Bürogebäude The Ship in Köln
Intensive Dachbegrünung für Aufenthalt, Biodiversität und Mikroklima
Im Kölner Stadtteil Ehrenfeld ist mit The Ship ein Bürogebäude entstanden, das zeitgemäße Arbeitswelten mit vielfältigen gemeinschaftlichen Nutzungen verbindet. Eine intensiv begrünte Dachlandschaft erweitert das Raumangebot um Außenbereiche, die allen Mitarbeitenden offenstehen und zugleich Rückzugsorte bieten. Der Entwurf stammt vom Architekturbüro Klaus Müller.
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Gebäudekubatur und Fassadengestaltung
Der siebengeschossige Baukörper befindet sich an der Kreuzung von Vitalisstraße und Vogelsanger Straße. Seine keilförmige Volumetrie folgt der Grundstücksform. Dieses grenzt im Süden an einen Parkplatz und im Westen an ein Forschungsinstitut. Der Neubau wurde als Stahlbetonkonstruktion errichtet. Die zweigeschossige Eingangszone ist an der nordwestlichen, abgerundeten Gebäudeseite leicht zurückgesetzt und markiert den Zugang zum Gebäude. Die Fassaden werden durch regelmäßig angeordnete Fensterbänder mit schmalen, geschosshohen Öffnungen gegliedert. Schwarze Sonnenschutzelemente setzen einen kontrastreichen Akzent zur weißen Fassadenverkleidung. Ein trapezförmiger Innenhof in der Gebäudemitte führt Tageslicht und Frischluft in die tiefer gelegenen Bereiche des Gebäudes. Umgeben ist der Innenhof von einem dreieckigen Staffelgeschoss, das auf der Westseite in eine großzügige, begrünte Terrasse übergeht.
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Vielseitiges Raumprogramm
Auf rund 13.700 Quadratmetern Bruttogrundfläche stehen Arbeitsplätze für mehr als 500 Beschäftigte zur Verfügung. Das Raumangebot umfasst Einzelbüros, Shared-Desk-Bereiche, Konferenzräume, Think Tanks und sogenannte Garden Offices und ist auf unterschiedliche Formen der modernen Arbeitsorganisation ausgerichtet. Ergänzt werden die Büroflächen durch eine betriebseigene Kindertagesstätte, ein Fitnessstudio und ein Restaurant.
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Aufenthaltsraum unter freiem Himmel
Einen wesentlichen Bestandteil des Nutzungskonzepts bildet die begrünte Dachfläche. Anstelle von Technikflächen ist eine intensiv begrünte Dachlandschaft mit diversen Aufenthaltsbereichen im Freien entstanden. Sie bietet Möglichkeiten für Pausen, informelles Arbeiten und Besprechungen unter freiem Himmel. Sitzbereiche, Hochbeete, Wege und vielfältige Bepflanzungen gliedern die Dachfläche in unterschiedlich nutzbare Freiräume.
Intensiv begrünte Dachlandschaft
Für die Umsetzung der Dachbegrünung kamen verschiedene Systemlösungen von Optigrün zum Einsatz. Das System Gartendach bildet mit unterschiedlichen Vegetationsstrukturen die Grundlage für eine dauerhaft nutzbare intensive Dachbegrünung. In großen Gefäßen gepflanzte Bäume tragen zur räumlichen Gliederung der Dachfläche bei. Randeinfassungen strukturieren die verschiedenen Nutzungszonen und definieren klare Übergänge zwischen Vegetationsflächen, Wegen und Aufenthaltsbereichen.
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Ökologischer Mehrwert
Die begrünte Dachfläche erfüllt neben ihrer Funktion als Aufenthalts- und Arbeitsbereich auch ökologische Aufgaben. Durch die Vegetation wird Niederschlagswasser zurückgehalten, das durch Verdunstung zur Kühlung des Mikroklimas beiträgt. Darüber hinaus schaffen die unterschiedlichen Pflanzungen Lebensräume für Insekten und weitere Tierarten. Insbesondere im urbanen Umfeld erweitert die Dachbegrünung damit die funktionale Bedeutung der Dachfläche und verbindet Aufenthaltsqualität mit ökologischen Funktionen.
Bautafel
Architektur: Klaus Müller Architekturbüro, Köln
Projektbeteiligte: Zech Bau (Generalunternehmer); studio grüngrau (Landschaftsarchitektur); Gartenhof Küsters (ausführender Fachbetrieb); Optigrün international (Hersteller: Gartendach, Pflanzgefäße, Randeinfassungen)
Bauherr*in: FOND OF NEW CAMPUS
Fertigstellung: 2020
Standort: Vitalisstraße 67, 50827 Köln
Bildnachweis: Tobias Kern
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