das Federungsvermögen und schließlich über die akustische Wirksamkeit gibt. Für homogene Dämmstoffe gilt s’ = Edyn/d, wobei das dynamische Elastizitätsmodul Edyn eine Materialkonstante darstellt und d die Dicke der Probe. Eine wichtige Rolle spielen aber auch die Art des Untergrunds, der Oberbelag und die zu erwartenden Belastungen. 

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Je geringer die Steifigkeit, desto besser

Die Dämmplatte sollte eine möglichst geringe dynamische Steifigkeit besitzen. Dadurch wird erreicht, dass die Resonanzfrequenz zwischen Masse (Estrichplatte) und Feder (Entkopplung) möglichst tief liegt. Je tiefer sie liegt, desto geringer die Schallabstrahlung. Die Resonanzfrequenz des Masse-Feder-Systems wird mit einer akustischen Messung bestimmt, wobei auch die Einbausituation zu berücksichtigen ist. Da der Untergrund in der Regel Unebenheiten aufweist, bilden sich kleine Luftpolster unter der Entkopplungsschicht, die sich auf das Dämmverhalten auswirken. Genaue Vorgaben stehen in der DIN EN 29052: Akustik; Bestimmung der dynamischen Steifigkeit; Teil 1: Materialien, die unter schwimmenden Estrichen in Wohngebäuden verwendet werden. 

Dynamische Steifigkeit ausgewählter Materialien:

  • Glasvlies: s' = 55 MN/m3
  • Glaswolleplatte: s' = 7 bis 20 MN/m3
  • Holzwolle-Leichtbauplatte: s' = 300 MN/m3
  • Holzfaserplatte: s' = 30 bis 150 MN/m3
  • Kokosfasermatte: s' = 30 bis 80 MN/m3
  • Korkplatte: s' = 500 bis 550 MN/m3
  • Korkschrotplatte: s' = 120 MN/m3
  • Korkschrottschüttung: s' = 80 MN/m3 
  • Schlackenwolleplatte: s' = 50 MN/m3
  • Steinwollplatte: s' = 10 bis 70 MN/m3
  • Polystyrol-Wärmedämmplatte: s' = 100 MN/m3
  • Polystyrol-Trittschalldämmplatte: s' = 10 bis 30 MN/m3
  • PU-Schaum weich: s' = 35 MN/m3

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Steifigkeitsgruppen in der DIN 4109

In der DIN 4109: Schallschutz im Hochbau sind Steifigkeitsgruppen aufgeführt, auf einer Skala von 10 bis 90. Je kleiner der Wert ausfällt, desto besser ist die Trittschalldämmung des Bauteils. Die Kennzeichnung geeigneter Trittschalldämmstoffe erfolgt mithilfe von zwei Bezeichnungen:

  • mit T gekennzeichnete Trittschalldämmungen erfüllen die normalen Anforderungen an den Luft- und Trittschallschutz der DIN 4109
  • mit TK gekennzeichnete Dämmungen sind außerdem geeignet für Verwendung mit geringerer Zusammendrückbarkeit, zum Beispiel bei hohen Verkehrslasten oder unter Fertigestrichen

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Das Masse-Feder-Prinzip wird zur Entkopplung von Tritt- und Luftschall genutzt. Wie wirksam die Dämmschicht ist, hängt von ihrer dynamischen STeifgkeit, aber auch von der Einbausituation ab.

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Je niedriger ihre Steifigkeit, desto besser können Dämmstoffe den Trittschall abfedern.

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